Die Fliege 2

Film von Chris Walas (1989) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Fliege 2 ist ein US-amerikanischer Horrorfilm aus dem Jahr 1989 von Regisseur Chris Walas und die Fortsetzung des Films Die Fliege von David Cronenberg, der auf der Kurzgeschichte Die Fliege von George Langelaan basiert. Der Film handelt von dem Sohn eines teleportationsbedingten Mensch-Fliege-Hybriden, welcher aufgrund eines genetischen Defekts rasend schnell altert und schließlich dieselbe Mutation durchlebt wie sein Vater.

TitelDie Fliege 2
OriginaltitelThe Fly II
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Die Fliege 2
Originaltitel The Fly II
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1989
Länge ca. 100 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Chris Walas
Drehbuch Mick Garris, Jim Wheat, Ken Wheat, Frank Darabont
Produktion Stuart Cornfeld, Steven-Charles Jaffe
Musik Christopher Young
Kamera Robin Vidgeon
Schnitt Sean Barton
Besetzung und Synchronisation
Chronologie
Schließen

Handlung

Im Labor der Firma Bartok Inc. kommt Martin Brundle, der Sohn von Seth Brundle (Vorgeschichte siehe Die Fliege), zur Welt. Seine Mutter Veronica Quaife stirbt bei der Geburt. Martin entwickelt sich extrem schnell und verfügt über eine enorme Intelligenz, doch er leidet unter den gefängnisähnlichen Bedingungen seiner Zwangsisolation.

Die Firma Bartok hat früher Martins Vater Seth bei dessen Experimenten über die Teleportation unterstützt und versucht bislang erfolglos, die dafür entwickelte Technologie zu perfektionieren. Bei seinen nächtlichen Streifzügen durch das Labor freundet sich Martin mit einem Versuchshund an und muss später mit ansehen, wie dieser Hund bei einem Fehlversuch in ein deformiertes Monster verwandelt wird. Mit fünf Jahren ist Martin ein ausgewachsener Mann und arbeitet für Bartok. Er entdeckt seinen Hang zum weiblichen Geschlecht in Form seiner Kollegin Beth Logan. Zusammen vollenden sie das Werk von Martins Vater und machen den Teleporter funktionstüchtig.

Mit der Zeit beginnt Martin sich zu verändern und beim Durchstöbern alter Videoaufzeichnungen erfährt er vom Schicksal seines Vaters, der sich durch Verschmelzung mit einer Fliege in eine neue Lebensform verwandelt hat. Dieses Schicksal wartet ebenso auf Martin. Er entwickelt zwar eine Heilungsmethode, doch muss er dabei mit einem gesunden Organismus verschmelzen, welcher dann seinerseits den Gendefekt von Martin übernimmt.

Als Martin dem wahren Grund seines Aufenthaltes bei Bartok auf die Spur kommt (man will mit seiner mutierten Lebensform Geld verdienen), ergreift er mit seiner Freundin Beth die Flucht. Das Pärchen versteckt sich in einem Motel. Als Martin sich jedoch verpuppt, gibt Beth den Aufenthaltsort der beiden an den Firmenchef Anton Bartok durch. Im Labor erlebt Martin dann seine zweite Geburt, und als monströser Fliege-Mensch-Zwitter rächt er sich an seinen Peinigern, die ihn zeit seines Lebens gequält haben. Im Showdown des Films gelingt ihm die Genverschmelzung mit Anton Bartok persönlich und Martin, der sich zurück in einen normalen Menschen transformiert, ist geheilt. Direktor Bartok dagegen verwandelt sich durch die Teleportation in eine schreckliche Kreatur, die fortan von wissenschaftlichen Forschern wie ein wildes Tier als Forschungsprojekt in einem dunklen Gehege gehalten wird und der man regelmäßig einen Napf mit Nahrung vorsetzt.

Hintergrund

  • Jeff Goldblum übernahm wieder die Rolle des Seth Brundle. Da er im ersten Teil erschossen wurde, sieht man ihn in Teil 2 nur auf Videobändern, auf denen er über seine Forschung spricht.
  • Regisseur Chris Walas machte sich als Maskenbildner der Filme Gremlins – Kleine Monster, Enemy Mine und Arachnophobia einen Namen. Für seine Arbeit an Die Fliege bekam er 1986 einen Oscar.
  • Der Film wurde wie der erste Film von Mel Brooks’ Produktionsfirma Brooksfilms produziert.
  • Daphne Zuniga arbeitete schon als Prinzessin Vespa in Mel Brooks’ Spaceballs mit Mel Brooks zusammen.[2]
  • Eric Stoltz übernahm die Rolle des Martin Brundle erst nach einigen Drehbuchänderungen. Vorher war Vincent D’Onofrio in der engeren Auswahl für die Rolle.[2]
  • Da sie keine Möglichkeit sah, die Rolle der Veronica Quaife weiterzuentwickeln, lehnte Geena Davis das Angebot ab, in der Eröffnungssequenz von Die Fliege 2 mitzuspielen. Saffron Henderson bekam die Rolle wegen ihrer Ähnlichkeit zu Geena Davis.[2]
  • Zu Beginn des Films schläft ein Wissenschaftler im Labor, auf dessen Arbeitstisch vor ihm das Sachbuch The Shape of Rage – The Films of David Cronenberg von Piers Handling steht. David Cronenberg war Regisseur und Drehbuchautor des vorangegangenen Horrorfilms Die Fliege von 1986.

Besetzung und Synchronisation

Die deutsche Synchronisation wurde von der Berliner Synchron GmbH in Berlin unter der Dialogregie von Tobias Meister ausgeführt. Für das Dialogbuch war Andreas Pollak verantwortlich.[3]

Weitere Informationen Rolle, Darsteller ...
Rolle Darsteller Synchron­sprecher
Martin Brundle Eric Stoltz Frank Schaff
Beth Logan Daphne Zuniga Rebecca Völz
Anton Bartok Lee Richardson Wolfgang Völz
Stathis Borans John Getz Rüdiger Joswig
Dr. Shepard Frank C. Turner Uwe Paulsen
Dr. Jainway Ann Marie Lee
Scorby Garry Chalk Raimund Krone
Schließen

Veröffentlichung

Der Film startete am 25. Mai 1989 in den deutschen Kinos.

Der Film erhielt in Deutschland von der FSK ursprünglich eine Altersfreigabe ab 18 Jahren und wurde indiziert. Daher wurde eine um rund zwei Minuten gekürzte Fassung angefertigt, die eine Freigabe ab 16 Jahren erhielt und auch im Free-TV gezeigt werden durfte.[4] 2003 wurde der Film vom Index gestrichen; 2011 erhielt die ungekürzte Fassung nach einer Neuprüfung eine Freigabe ab 16 Jahren.[5] Seit der Novelle des Jugendschutzgesetzes im Jahr 2003 schützt eine Altersfreigabe den Film vor einer erneuten Indizierung.

Kritiken

Weitere Informationen Quelle, Bewertung ...
Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) 33 %[6]
Metacritic (Metascore) 36/100[7]
Filmstarts SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[8]
IGN SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[9]
Schließen

Leonard Maltin’s Movie & Video Guide 1999 verriss den Film: "Ein Fall von ‚Wie der Vater, so der Sohn‘; dumm nur, dass Regisseur Walas nicht wie David Cronenberg ist. (…) Abwechselnd stumpfsinnig und schlampig."[10]

Lexikon des internationalen Films kritisierte: "Fortsetzung eines Horror-Hits, die dramaturgisch auf schlichte Gut-Böse-Konflikte setzt und mit überbetonten Ekel-Szenen vergeblich Spannung erzeugen will. Selbst für Genre-Freunde eine Enttäuschung."[11]

Filmstarts urteilt, Darsteller Eric Stoltz gelinge es, dem unter merkwürdigen Umständen aufgewachsenen Martin passendes Leben einzuhauchen, doch die Story münde in einer absehbaren Aneinanderreihung des Nächstliegenden, was im Gegensatz zum Vorgänger nicht so faszinierend aufbereitet sei. Ab der sich abzeichnenden Metamorphose werde der Film zum reinen Effekthascher, was aber immer noch gut anzusehen sei. Dank einem im Gesamten funktionierenden Drehbuchkonzept werde aus dem zweiten Teil zumindest kein Desaster.[12]

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI