Die weißen Blätter

ehemals Monatsschrift, die in ihrem Erscheinungszeitraum von 1913 bis 1920 zu einer der wichtigsten Zeitschriften des literarischen Expressionismus wurde From Wikipedia, the free encyclopedia

Die weißen Blätter waren eine Monatsschrift, die in ihrem Erscheinungszeitraum von 1913 bis 1920 zu einer der wichtigsten Zeitschriften des literarischen Expressionismus wurde.

Schnelle Fakten
Die weißen Blätter
Beschreibung deutschsprachige Zeitschrift
Verlag diverse
Erstausgabe 1913
Einstellung 1920
Erscheinungsweise monatlich
Herausgeber Erik-Ernst Schwabach, René Schickele
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Editionsgeschichte

Die weißen Blätter wurden von 1913 bis 1915 von Erik-Ernst Schwabach im Leipziger Verlag der weißen Bücher herausgegeben. 1915 übernahm René Schickele die Herausgabe. Von 1916 bis 1917 gab der Verlag Rascher in Zürich die Zeitschrift heraus, 1918 der Verlag der weißen Blätter in Bern, von 1919 bis 1920 publizierte Paul Cassirer die Zeitschrift in Berlin.[1]

Zu Beginn des Jahres 1937 trug sich René Schickele vorübergehend mit dem Plan, die Zeitschrift zu erneuern.[2]

Ausrichtung

In der Rückschau George Grosz’ waren die weißen Blätter „ein intellektuelles Magazin mit pazifistischer Tendenz, das verschleiert gegen den Krieg und für Völkerverständigung eintrat.“ Auch während des Ersten Weltkriegs wurden Texte von Ausländern aus Nationen veröffentlicht, mit denen sich Deutschland im Krieg befand.[3] Eine Ankündigung der Zeitschrift aus dem Jahr 1913 beschrieb:

„Wie sich die ältere Generation in der Neuen Rundschau ausspricht, so sollen die weißen Blätter das Organ der jüngeren Generation sein […]. Die weißen Blätter werden bei aller Lebendigkeit und Aufmerksamkeit auf das, was in unserer Zeit eigentümlich ist, ihre Leser doch nur mit dem Fertigen und Gelungenen bekannt machen. Die weißen Blätter werden an keinem Gebiete des heutigen Lebens ohne Stellungnahme vorbeigehen. Sie wollen nicht nur der künstlerische Ausdruck der neuen Generation sein, sondern auch ihr sittlicher und politischer.“[4]

Laut einer Rezension Hermann Hesses aus dem Jahr 1915 publizierte in der Zeitschrift die „frischeste, stürmischste literarische Jugend“, die „literarische Zukunft Deutschlands“.[5]

Mitarbeiter

Literatur

  • Sven Arnold: Das Spektrum des literarischen Expressionismus in den Zeitschriften „Der Sturm“ und „Die Weissen Blätter“. Peter Lang, Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-631-33549-0.
Wikisource: Die weißen Blätter – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

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