Die Insel des Dr. Moreau (1977)
Film von Don Taylor (1977)
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Die Insel des Dr. Moreau (Originaltitel The Island of Dr. Moreau) ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Horror-Film aus dem Jahr 1977 unter der Regie von Don Taylor mit Burt Lancaster und Michael York als Hauptdarsteller. Es ist nach Insel der verlorenen Seelen (1932) die zweite Verfilmung von H.G. Wells’ gleichnamigem Roman und handelt von einem Wissenschaftler, der versucht, Tiere in Menschen umzuwandeln.
| Film | |
| Titel | Die Insel des Dr. Moreau |
|---|---|
| Originaltitel | The Island of Dr. Moreau |
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1977 |
| Länge | 98 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Don Taylor |
| Drehbuch |
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| Produktion |
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| Musik | Laurence Rosenthal |
| Kamera | Gerry Fisher |
| Schnitt | Marion Rothman |
| → Besetzung und Synchronisation | |
Handlung
Im Jahr 1911 treiben drei Männer in einem Rettungsboot im Pazifik. Einer stirbt auf See. Die beiden Überlebenden stranden auf einer Insel, wo einer von Tieren getötet wird. Der letzte Überlebende, Ingenieur Braddock, wird vom Wissenschaftler Dr. Moreau gesund gepflegt. Zu den Bewohnern von Moreaus Gelände gehören seine Mitarbeiter – der Söldner Montgomery; der stumme Diener M'Ling; und eine junge Frau namens Maria. Moreau warnt Braddock, das Gelände nachts nicht zu verlassen.
Braddock wird Zeuge, wie Moreau und Montgomery eine angekettete Kreatur misshandeln, die kein Mensch ist und von der es noch mehr auf der Insel gibt. Sie sind die Hybridprodukte von Moreaus Experimenten an verschiedenen Wildtieren. Moreau injiziert ihnen ein Serum mit menschlichem Genmaterial mit dem Ziel, das Leben zu perfektionieren. Einer der Tiermenschen hat noch tierische Instinkte und verhält sich nicht wie ein Mensch, weshalb Moreau ihn auspeitscht. In dieser Nacht kommen Maria und Braddock sich nahe. Am nächsten Tag verlässt Braddock das Gelände, um zu sehen, wie die Hybridkreaturen leben. In einer Höhle findet er mehrere von ihnen. Deren Gesetzeshüter, ein Affenmensch, erzählt ihm von den drei Gesetzen, die Moreau ihnen aufgetragen hat: kein Herumlaufen auf allen Vieren; kein Essen von Menschenfleisch; und kein Nehmen von anderem Leben. Ein Tigermensch greift Braddock an, wird jedoch von Montgomery gefangen genommen. Moreau lässt den Tigermenschen als Strafe in sein Labor schleppen, das die Tiermenschen „Haus des Schmerzes“ nennen. Braddock wendet sich gegen Moreaus Umgang mit den Tiermenschen. Moreau sieht dieses Mitgefühl als Schwäche und belehrt ihn über die Überlegenheit der Menschheit gegenüber Tieren. Er injiziert dem Tigermenschen eine Spritze, um ihn noch menschlicher zu machen. Ein Stiermensch lehnt die Gesetze ab, weil er glaubt, es sei besser, ein Tier zu sein. In einem Wutanfall tötet er einen Tiger und Moreau jagt ihn.
Braddock findet den Stiermenschen schwer verletzt. Dieser bittet ihn, ihn zu töten, statt ins Labor zurückzubringen, und Braddock erschießt ihn. Dies verärgert die Tiermenschen, da Braddock gegen das Gesetz des Tötens verstoßen hat. Braddock will mit Maria die Insel verlassen. Moreau nimmt sie gefangen und injiziert Braddock ein Serum, damit Braddock die Erfahrung machen solle, animalisch zu sein. Als Montgomery Einwände dagegen hat, erschießt Moreau ihn. M'Ling enthüllt Montgomerys Leiche den Tiermenschen. Diese erkennen, dass sie nur benutzt wurden, und wenden sich gegen Moreau. Beim Versuch, die Angreifer zu unterwerfen, wird Moreau schwer verletzt. Die wütenden Tiermenschen wollen nun alle Menschen töten. Braddock, der immer noch immer mit sich kämpft, ein Mensch zu bleiben, weigert sich, Moreau zu töten, der schließlich an seinen Verletzungen stirbt. Braddock nutzt die Leiche als Ablenkung, damit er mit Maria und M'Ling aus dem Gelände fliehen können. Die Tiermenschen brechen in das Gelände ein und verbrennen es. Im Chaos werden die wilden Tiere, die Moreau für seine Experimente hielt, freigelassen und es kommt zu einem Kampf zwischen ihnen und den Tiermenschen.
Die meisten Tiermenschen werden von den Tieren getötet oder verbrennen im Feuer, darunter der Gesetzeshüter. Während ihrer Flucht lässt M'Ling sein Leben, um seine Gefährten vor einem Löwen zu retten. Braddock und Maria fliehen im Rettungsboot, werden aber vom Hyänenmenschen verfolgt, einem der letzten Tiermenschen. Braddock tötet ihn mit einem Ruder. Einige Zeit später sehen sie ein vorbeifahrendes Schiff. Bei Braddock klingt das Serum ab und er wird wieder in seinen vollen menschlichen Zustand versetzt, während Maria mit veränderten, katzenartigen Augen zusieht.
Entstehung
Der Film war nach Die Insel der Ungeheuer (1976) und vor In der Gewalt der Riesenameisen (1977) die zweite Wells-Verfilmung von American International. Gedreht wurde auf den Amerikanischen Jungferninseln. Die Dreharbeiten begannen im Dezember 1976. Das Filmbudget betrug 7,3 Mio. Dollar. Das Make-up der Tiermenschen wurde von dem Maskenbildner John Chambers kreiert, der 1969 für seine Arbeit für Planet der Affen mit dem Oscar ausgezeichnet wurde.[1]
Besetzung und Synchronisation
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher[2] |
|---|---|---|
| Dr. Paul Moreau | Burt Lancaster | Heinz Petruo |
| Andrew Braddock | Michael York | Thomas Danneberg |
| Montgomery | Nigel Davenport | Edgar Ott |
| Maria | Barbara Carrera | Susanna Bonasewicz |
| Gesetzeshüter | Richard Basehart | |
| M'Ling | Nick Cravat | |
| Wildschweinmensch | The Great John L. | |
| Stiermensch | Bob Ozman | |
| Hyänenmensch | Fumio Demura | |
| Löwenmensch | Gary Baxley | |
| Tigermensch | John Gillespie | |
| Bärenmensch | David Cass |
- Burt Lancaster
- Michael York
- Barbara Carrera
- Nigel Davenport
Kritik
Die Insel des Dr. Moreau verhaltenes Presseecho. So erfasst der US-amerikanische Aggregator Rotten Tomatoes ähnlich viele freundliche wie kritische Besprechungen und ordnet den Film damit als „Gammelig“ ein.[3]
Die New York Times nannte den Film 1977 "schauerlich gut" und lobte vor allem das von John Chambers entworfene Make-up, die solide Darstellung durch Lancaster und York sowie die mystische Schönheit von Carrera.[7]
Das Lexikon des internationalen Films urteilt: „Flache Verfilmung eines Romans von H.G. Wells; ein unglaubwürdiges, blutiges Horrorspektakel in exotischer Szenerie, dessen tiefere Dimensionen nie ausgelotet werden.“[8]
Cinema nennt den Film eine „mäßige Neuauflage eines Klassikers“, die nur durch das Make-up gefalle und nicht so mutig und wild wie die Erstverfilmung ausfalle.[9]
2014 bezeichnete die britische Schriftstellerin Aliya Whiteley den Film im Popkultur-Magazin Den of Geek als womöglich beste aller Adaptionen des Romans.[10]
Die Filmwebsite Moviebreak nennt den Film einen hochwertig umgesetzten B-Movie seiner Zeit, der trotz seines mittelmäßigen Rufs kein überflüssiges Remake sei, wenngleich er cineastisch hinter der ersten Verfilmung zurückbleibe. Doch die konzentrierte und ambitionierte Umsetzung mache ihn zu einem gelungenen Beispiel für die Neuinterpretation eines faszinierenden Klassikers und deutlich besser als die spätere, dritte Verfilmung DNA – Die Insel des Dr. Moreau.[11]
Nominierungen
Der Film war bei den Saturn-Award-Verleihung 1978 in fünf Kategorien nominiert: Bester Science-Fiction-Film, Beste Regie, Bestes Kostüm, Bestes Make-Up und Bester Hauptdarsteller (Michael York).
