Dieter Neitzert

deutscher Historiker und emeritierter Hochschullehrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Dieter Neitzert (geboren 4. August 1932; gestorben 27. Juni 2026[1][2]) war ein deutscher Historiker und Hochschullehrer.

Leben

Dieter Neitzert studierte in der Nachkriegszeit an der Universität Göttingen und lebte ab 1959 im Historischen Colloquium, einem selbstverwalteten Wohnheim.[3] Nach langer Tätigkeit in der Lehrerausbildung an der Pädagogischen Hochschule Göttingen wirkte Neitzert von 1988[4] bis Ende der 1990er Jahre als akademischer Oberrat[5] am Institut für Historische Landesforschung der Universität Göttingen[6] und prägte dort „Generationen von Geschichtsstudenten“.[7] Seine Arbeitsgebiete waren das Spätmittelalter und die Frühe Neuzeit.[7] 1991 wurde er mit seiner Dissertation Die Stadt Göttingen führt eine Fehde 1485/86. Untersuchung zu einer Sozial- und Wirtschaftsgeschichte von Stadt und Umland bei Ernst Schubert zum Dr. phil. promoviert.[8]

Dieter Neitzert war seit 1978[4] Mitglied im Geschichtsvereins für Göttingen und Umgebung und wurde noch im selben Jahr 1978[9] in dessen Beirat berufen. Von 1993 bis 2004 war er Vorsitzender,[10] wurde 2008 Ehrenmitglied[11] und war bis 2019 im Redaktionsausschuss (davon 1997–2007 leitend[4]) des vom Verein herausgegebenen Göttinger Jahrbuchs.[12]

Schriften (Auswahl)

(Veröffentlichungen von Dieter Neitzert, auf der Website des Instituts für Historische Landesforschung, abgerufen am 11. Juli 2026)

Als Autor

  • Der Lehrer als Büttel. Zur Geschichte des öffentlichen Strafvollzuges im Königreich Hannover. In: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte, Jg. 49, 1977, S. 249–264 (Digitalisat auf historische-kommission.niedrsachsen.de, abgerufen am 1. März 2026).
  • Bürgerrecht und Ratsgewalt. Der Prozeß des Paul von Brakel gegen die Städte Göttingen und Frankfurt (1420–1430). In: Göttinger Jahrbuch, Bd. 29 (1981), S. 125–172.
  • Wilhelm Kircher aus Konstanz. Ein Jurist auf dem Basler Konzil. In: Staat und Gesellschaft in Mittelalter und früher Neuzeit. Gedenkschrift für Joachim Leuschner. Hrsg. Historisches Seminar der Universität, Redaktion Katharina Colberg, Hans-Heinrich Nolte, Herbert Obenaus. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1983, S. 119–134.
  • Die Stadt Göttingen führt eine Fehde 1485/86. Untersuchung zu einer Sozial- und Wirtschaftsgeschichte von Stadt und Umland (= Veröffentlichungen des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen, Bd. 30) (zugleich: Dissertation, 1991, Universität Göttingen). Lax, Hildesheim 1991, ISBN 978-3-7848-3660-7 (Inhaltsverzeichnis).
  • (mit Peter Aufgebauer, Helga-Maria Kühn): Göttingen im Dritten Reich. Stadtarchiv Göttingen, Göttingen 1994.
  • Göttinger Boten und Gesandte. Reichweite und Intensität städtischer Kommunikation zwischen 1400 und 1450 (= Göttinger Forschungen zur Landesgeschichte. Bd. 22). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2019, ISBN 978-3-7395-1202-0.

Als Herausgeber

Literatur

Einzelnachweise

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