Die Hexenprinzessin

deutsch-tschechischer Fernsehfilm von Ngo The Chau (2020) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Hexenprinzessin ist ein deutsch-tschechischer Fernsehfilm aus dem Jahr 2020 von Ngo The Chau mit Charlotte Krause, Zoë Pastelle Holthuizen, Jerry Hoffmann, Ken Duken, Jürgen Vogel und Marisa Leonie Bach. Der Märchenfilm aus der ZDF-Reihe Märchenperlen basiert frei auf dem norwegischen Volksmärchen Zottelhaube, das Drehbuch stammt von Max Honert und Fantasy-Autor Kai Meyer.[2]

TitelDie Hexenprinzessin
ProduktionslandDeutschland, Tschechien
OriginalspracheDeutsch
Länge90 Minuten
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Folge der Reihe Märchenperlen
Titel Die Hexenprinzessin
Produktionsland Deutschland, Tschechien
Originalsprache Deutsch
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe
Regie Ngo The Chau
Drehbuch
Produktion
Musik
Kamera Ngo The Chau
Schnitt Felix Schekauski
Premiere 2020 auf ZDF
Besetzung
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Handlung

Amalindis und ihre Zwillingsschwester Zottel sind die sehr ungleichen Prinzessinnen des Königreichs Eichdal. Amalindis, die Erstgeborene, versucht den Ansprüchen ihrer Eltern Goderic und Lioba gerecht zu werden. Sie fühlt sich wohl in guter Gesellschaft, mag Handarbeiten, lesen und musizieren. Natürlich wird sie Prinz Tanka heiraten, obwohl sie ihn gar nicht kennt. Die Verlobung haben ihre und seine Eltern vor langer Zeit vereinbart, um den Frieden zwischen ihren Königreichen zu sichern und im Kriegsfall einen starken Bündnispartner zu haben. Ihre Schwester (die allen verboten hat, ihren Vornamen zu sagen – und die wegen ihres wilden Äußeren auch mal Zottelhaube genannt wird), hat sich mit König Goderic zerstritten, weil sie lieber Abenteuer erlebt, anstatt ihm eine brave Tochter zu sein. Sie lebt im Wald und ist mit einem Wolf befreundet.

Kurz vor der Hochzeit überfallen drei unheimliche Hexen das Schloss: die alte Hexe, die schöne Hexe und die Krähenhexe. Sie rauben Prinzessin Amalindis, denn sie haben vor 18 Jahren einen Handel mit Königin Lioba geschlossen. Diese konnte keine Kinder bekommen, und die Hexen hatten ihr eine Schwangerschaft ermöglicht – zum Preis der Erstgeborenen. Lioba hatte in ihrer Verzweiflung zugestimmt. Das erste Kind wurde von den Hexen mit magischen Kräften ausgestattet, denn die älteste der drei Hexen kann nur in dem jungen Körper der Prinzessin überleben. Zur nächsten Sonnenfinsternis will sie ihn in Besitz nehmen.

Zottel macht sich mit dem Wolf auf die Reise, um ihre Schwester zu retten. Ihre beste Spur sind die Krähenfedern, die die Krähenhexe verliert. Begleitet wird sie dabei von Prinz Tanka, was ihr zunächst gar nicht gefällt, sie hält ihn für einen Langweiler. Unterwegs treffen sie auf Bero den Hexenjäger. Er hat eine zahme Ratte und nennt sie Großtante Astrid, ihm zufolge wurde sie von einer Hexe verzaubert. Das verwendet er als Beweis, damit ihm die Leute seine Schutzzauber abkaufen. Er könnte ein Scharlatan sein, allerdings passieren auch seltsame Dinge um ihn herum.

Unterdessen gesteht König Goderic auf Schloss Eichdal seiner Königin, dass Amalindis in Wirklichkeit die Zweitgeborene ist. Goderic hatte der Königin Amalindis zuerst an die Brust gelegt, weil er eine schöne Prinzessin für sein Königreich wollte. Die Hebamme musste bei ihrem Leben schwören, nie ein Wort darüber zu verlieren. Auch der Krähenhexe kommen Zweifel, ob Amalindis die Erstgeborene ist, weil sie keine magischen Kräfte in ihr spürt. Sie vermutet, dass es eigentlich Zottel ist, denn in ihr hat sie während ihrer Begegnung auf dem Schloss eine große, ungebändigte Kraft vernommen. Nachdem Zottel den Prinzen vor einem Blitzschlag das Leben gerettet hat, kommen sich die beiden jungen Leute näher. Zottel lernt, die magischen Kräfte in sich zu kontrollieren und einzusetzen. Die Zeit eilt: die Hexen müssen sie rechtzeitig vor der Sonnenfinsternis in ihre Gewalt bringen, andernfalls zerfallen alle drei zu Staub.

Zottel gelingt es rechtzeitig ihre Schwester Amalindis zu befreien. Die alte Hexe versucht, in den Körper von Zottel zu schlüpfen, doch gemeinsam gelingt es Tanka, Bero und Amalindis, dies zu verhindern. Die Sonnenfinsternis endet und übrig bleibt ein Haufen Staub und Geröll. Die vier Gefährten kehren auf Schloss Eichdal zurück, wo sich Zottel mit ihrem Vater aussöhnt. Amalindis als nunmehr offiziell Zweitgeborene verzichtet auf die Heirat mit Tanka. Zottel möchte nach der Hochzeit Tankas Heimat bereisen, um das Meer zu sehen. Mit einem lausbübischen Grinsen flüstert sie ihrem Zukünftigen ihren wahren Namen ins Ohr.

Hintergrund

Einer der Drehorte: Burg Bouzov

Die Dreharbeiten fanden vom 13. November bis zum 17. Dezember 2019 statt, gedreht wurde in Tschechien.[3] Drehorte waren unter anderem Burg Bouzov und Burg Bezděz.[2]

Premiere war am 13. Oktober 2020 am Internationalen Filmfestival Schlingel, Ende Oktober 2020 wurde der Film bei den 42. Biberacher Filmfestspielen gezeigt.[4][5] Am 10. Dezember 2020 wurde der Film in der ZDF-Mediathek veröffentlicht.[6] Die Erstausstrahlung war am 12. Dezember 2020 auf ZDFneo und am 27. Dezember 2020 im ZDF.[3][4]

Produziert wurde der Film von der deutschen Provobis (Produzent Jens Christian Susa) in Koproduktion mit der tschechischen Mia Film (Produzenten Michal Pokorný und Zbyněk Pippal) im Auftrag des ZDF,[2][4] gefördert durch den tschechischen Staatsfonds der Kinematografie. Die Redaktion hatten Götz Brandt und Irene Wellershoff, die für zahlreiche Filme der Reihe Märchenperlen verantwortlich sind.[7]

Die Kamera führte Regisseur Ngo The Chau, der zuvor Schneewittchen und der Zauber der Zwerge (2019) für die ZDF-Reihe Märchenperlen inszenierte.[2]

Für das Kostümbild zeichnete Petra Stašková verantwortlich, für das Szenenbild Colin Taplin, für visuelle Effekte Tomás Markl, für Ton und Tongestaltung Matous Sýs und Sebastian Morsch, für die Maske Ivana Nemcová und für das Casting Uwe Bünker und Mirka Hyzíková.[3]

Das Schauspielerehepaar Marisa Leonie Bach und Ken Duken verkörperte das Königspaar.[8] Das Titellied Home wurde von Hauptdarstellerin Charlotte Krause gesungen und von Tim Morten Uhlenbrock, Michael Hunter Ochs und Charlotte Krause komponiert.[4]

Rezeption

Rainer Tittelbach von tittelbach.tv befand, dass Regisseur und Kameramann Ngo The Chau sowie Editor Felix Schekauski ganze Arbeit geleistet hätten, auch die Besetzung und die diversen Charaktere seien Pluspunkte des Films. Allerdings sei gegen Ende der Hokuspokus ein bisschen zu viel des Guten und die deutlich überdimensionierte Filmmusik sei grenzwertig. Insgesamt gäbe es aber genügend ruhige, humorvolle oder gebrochen romantische Szenen, die für Entspannung und Entlastung sorgen.[6]

maerchenfilm.info schreibt: „Die Hexenprinzessin“ ist eine erfrischende und magische Neuverfilmung in der Reihe „ZDF-Märchenperlen“. Der Fernsehfilm, der in seinen technischen Effekten und seiner Fantasy-Stimmung eher einem Kinofilm gleicht, ist prominent besetzt mit Jerry Hoffmann, Ken Duken, Jürgen Vogel etc. Hervorzuheben ist aber vor allem die Leistung der Nachwuchsdarstellerin Charlotte Krause (Jahrgang 2002), welche die Rolle der Zottelhaube ungestüm, wild, frech und mutig spielt.[9]

Auszeichnungen

Goldener Spatz 2021

  • Auszeichnung in der Kategorie Unterhaltung[10]
  • Auszeichnung in der Kategorie beste Darstellerin (Charlotte Krause)[11][12]

Belege

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