Die Siedler IV

Computerspiel aus dem Jahr 2001 From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Siedler IV ist ein Aufbauspiel, entwickelt und veröffentlicht von Blue Byte. Es wurde am 15. Februar 2001 für Microsoft Windows veröffentlicht und ist das vierte Spiel der Die-Siedler-Reihe.[2] Am 11. Dezember 2001 erschien die Erweiterung Die Trojaner und das Elixier der Macht.[3] Am 28. März 2002 erschien eine Goldedition inklusive der Erweiterung.[4] Am 28. November 2002 erschien die Erweiterung Die neue Welt.[5] Am 20. November 2003 erschien das Community Pack mit von Fans erstellten Karten und Kampagnen.[6]

PublisherBlue Byte
Leitende EntwicklerHans-Jürgen Brändle
KomponistHaiko Ruttmann[1]
Schnelle Fakten Entwickler, Publisher ...
Die Siedler IV
Zählt zur Reihe Die Siedler
Entwickler DeutschlandDeutschland Blue Byte
Publisher Blue Byte
Leitende Entwickler Hans-Jürgen Brändle
Komponist Haiko Ruttmann[1]
Veröffentlichung 15. Februar 2001
Plattform Windows
Genre Aufbauspiel
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler per LAN und Internet
Medium 1 CD
Sprache Deutsch
Altersfreigabe
USK
USK ab 12 freigegeben
USK ab 12 freigegeben
PEGI
PEGI ab 7 Jahren empfohlen
PEGI ab 7 Jahren empfohlen
PEGI-Inhalts­bewertung Gewalt
Information PEGI-Einstufung für die History Edition
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2018 wurde sie als Die Siedler IV: History Edition von Ubisoft neu aufgelegt.[7]

Spielprinzip

Das Spiel ist nahezu identisch zum Vorgänger Die Siedler III. Alle Völker bekämpfen hierbei gemeinsam einen Gegner, der die Spielwelt unfruchtbar macht. Mit Hilfe von Gärtnern kann dies wieder rückgängig gemacht werden. Zu den Fähren und Frachtern des Vorgängers kommen nun Kriegsschiffe. Mit der zweiten Erweiterung erhalten kuriose Einheiten wie der Katapultrucksack-Träger und ein fliegender Manakopter-Truppentransporter Einzug.[7] Für die Serie typisch muss zunächst stets eine funktionierende Warenwirtschaft aufgebaut werden.[8] Neu war ein friedlicher Wirtschaftsmodus, bei dem der Spieler mit mehr Waren gewinnt sowie ein Koop-Modus gegen einen übermächtigen Computergegner.[9]

Entwicklung

Serienschöpfer Volker Wertich war an dem Spiel nicht beteiligt, da er den Zeitplan, ein neues Spiel bereits Weihnachten 2000 zu veröffentlichen, für unrealistisch hielt.[10] Das Spiel wurde zunächst auf Januar 2001 verschoben.[11] Ein geplanter Betatest mit den Fans wurde abgesagt.[12] Entwickler Blue Byte befand sich zum Veröffentlichungszeitpunkt mitten in der Übernahme durch Ubisoft. Trotz Verschiebungen der Veröffentlichung enthielt das Spiel zahlreiche kritische Fehler. Das Forum wurde abgeschaltet.[13] Am 15. Februar 2001 erschien das Spiel im deutschsprachigen Raum.[14] Noch am Tag der Erscheinung wurde ein Patch nachgereicht.[15] Noch in der nächsten Woche wurden weitere Fehlerbehebungen und der Mehrspielermodus nachgereicht.[9] Die internationale Veröffentlichung wurde aufgrund von Problemen bei der Qualitätssicherung auf den 29. März verschoben.[16]

Projektleiter Benedikt Grindel gab Jahre später zu, dass das Release zu viele Programmfehler enthielt und zu wenig Innovation bot.[17] Er machte klar, dass das damalige Spiel den aktuellen internen Qualitätsanforderungen nicht genügen würde.[18]

Rezeption

Weitere Informationen Metawertungen, Datenbank ...
Metawertungen
DatenbankWertung
GameRankings70,59 %[19]
Metacritic74/100[20]
Wertungsspiegel
PublikationWertung
4Players80 %[8]
PC Games77 % → 85 %[21]
PC Player85 %[22]
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Grafisch böte das Spiel kaum Neues, da die Grafik nur im Detail verbessert wurde. Sie sei nicht mehr zeitgemäß und oft zu bunt. Der im Vergleich zum Vorgänger neue Zoom sei misslungen und spielerisch sinnlos. Die Animationen seien gelungen und die Videosequenzen gut gemacht. Der Sound sei gelungen.[8] Sowohl bei den Figuren als auch in den Menüs fehle die Übersicht. Die KI-Gegner schummeln und seien trotzdem keine Herausforderung. Die Änderungen am Wirtschaftssystem seien für alteingesessene Fans der Serie ein Kritikpunkt.[13] Für PC Player sei das Spiel ein Klon seines Vorgängers. Es existieren keine echten Neuerungen. Vor den zahlreichen Bugs wurde gewarnt.[22] PC Games änderte seine Wertung von 77 % nach Erscheinen der Patches auf 85 %.[21] Das Spiel polarisierte die Stammspielerschaft.[23]

Absatz

Das Spiel war ein kommerzieller Erfolg. 2001 war es das meistverkaufte Spiel, welches in Deutschland entwickelt wurde.[24] Bis August 2002 wurden 300.000 Kopien in Deutschland verkauft.[18]

Auszeichnungen

Im Februar 2002 erhielt Die Siedler IV den Platin Award des VUD.[25]

Erweiterungen

Die Trojaner und das Elixier der Macht

Weitere Informationen Wertungsspiegel, Publikation ...
Wertungsspiegel
PublikationWertung
4Players82 %[26]
GameStar87 %[27]
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Die Erweiterung fügt mit den namensgebenden Trojanern ein neues Volk ein. Das aus Die Siedler 2 bekannte Beobachtungsfenster wird erneut eingeführt. Die 28 Missionen seien gut ausgedacht und setzen intensiv Skript-Ereignisse ein.[27] An dem schwachen Hauptteil können jedoch auch die Neuerungen wenig ausrichten.[28]

Die neue Welt

Mit dem zweiten Addon wurden neue Karten und Landschaftstexturen eingefügt.[29] Es stellte den Abschluss der zweidimensionalen Siedler-Serie dar.[30] Die Neue Welt ist dabei der amerikanische Kontinent.[31]

Community Pack

Weitere Informationen Wertungsspiegel, Publikation ...
Wertungsspiegel
PublikationWertung
Gamezone7,2/10[32]
GBase6.5[33]
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Der Fokus des von Fans erstellten Addon liegt auf historischen Schlachten. Mit den Römern erlebt man die punischen Kriege, muss dabei zum Beispiel Messana vor Hieron II. von Syrakus retten oder begibt sich auf das karthagische Festland. Als Trojaner kämpft Alexander der Große gegen Dareios III. und dessen Volk. Es gilt die Stadt Tyras einzunehmen und seinen Feldzug in Richtung Babylon weiterzuführen. Die Wikinger versuchen dagegen England einzunehmen. Im 2. Jahrhundert beginnt der Kampf auf der Insel, bei dem man unter anderem auch den Hafen von Ethel einnehmen soll. Als Anführer der Huaxteken beginnt man einen Rachefeldzug gegen die feindlichen Inquisitoren.[32]

Kritiker bemängelten, die Erweiterung böte außer Karten keine Neuerungen. In Tests wurde aber gelobt, dass selbst die nach kuriosen Motiven gestalteten Karten, beispielsweise ein zähnefletschendes Monster, wirklich allesamt gut aussehen und die Verteilung der Rohstoffe stets ausgewogen sei. Angesichts des beachtlichen Umfangs der Kartensammlung sei der Preis einigermaßen akzeptabel.[32]

Einzelnachweise

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