Dieter Sperl

österreichischer Schriftsteller und Verleger From Wikipedia, the free encyclopedia

Dieter Sperl (geboren am 22. Juni 1966 in Wolfsberg, Kärnten[1]) ist ein österreichischer Autor von experimenteller und konzeptueller Literatur, Hörstücken und Textinstallationen und Herausgeber.

Dieter Sperl (2026)

Leben

Sperl wuchs in Zeltweg im steirischen Murtal auf und studierte Germanistik und Philosophie an der Universität Graz.[2][3] Von 1989 bis 1993 war er Mitherausgeber der Grazer Literaturzeitschrift Perspektive und von 1992 bis 2000 war er Herausgeber der literaturtheoretischen Reihe Edition Gegensätze. Seit 2012 ist er Herausgeber der Zeitschrift Flugschrift – Literatur als Kunstform und Theorie, deren Inhalt eine Mischung aus Texten eines Autors in meist ungewöhnlicher Typografie (zum Beispiel Handschrift), gemischt mit Grafiken und verfremdeten Fotografien ist.

2018 „gründete“ Sperl den Buddha Fight Club („kämpfen ohne zu kämpfen“). 2022 wurde sein Monodrama Playing Trump (Komposition Bernhard Lang) an der Hamburgischen Staatsoper uraufgeführt. 2025 folgte Die Kreide im Mund des Wolfs (Komposition Gordon Kampe).[4]

Zuletzt erschienen An so viele wie mich (2022), eine Sammlung literarischer Traumnotizen[5], und die Textcollage Vom Festhalten und Loslassen der Welt in Jahreszeiten (2026)[6]. Sperl lebt in Wien.[1]

Auszeichnungen

Veröffentlichungen

Bücher
Textinstallationen und Fotoarbeiten
  • mit Paul Pechmann und Helmut Leitner: wenn die landschaft aufhört (Literatur-Environment; singuläres, zufallsgeneriertes Sampling aus 45! Kombinationsmöglichkeiten), im Rahmen der Steirischen Landesausstellung comm.gr2000az Schloss Eggenberg, 5. Mai – 26. Oktober 2000
  • 12 Uhr Runnin’ Sushi (2002)
  • Letzte Liebe (2005)
  • TextBild MMIX, Steirischer Herbst 2009
  • Ausstellungsbeteiligung Visuell – Virtuell – Parallel auf Schloss Wolkersdorf, 2010
  • Räume für Notizen, Galerie Wechselstrom Wien, 2014.
Hörspiele (Auswahl)
  • 1997: mit Helmut Schranz: Reden Sie auch manchmal über Dinge die es gibt, Regie: Lucas Cejpek, ORF
  • 2002: Nur Glückstore, Reservatstristesse (zwei Monologe), Regie: Heinz Hartwig, ORF
  • 2002: 12 Uhr Runnin’ Sushi, Regie: Lucas Cejpek, ORF
  • 2004: Dragon Attack (Hörspiel), Regie: Lucas Cejpek, ORF
  • 2005: Letzte Liebe, Regie: Nikolaus Scholz, ORF
  • 2007: Zockerfreuden, Opferdesign, Wiener Blut (Kunstradio-Fuchs und Schnell-Minikrimis, Regie Lucas Cejpek, Folgen 16, 17, 18)
  • 2011: Long Seconds (mit dem Soundmanager und Instant Composer Michael Fischer), ORF-HI - Kunstradio
  • 2013:Fluss der Poesie. Crossing the River of Imagination, ORF-HI - Kunstradio
  • 2015: Wer bist du?, Regie: Dieter Sperl, ORF
  • 2017: Ein gewellter Tag wie jeder andere – Radio Rosa Nr. 9, ORF-HI - Kunstradio
  • 2018: Aus meinem Leben, Regie: Dieter Sperl, ORF-HI - Kunstradio
  • 2019: THE CAST^LE, ORF-HI - Kunstradio
  • 2019: Erste Erinnerungen, Regie: Dieter Sperl, ORF-HI - Kunstradio
  • 2022: Diese verschneite Zeit – Eine akustische Postkarte, Regie: Dieter Sperl ORF-HI - Kunstradio

Literatur

Commons: Dieter Sperl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI