Dibella
Oase in Niger
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Geographie
Dibella befindet sich im südlichen Teil der Großen Sandwüste von Bilma. Die Oase gehört zum Gemeindegebiet von N’Gourti in der Region Diffa. Sie ist auf vielen Atlanten und Landkarten verzeichnet. Hier verläuft die extrem schwierige Piste Bilma – Zoo Baba – Dibella – Agadem – N’Gourti – N’Guigmi – Diffa.[1]
Die Oase liegt auf einer Höhe von 359 m[2] inmitten eines Archipels aus kleinen aus dem Sand ragenden Felsinseln. Nördlich und nordwestlich ihrer Brunnen erhebt sich der Hügel Yerirom aus Kreide-Sandstein.[3] In der Umgebung leben vereinzelt Mendesantilopen.[4]
Geschichte

In der endorheischen Niederung von Dibella befand sich in zwei unterschiedlichen Zeiträumen ein Paläosee: im frühen Holozän (9785–7890 Jahre B.P.) und im mittleren Holozän (etwa 6500 Jahre B.P.). Der See erstreckte sich jeweils über eine Fläche von um die 10 km² und wies eine Mindesttiefe von 36 m auf. Er enthielt Brackwasser mit stark schwankendem Salzgehalt. Als Hinterlassenschaft des Sees ist Kieselgur weit verbreitet.[5]
An der Ostseite der Anhöhe Yerirom wurden prähistorische Felsbilder mit Menschen- und Tierdarstellungen entdeckt.[3] Im Jahr 1866 besuchte der deutsche Afrikaforscher Gerhard Rohlfs die Oase.[6][7]
Wirtschaft und Infrastruktur
In Dibella gibt es einen Dattelpalmenhain. Die Dattelpalmen werden zur Erntezeit von Nomaden abgeerntet.
Literatur
- Roland Baumhauer: Holozäne limnische Akkumulationen im Bereich der Stufen von Zoo Baba und Dibella (NE-Niger). In: Klaus Heine (Hrsg.): Palaeoecology of Africa and the surrounding islands. Vol. 18. Balkema, Kapstadt/Rotterdam 1987, ISBN 90-6191-689-5, S. 167–177.
- Jörg Grunert, Roland Baumhauer, Jörg Völkel: Lacustrine sediments and Holocene climates in the southern Sahara: the example of paleolakes in the Grand Erg of Bilma (Zoo Baba and Dibella, eastern Niger). In: Journal of African Earth Sciences. Vol. 12, Nr. 1–2, 1991, S. 133–146, doi:10.1016/0899-5362(91)90064-6.
