Die Farm (Roman)
Buch von John Grisham
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Die Farm (englisch A Painted House) ist ein Roman von John Grisham. Er beschreibt einige dramatische Monate im Leben von Luke, dem siebenjährigen Sohn einer Familie von Baumwollfarmern in Arkansas.
Inhalt
Die Handlung, erzählt von dem siebenjährigen Luke Chandler, spielt im September und Oktober 1952 und beginnt mit einer Fahrt in die nahegelegene Kleinstadt Black Oak bei Jonesboro. Dort sollen Wanderarbeiter für die anstehende Baumwollernte angeworben werden – normalerweise „Hillbillies“ (Hinterwäldler) aus den Ozarks und neuerdings auch Familien aus Mexiko.
Es werden schließlich eine Gruppe von zehn Mexikanern und die Familie Spruill aus Eureka Springs in den Ozark-Bergen angeworben. Waren die Saisonarbeiter früher eher unterwürfig, so macht sich nun Hank, der bärenstarke Sohn der Familie Spruill, über die verarmten Baumwollfarmer lustig und brüstet sich damit, dass ihr eigenes Haus angestrichen sei. (Der englische Originaltitel lautet A Painted House). Die Farmer wohnen dagegen hinter rohen Bretterwänden.
Bei einer längeren Prügelei erschlägt Hank Spruill Jerry Sisco, der zu einer asozialen Familie der Umgebung gehört. Luke wird Zeuge des brutalen Vorfalls, wagt es aber aus Angst nicht, die Wahrheit zu erzählen, obwohl er dazu vom Sheriff Stick Powers eindringlich befragt wird, der die Tat als Mord bezeichnet.
Luke wird auch Zeuge der Geburt eines unehelichen Kindes, dessen Mutter, die 15-jährige Libby Latcher, aus einer armen Pächterfamilie ohne eigenes Land kommt. Bei seinen Unternehmungen begleitet ihn oft die Spruill-Tochter Tally. Dabei erfährt er, dass Lukes 19-jähriger Onkel Ricky der Vater sei. Dieser ist jedoch inzwischen Soldat im Korea-Krieg.
Nachdem Hank immer wieder Streitereien verursacht hat und der Sheriff die Absicht äußerte, ihn zu verhaften, will er schließlich vorfristig nach Eureka Springs zurückkehren. Dabei folgt ihm heimlich einer der Mexikaner, genannt „Cowboy“. Er ersticht Hank auf einer Brücke über den Saint Francis River und wirft dessen Leiche in den Fluss. Wieder ist Luke Zeuge der Tat.
Weitere dunkle Wolken brauen sich über der Familie zusammen, als die Baumwollernte nach Gewittergüssen und Überschwemmungen beendet werden muss. Trotz aller Sorgen und dunkler Geheimnisse, die er nicht weitererzählen darf oder will, gelingt es Luke, das Haus weiß anzustreichen, nachdem Trot, der behinderte Sohn der Spruills, der nicht an der Baumwollernte teilnehmen kann, heimlich damit angefangen hatte.
Schließlich beschließen Lukes Eltern, zusammen mit ihm die Farm vorübergehend zu verlassen, nachdem sein Vater durch die Vermittlung eines Verwandten eine Stelle bei der Firma Buick in Flint, Michigan, gefunden hat. Ob sie noch einmal zurückkehren, bleibt offen.
Autobiografische Züge
Dieser Roman trägt deutlich autobiografische Züge: Grisham, geboren in Jonesboro, Arkansas (der Gegend, in der die Geschichte spielt), stammt ebenfalls aus bescheidenen Verhältnissen und träumte davon, Baseballprofi zu werden. Wie Luke und seine Familie gehört Grisham der Baptistenkirche an. Wie in den anderen Romanen von Grisham beschreibt er die Situation der kleinen Leute in den Vereinigten Staaten und deren Kampf um ein bescheidenes Lebensglück. Diesmal allerdings ist die Hauptfigur kein Anwalt.
Verfilmung
Am 27. April 2003 strahlte CBS eine von Alfonso Arau inszenierte Fernsehverfilmung aus. Dabei blieb das Drehbuch von Patrick Sheane Duncan der Vorlage weitgehend treu und übernahm häufig Grishams Dialoge wortwörtlich.
Zur Besetzung gehörten Logan Lerman als Luke, Scott Glenn als Pappy, Robert Sean Leonard als Jesse, Melinda Dillon als Gran, Arija Bareikis als Kathleen, Audrey Marie Anderson als Tally, Luis Esteban Garcia als Cowboy und Pablo Schreiber als Hank.
Literatur
- John Grisham: Die Farm, übersetzt von Anette Grube, München: Heyne 2002, ISBN 3453864786
Weblinks
- A Painted House auf IMDb
- A Painted House bei Prime Video (derzeit nicht verfügbar, Stand 10. August 2026)