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Diacetoxyiodbenzol

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Diacetoxyiodbenzol (Akronyme: DAIB, DIB, BAIB, PIDA; veraltet: Essigsaures Iodosobenzol) ist eine organische chemische Verbindung, die zuerst 1892 von Conrad Willgerodt synthetisiert wurde.[4] Es ist ein versatiles Oxidationsmittel, welches oft in Kombination mit elementarem Iod verwendet wird; z. B. in der Suaréz-Modifikation der Hofmann-Löffler-Freytag-Reaktion.[5][6] Das Molekül besitzt eine T-förmige Struktur.[7]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Diacetoxyiodbenzol
Allgemeines
Name Diacetoxyiodbenzol
Andere Namen
  • DAIB (Diacetoxyiodbenzol), auch DIB
  • BAIB (Bis(acetoxy)iodbenzol)
  • PIDA (Phenyliodiddiacetat)
  • Iodbenzoldiacetat
  • Bis(acetyloxy)(phenyl)-λ3-iodan
  • Essigsaures Iodosobenzol
Summenformel C10H11IO4
Kurzbeschreibung
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 3240-34-4
EG-Nummer 221-808-1
ECHA-InfoCard 100.019.826
PubChem 76724
ChemSpider 69182
Wikidata Q3025837
Eigenschaften
Molare Masse 321,97 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt
Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Diacetoxyiodbenzol kann aus Iodosobenzol gewonnen werden, indem dieses mit Essigsäure unter Wasserabspaltung umgesetzt wird.[1] Eine weitere Herstellvariante ist die Oxidation von Iodbenzol mit Peressigsäure, Natriumperborat, Natriumperiodat oder Chrom(VI)-oxid.[3]

Eigenschaften

Physikalische Eigenschaften

Diacetoxyiodbenzol kristallisiert in flachen, farblosen Prismen.[1]

Chemische Eigenschaften

Diacetoxyiodbenzol zeigt oberhalb des Schmelzpunktes eine exotherme Zersetzung.[8] Als Zersetzungsprodukte wurden Methyliodid, Iodbenzol, Phenylacetat, Essigsäure und Kohlendioxid gefunden.[9] Die Verbindung ist gegenüber Wasser nicht beständig.[1] Es zeigt bei Reaktionen ähnliche Eigenschaften wie Bleitetraacetat, ist aber allgemein effektiver als jenes.[10]

Verwendung

Die Verbindung kann als Photoinitiator für die kationische und radikalische Polymerisation von Methacrylaten, Styrol und Isobutylvinylether eingesetzt werden.[11]

Einzelnachweise

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