Dieter Schlingloff
deutscher Indologe
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Leben
Nach dem Abitur 1944/1946 in Eschwege studierte er von 1947 bis 1952 in Göttingen Theologie, Vergleichende Religionswissenschaft, Indologie und Iranistik. 1953 wurde er dort zum Dr. phil. promoviert. Von 1953 bis 1961 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Orientforschung der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Im Jahr 1961 habilitierte er sich in Berlin und von 1962 bis 1968 war er Privatdozent in Göttingen. Von 1968 bis 1971 war er ordentlicher Professor in Kiel und dort Direktor des Instituts für Indologie. Von 1972 bis 1996 war er Universitätsprofessor in München und Vorstand des Seminars für Indologie und Iranistik. Seit 2005 ist er Honorarprofessor am Institut für Indologie und Zentralasienwissenschaften in Leipzig.[1]
Seine Fachgebiete sind buddhistische Sanskrit-Literatur, altindische Kunst- und Kulturgeschichte. Er forscht zu Wandmalereien in Ajanta.
Schriften (Auswahl)
- Buddhistische Stotras aus ostturkistanischen Sanskrittexten. Berlin 1955, OCLC 250713724.
- Chandoviciti. Texte zur Sanskritmetrik. Berlin 1958, OCLC 731045225.
- Der Heilsweg des Mönchstums. Berlin 1962, ISBN 978-3-1100-6091-1.
- Die Religion des Buddhismus. 2 Bände. De Gruyter, Berlin 1962–1963.
- Die altindische Stadt. Eine vergleichende Untersuchung. Mainz 1969, OCLC 470871177.
- Erzählende Wandmalereien. 3 Bände (= Ajanta. Band 1). Harrassowitz, Wiesbaden 2000, ISBN 3-447-04248-6.
- Die Übermenschlichen Phänomene. Visuelle Meditation und Wundererscheinung in buddhistischer Literatur und Kunst. Ein religionsgeschichtlicher Versuch. München 2015, ISBN 3-86205-340-7.
Literatur
- Eli Franco, Monika Zin (Hrsg.): From Turfan to Ajanta. Festschrift for Dieter Schlingloff on the occasion of his eightieth birthday. Lumbini International Research Institute, Bhairahawa 2010, ISBN 978-9937-553-02-5.
- Schlingloff, Dieter. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1082.
Weblinks
- Dieter Schlingloff – Universität Leipzig
- Offizielle Homepage