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Diego Gregorio Cadello

italienischer Kardinal From Wikipedia, the free encyclopedia

Diego Gregorio Cadello (* 1. März 1735 in Cagliari; † 5. Juli 1807 ebenda) war ein italienischer Kardinal der Römisch-katholischen Kirche und Erzbischof von Cagliari.

Diego Gregorio Cadello

Leben

Diego Gregorio Cadello wurde am 1. März 1735 in Cagliari als Sohn des angesehenen Juristen Francesco Ignazio Cadello, aus der Adelsfamilie der Marchesi di San Sperate, und seiner Cousine Angela Cadello geboren.[1] Sein älterer Bruder Saturnino Cadello war Professor und anschließend Rektor der Universität Cagliari.[2]

Er erwarb das Doktorat in utroque iure an der Königlichen Universität Cagliari und empfing 1758 die Priesterweihe; anschließend wurde er zum Kanoniker und Generalvikar ernannt. Im Jahr 1781 vertrat er den Erzbischof Vittorio Filippo Melano bei den Begräbnisfeierlichkeiten für Ignazio da Laconi. Ab 1788 war er Dekan des Metropolitankapitels.[3]

Im Jahr 1798 wurde er als Kapitularvikar von Cagliari zum Erzbischof seiner Heimatstadt gewählt; in der Ernennungsbulle lobte Pius VI. auf Vorschlag von König Karl Emanuel IV. die herausragenden Tugenden und Verdienste des Kandidaten.[1] Am 27. Mai 1798 empfing er durch Giuseppe Domenico Porqueddu, den Bischof von Iglesias, die Bischofsweihe.

1799 empfing er das Haus Savoyen auf der Flucht aus Piemont vor den revolutionären französischen Heeren. Als der Papst von diesen verhaftet und ins Exil gezwungen worden war, wurde Cadello mit der Wahrnehmung der laufenden Geschäfte des Heiligen Stuhls auf Sardinien betraut.[1] Im Jahr 1800 ordnete die Regierung die Erfassung aller Güter, einschließlich der kirchlichen Besitztümer an, um den Dienst der Barracelli zu stärken; viele Geistliche verweigerten unter Berufung auf jahrhundertealte Privilegien die Erfassung. Cadello erließ ein Rundschreiben, dass es dem Klerus gut täte – und er im Gewissen verpflichtet sei –, die staatlichen Vorschriften zu befolgen, wenn es um das Gemeinwohl gehe.[1]

Im Verlauf seines Episkopats führte er nicht nur Pastoralvisitationen in seiner Diözese, sondern auch in den ihr angegliederten Diözesen Iglesias und Ogliastra.[1]

Pius VII. erhob ihn auf Vorschlag des neuen Königs Viktor Emanuel I. im Konsistorium vom 17. Januar 1803 zum Kardinalpriester; er erhielt keinen Kardinalstitel. Am 27. März empfing er das Birett vom Apostolischen Legaten Lorenzo Pamphili.

Er starb am 5. Juli 1807 im Alter von 72 Jahren im Amt und hinterließ sein gesamtes Vermögen dem Seminar seines Bistums.[1]

Literatur

  • Alberto Pala: I vescovi di Cagliari. In: L’eco della Primaziale, Nr. 27 und 28, Juli 2012.
  • Pasquale Tola: Dizionario biografico degli uomini illustri di Sardegna ossia Storia della vita pubblica e privata di tutti i Sardi che si distinsero per opere, azioni, talenti, virtù e delitti. Bd. I. Chirio e Mina, Turin 1837, S. 255–259. (Neuausgabe hrsg. von Manlio Brigaglia. Ilisso, Nuoro 2001.)
  • Raimondo Turtas: Storia della Chiesa in Sardegna. Dalle origini al 2000. Città Nuova, Rom 1999.
Commons: Diego Gregorio Cadello – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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