Die Toten vom Bodensee – Schicksalsrad
deutsch-österreichischer Fernsehfilm (2026)
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Die Toten vom Bodensee – Schicksalsrad ist ein deutsch-österreichischer ORF/ZDF-Fernsehfilm von Regisseurin Patricia Frey aus dem Jahr 2026 mit Matthias Koeberlin, Anna Werner Friedmann und Hary Prinz. Dies ist der 24. Film der Krimireihe Die Toten vom Bodensee.[2][3]
| Folge 24 der Reihe Die Toten vom Bodensee | |
| Titel | Schicksalsrad |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland, Österreich |
| Originalsprache | Deutsch |
| Länge | 90 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | Rowboat Film- und Fernsehproduktion, Graf Filmproduktion GmbH |
| Regie | Patricia Frey |
| Drehbuch | Jeanet Pfitzer, Frank Koopmann, Roland Heep |
| Produktion | Sam Davis, Klaus Graf, Kim Fatheuer, Livia Graf-Bechler |
| Musik | Christopher Bremus |
| Kamera | Lukas Gnaiger |
| Schnitt | Nils Landmark |
| Premiere | 12. Jan. 2026 auf ORF 2 |
| Besetzung | |
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| → Episodenliste | |
Im Schattenreich → | |
Handlung

Micha Oberländer und Mara Eisler werden zum jährlich stattfindenden Bregenzer Jahrmarkt gerufen, wo die erstochene Leiche einer 19-Jährigen in einer Gondel des Riesenrads von Bruno Kurka gefunden wurde. Von den Schaustellern, darunter die Wahrsagerin Peggy Renoldi und deren Sohn Gino, will die Tote niemand gekannt haben. Der Jahrmarkt wird in der Nacht vom Sicherheitsdienst Breg Protect überwacht. Dominic Wimmer ist tagsüber am Hof seiner Eltern tätig, in der Nacht arbeitet er für den Sicherheitsdienst.
Laut Gerichtsmediziner Egger wurde das Opfer mit einem Schraubendreher erstochen und war in der elften Woche schwanger. Ein Chip zur Essenszahlung bei der Toten führt die Ermittler zum Johann-Baptist-Gymnasium. Vom Mathe- und Physiklehrer Sascha Burgstaller wird sie als Lorena Meloyan identifiziert. Schulleiterin ist dessen Frau Romy. Von Sascha erfahren die Ermittler, dass Lorena illegal aus Armenien eingewandert war und seit zwei Jahren unter den Schaustellern lebte. Das Mordopfer war eine begabte Mathematikschülerin, hätte in diesem Jahr maturiert und wollte Mathematik studieren. Bruno Kurka gibt zu, dass Lorena und ihr Vater für ihn gearbeitet hatten. Ihr Vater ist vor sechs Monaten an einem Herzinfarkt gestorben.
Peggy Renoldi hatte Lorena am Vortag die Karten gelegt, darunter befand sich das Schicksalsrad. Doren Zaminski betreibt eine Reiseagentur für Reisen in den Kaukasus. Lorenas Freund Gino wirft ihr basierend auf ihren Aufzeichnungen vor, Lorena und ihren Vater für 8000 Euro plus Zinsen nach Österreich geschleust zu haben und Lorena umgebracht zu haben, weil sie ihr gedroht hatte, sie auffliegen zu lassen. Nachdem bei Zaminski Reisepässe gefunden werden, gesteht sie, Menschen nach Österreich und Deutschland geschleust zu haben. Laut Zaminski soll Lorena in der Vorwoche ihre restlichen Schulden von 5000 Euro bei ihr beglichen haben.
Gino und Lorena wollten heiraten, allerdings war er nicht der Vater ihres Kindes. Außerdem hatte sie laut Bruno Kurka einen Abrechnungsfehler zu seinen Ungunsten in den Finanzen des Riesenrads entdeckt. Tassilo Kurka war vor knapp drei Monaten mit Lorena auf einer Exkursion in Frankfurt, die Schausteller vermuten daher, dass er der Vater von Lorenas Kind war. Tassilo war zur Tatzeit mit Dominic Wimmer in der Geisterbahn, die beiden sind ein Paar, nur Lorena wusste darüber Bescheid. Tatsächlich war Sascha Burgstaller der Vater des Kindes, die 5000 Euro für Zaminski stammten von ihm. Er wollte seine Frau für Lorena verlassen. Romy Burgstaller behauptet, nicht gewusst zu haben, dass Lorena von ihrem Mann schwanger war.
Die Spurensicherung findet bei Peggy Renoldi die Tatwaffe, einen Schraubendreher, eingewickelt in ein Tuch und mit der DNA von Zaminski. Deren Büro wird ebenfalls vom Sicherheitsdienst Breg Protect überwacht. Wimmer gesteht, den Schraubendreher versteckt zu haben. Mit dem Mord an Lorena will er nichts zu tun haben. Wimmer und Tassilo Kurka wollen eine Bar in Wien eröffnen, Sascha Burgstaller hatte für deren Kredit gebürgt. Wimmer hatte Sascha mit der Tatwaffe am Tatort gesehen und ihn erpresst. Lorena hatte Burgstaller gesagt, dass sie nur des Geldes wegen mit ihm geschlafen hatte. Sascha Burgstaller wird schließlich von der Polizei festgenommen.
Produktion und Hintergrund
Die Dreharbeiten zu Schicksalsrad (Arbeitstitel Teufelstanz)[4] fanden gemeinsam mit dem 25. Teil Im Schattenreich und dem 26. Teil Himmelskind am Bodensee und Umgebung statt. Neben wiederkehrenden Drehorten wie dem Polizeipräsidium in Lauterach (ehemaligen Büroräume einer Baugesellschaft) wurde hauptsächlich beim sogenannten Bregenzer Frühlingsfest gedreht, einem jährlich im Mai stattfindenden Volksfest. Ein weiteres Motiv war das Bundesgymnasium Gallusstraße.[5][6]
Produziert wurde der Film von der Graf Filmproduktion GmbH und Rowboat Film- und Fernsehproduktion, beteiligt waren der Österreichische Rundfunk und das Zweite Deutsche Fernsehen.
Die Kameraarbeit verantwortete Lukas Gnaiger, die Musik schrieb Chris Bremus, die Montage übernahm Nils Landmark und das Casting Judith Limberger. Den Ton gestaltete Hjalti Bager-Jonathansson, das Szenenbild Michaela Weniger, das Kostümbild Heike Werner und die Maske Birgit Beranek zusammen mit Ariane Gmeiner.[2][4]
Veröffentlichung
Auf ORF ON wurde der Film am 11. Jänner 2026 veröffentlicht, die Erstausstrahlung auf ORF 2 erfolgte am Folgetag.[3][7]
Auf ZDF.de war die Veröffentlichung ursprünglich für den 21. Januar 2026 geplant, die Erstausstrahlung im ZDF war für den 26. Januar 2026 vorgesehen.[4][2] Nach einer kurzfristig erfolgten Programmänderung wurde stattdessen die 18. Folge Atemlos (2024) wiederholt.[8][9] Neuer Sendetermin wurde der 13. April 2026.[10]
Rezeption
Kritiken
Tilmann P. Gangloff meinte auf evangelisch.de, dass die Geschichte in vielerlei Hinsicht dem handelsüblichen Krimigeschehen entspreche, aber das Jahrmarktumfeld sorge für reizvolle Nebenebenen. Für heitere Abwechslung sorgten die Dialoge zwischen den Mitgliedern des Ermittlungs-Teams.[11]
Oliver Armknecht vergab auf film-rezensionen.de vier von zehn Punkten. Das Setting des Jahrmarkts sei nett, werde aber zu wenig genutzt. Auch beim Fall an sich und den zwischenmenschlichen Beziehungen sei das nicht genug, weshalb der Krimi insgesamt langweile.[12]
Einschaltquoten
Die Erstausstrahlung auf ORF 2 am 12. Jänner 2026 wurde von bis zu 738.000 und durchschnittlich 685.000 Personen verfolgt bei einem Marktanteil von 25 Prozent.[13]
Die deutsche Erstausstrahlung am 13. April 2026 im Programm des ZDF wurde von 6,11 Millionen Zuschauern gesehen, der Marktanteil betrug 25,9 Prozent.[14]
Weblinks
- Die Toten vom Bodensee – Schicksalsrad bei IMDb
- Die Toten vom Bodensee – Schicksalsrad auf Letterboxd
- Die Toten vom Bodensee – Schicksalsrad bei crew united
- Die Toten vom Bodensee – Schicksalsrad auf der Website der Rowboat Film- und Fernsehproduktion GmbH
- Die Toten vom Bodensee – Schicksalsrad bei Fernsehserien.de
- Die Toten vom Bodensee – Schicksalsrad auf ORF ON
- Die Toten vom Bodensee – Schicksalsrad auf ZDF.de