Die Legende von Ochi
Film von Isaiah Saxon (2025)
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Die Legende von Ochi (Originaltitel The Legend of Ochi) ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 2025 des Regisseurs und Drehbuchautors Isaiah Saxon mit Helena Zengel, Finn Wolfhard, Emily Watson und Willem Dafoe. Premiere war am 26. Januar 2025 auf dem Sundance Film Festival 2025.[3]
| Film | |
| Titel | Die Legende von Ochi |
|---|---|
| Originaltitel | The Legend of Ochi |
| Produktionsland | Vereinigte Staaten |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Länge | 96 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen |
|
| Stab | |
| Regie | Isaiah Saxon |
| Drehbuch | Isaiah Saxon |
| Musik | David Longstreth |
| Kamera | Evan Prosofsky |
| Schnitt | Paul Rogers |
| Besetzung | |
| |
| → Synchronisation | |
Handlung
Das Mädchen Yuri wächst auf einer Insel im Schwarzen Meer auf, wo es neben Bären und Wölfen auch Ochis gibt. Die Ochis sind behaarte Kreaturen und werden von den Inselbewohnern gefürchtet und gejagt. Yuris Vater Maxim führt eine Jagdgruppe von jugendlichen Dorfbewohnern an, darunter sein Adoptivsohn Petro.
Yuri rettet einen jungen Ochi aus einem Tellereisen, nimmt ihn mit nach Hause und versorgt das verletzte Bein. Sie entschließt sich, ihn zu seiner Familie zurückzubringen. Obwohl Yuri einen Abschiedsbrief für ihren Vater hinterlässt, behauptet dieser gegenüber seiner Jagdgruppe, dass Yuri von den Ochis entführt wurde, und sie nehmen die Verfolgung auf.
In einem Supermarkt wird Yuri mit dem Ochi von einem Angestellten entdeckt. In Panik wird sie von dem Wesen in den Arm gebissen und dadurch vergiftet. Yuri flüchtet mit einem gestohlenen Fahrzeug. Nach einem Autounfall geht sie zu Fuß weiter und landet geschwächt bei einem Teich. Dort entdeckt sie, dass sie die Sprache der Ochis sprechen kann, bevor sie in ein Loch fällt. Ihre entfremdete Mutter Dasha rettet sie und behandelt sie mit Fledermausblut als Gegengift. Yuri glaubt, das Gift habe ihr das Verständnis der Ochi-Sprache ermöglicht, aber ihre Mutter erklärt, sie habe ihr diese schon als Baby beigebracht. Dasha warnt sie allerdings, dass die Ochis das Baby verstoßen könnten. Wütend macht sich Yuri allein auf den Weg.
Maxim taucht mit seiner Jagdgruppe bei Dashas Hütte auf. Zwischen den beiden kommt es zum Streit, weil er ihr die Hand abgehackt hatte, um ihr Leben zu retten, nachdem sie von einem Ochi gebissen worden war. Petro und die anderen finden ihre Karte des Ochi-Gebiets. Yuri und der Ochi werden bis vor die Höhle der Ochis von der Jagdgruppe verfolgt. In die Höhle folgt ihnen Maxim alleine. Dort wird er von umgestürzten Bäumen eingeklemmt. Yuri kehrt um und befreit ihn.
Sie erreichen schließlich das Refugium der Ochis. Einer der Jungen feuert einen Schuss ab, bevor Petro ihn entwaffnet. Die wütenden Ochis können durch Dashas Flötenmusik beruhigt werden. Sie hatte zuvor Höhlenmalereien entdeckt, die Menschen zeigen, die zur Kommunikation mit den Ochis Flöte spielen. Yuri bringt das Baby zu seiner Mutter zurück und Maxim und Petro beobachten, wie Yuri und Dasha sich umarmen.
Besetzung und Synchronisation
Die deutschsprachige Synchronisation übernahm die Cinephon. Dialogregie führte Hilke Flickenschildt, die auch das Dialogbuch schrieb.[4]
| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher[4] |
|---|---|---|
| Yuri | Helena Zengel | Helena Zengel |
| Maxim | Willem Dafoe | Reiner Schöne |
| Dasha | Emily Watson | Sabine Falkenberg |
| Ivan | Razvan Stoica | Melina Witez |
| Oleg | Carol Bors | Jasper Holdt |
| Pavel | Eduard Mihail Oancea | Jaron Müller-Schuch |
| Petro | Finn Wolfhard | Oliver Szerkus |
Produktion
Der Film wurde von Agbo Productions und Neighborhood Watch Production produziert, als Produzenten fungierten Richard Peete, Traci Carlson, Isaiah Saxon und Jonathan Wang. Den Vertrieb übernahm A24.[5][6]
Die Dreharbeiten fanden vom 1. November bis zum 15. Dezember 2021 in Rumänien statt, gedreht wurde in Siebenbürgen im Apuseni-Gebirge, am Bâlea-See und an der Transfogaraschen Hochstraße. Die Serviceproduktion in Rumänien übernahmen die Castel Film Studios.[7][8]
Die Kamera führte Evan Prosofsky, die Musik schrieb David Longstreth, die Montage verantwortete Paul Rogers. Das Szenenbild gestaltete Jason Kisvarday und das Kostümbild Elizabeth Warn.[6][3] Für Regisseur Isaiah Saxon, der zuvor Musikvideos unter anderem für Björk gedreht hatte, war der Film sein Spielfilmdebüt.[9] In den USA erhielt der Film ein PG-Rating.[10]
Veröffentlichung
Premiere war am 26. Januar 2025 auf dem Sundance Film Festival 2025.[3] In den USA war der Kinostart ursprünglich für den 28. Februar 2025 vorgesehen. Aufgrund der Waldbrände in Südkalifornien im Januar 2025, bei denen Isaiah Saxon sein Zuhause verlor, wurde der Kinostart auf den 25. April 2025 verschoben.[5]
Der deutsche Kinostart war am 1. Mai 2025.[11][9] Auf Blu-ray erschien die Produktion am 28. August 2025.[12] Am 6. März 2026 wurde der Film in das Angebot von HBO Max aufgenommen.[13]
Musik
Soundtrack von David Longstreth[14]
- Prelude
- The Library
- The Hunt
- Yuri Walks Across Town
- The Barn
- Checking the Traps
- You’re Not Like They Say
- Please Feed My Caterpillars
- I Am Strong and Cool
- The Dawn of Yuri's Quest
- Kurkamart
- Get Out of My Car
- Petro on Horseback
- The Pond
- I Can Talk to You!
- Wood Block Ceremony
- Maxim Closing In
- Joy, Pain, Excitement, Fear
- The Showdown
- Yuri and Young Ochi Reunion
- Campfire
- Boy Whistles
- The River
- Action at the River
- Cavemouth
- The Caves
- Use My Axe
- The Shrine (Introduction)
- Ochisong Exaltation
- The Shrine (Finale)
- End Credits
- Through the Long and Lonely Night (The Legend of Ochi)
Rezeption
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | 75 %[15] |
| Metacritic (Metascore) | 67/100[16] |
Janick Nolting vergab auf filmstarts.de vier von fünf Sternen. Es sei unglaublich, was mit einem Budget von nur etwa zehn Millionen Dollar auf die Leinwand gebracht wurde. Isaiah Saxon erzähle eine zeitlose Abenteuergeschichte über das Verhältnis des Menschen zur Natur und über Gewalt gegenüber dem Fremden. Die Produktion sei dabei vor allem tricktechnisch eine Augenweide und einer der stärksten Familienfilme der letzten Jahre.[17]
Laut Chris Schinke (blickpunktfilm.de) habe der Film Kultpotenzial, mit einem erzählerischen, vor allem aber visuellen Einfallsreichtum, den es im Kino schon lange nicht mehr zu sehen gegeben habe. Gemeinsam mit Kameramann Evan Prosofsky und Szenenbildner Jason Kisvarday sei Regisseur Saxon ein kleines Gesamtkunstwerk voller nostalgischem Charme und gestalterischem Eigensinn inklusive unverkennbarer 80s-Vibes und Zitate gelungen.[18]
Dani Maurer (4 von 6 Sternen) schrieb auf outnow.ch, dass die herzige Geschichte auf etwas entfernten Spuren von E.T. – Der Außerirdische wandle, aber nicht an dessen Qualität herankomme. Müsse er aber auch nicht, denn Regisseur Saxon setze nicht auf Action oder Slapstick, sondern nehme uns mit auf eine gefühlvolle und schon fast intim anmutende Reise, die er mit prächtigen Bildern und Tönen unterstreiche.[19]
Birgit Roschy (3 von 5 Sterne) kritisierte die Produktion auf epd-film.de als schlampig vernähtes Patchwork aus interessanten Ideen und Bildern. In seinen kuriosen Details erinnere es an Spike Jonze und Michel Gondry. Die handgemachte Ästhetik bebildere eine Art überladenes Märchen.[20]
Maxime Maynard bezeichnete den Streifen auf cineman.ch als Werk voller nostalgischer Stimmung und visueller Schönheit. Auch wenn die Geschichte wenig Überraschungen bereithalte, nehme der Film sein Publikum mit auf eine beeindruckende Reise voller Gefühl und Fantasie.[21]
Oliver Armknecht bewertete den Film auf film-rezensionen.de mit sieben von zehn Punkten. Das Fantasyabenteuer erzähle grundsätzlich eine altbekannte Geschichte, verbunden mit einer simplen ökologischen Botschaft. Dies geschehe aber mit schrägem Humor und einer wahnsinnigen Optik, die dazu einlade, gemeinsam in dem seltsam entrückten Wunderwald verlorenzugehen.[22]
Weblinks
- Die Legende von Ochi bei IMDb
- Die Legende von Ochi in The Movie Database
- Die Legende von Ochi bei Rotten Tomatoes (englisch)
- The Legend of Ochi auf a24films.com