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Die Pichelsteiner

deutsche Comic-Serie im Kauka Verlag From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Pichelsteiner ist eine deutsche Comicserie, kreiert und hauptsächlich erschienen im Kauka Verlag von 1966 bis 1988. Entwickelt und gezeichnet wurde die Serie maßgeblich von Riccardo Rinaldi.[1] Der Name leitet sich von einem Eintopfgericht ab und wurde auf Vorschlag von Monika Achtelik, Redakteurin von Lupo modern, gewählt.[2]

Die erste Geschichte erschien in Lupo modern Nr. 19/1966, die vorerst letzte (im Kauka Verlag veröffentlichte) 1974 in Fix und Foxi Extra Nr. 28. Die weitaus meisten Episoden erschienen allerdings von 1971 bis September 1974 im Comic-Magazin Primo. Eine weitere Folge wurde 1976 in der Zack-Parade Nr. 16 des Koralle-Verlags abgedruckt.[2] Danach kam es im Wesentlichen nur noch zu einer Reihe von Nachdrucken in diversen Publikationen zumeist unter dem Kauka-Label sowie zu einer allerletzten Originalveröffentlichung 1982 im Rolf Kauka Gold Comic Buch Nr. 8, gezeichnet vom Spanier Josep Martí i Capell alias Marti.

Erzählt werden die humoristischen Abenteuer einer Steinzeitfamilie (Opa Archibald, die starken Brüder Neo[lith] und Theo[lith], die schöne Petra und der kleine und schlaue Flint), die sich mit einer zum Teil anachronistischen Tierwelt (Dinosaurier) auseinandersetzen muss.

Die Serie war als Ersatz für Siggi und Babarras, der ersten, sehr freien deutschen Übersetzung von Asterix, konzipiert, nachdem Kauka die Rechte an dieser Serie entzogen worden waren. Folglich wurden Die Pichelsteiner als Vorfahren von Siggi und Babarras den Lesern vorgestellt.[2]

1988 sollte die Serie für Fix und Foxi reaktiviert werden, ein Streit um das Urheberrecht zwischen Rolf Kauka und Riccardo Rinaldi verhinderte dies jedoch.[2]

Im Februar 2026 erschien bei Kult Comics der erste Band einer geplanten Reihe Pichelsteiner Integral, einer Gesamtausgabe aller Episoden der Steinzeitsippe, die dem Vernehmen nach auf 1326 Seiten angelegt ist. Band 1 enthält auf 232 Seiten sämtliche Geschichten aus der ersten Phase von 1966 bis 1968 nebst einiger Zusatzillustrationen und Begleittexte.

Literatur

  • Die Sprechblase – Das große Comic-Magazin Nr. 183, 27. Jahrgang (Februar 2002). Darin: Kauka-Spurensuche von Peter Wiechmann – Von Asterix bis Fritze Blitz … und weiter zu den Pichelsteinern und den Teutonen, S. 30–37.
  • Die Sprechblase – Das große Comic-Magazin Nr. 192, 28. Jahrgang (August 2003). Darin: Kauka-Spurensuche von Peter Wiechmann mit autobiografischem Bericht von Riccardo Rinaldi, S. 30–33.
  • Pichelsteiner Integral 1: Die Anfänge 1966 – 1968; Kult Comics, Leipzig 2026, ISBN 978-3-96430-430-8

Einzelnachweise

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