Dieter Urmann

deutscher Brigadegeneral, Ingenieur und Abteilungsleiter im Bundesnachrichtendienst From Wikipedia, the free encyclopedia

Dieter Urmann (* 3. Juni 1951[1]) ist ein deutscher Brigadegeneral außer Dienst des Heeres der Bundeswehr, Ingenieur und ehemaliger Abteilungsleiter im Bundesnachrichtendienst (BND).

Leben

Urmann trat 1971 in das Heer der Bundeswehr ein, durchlief die Offizierausbildung und studierte Elektrotechnik. Nach einigen Verwendungen als Offizier in der Truppe war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität und promovierte 1984 im Maschinenbau mit einer 123-seitigen Dissertation zum Thema „Ein dreidimensionales Kalmanfilter für kurze Beobachtungszeiten zur Extrapolation von Flugbahnen“ an der Hochschule der Bundeswehr Hamburg[2] zum Doktoringenieur. Danach war Urmann Kompaniechef, stellvertretender Bataillonskommandeur, Bataillonskommandeur, Leiter des Heeresinstandsetzungswerks 870 in Bad Bergzabern und zuletzt Gruppenleiter im Materialamt der Bundeswehr. Als Rüstungsstabsoffizier war er in den Bereichen Elektronikinstandsetzung (Radar, Feuerleitung, Fernmeldegerät) eingesetzt.[3]

2001 wechselte Urmann zum BND und war dort zunächst Referatsleiter für technische Unterstützung, wo er unter anderem für Telefonanlagen, Arbeitsplatzrechner und die Instandsetzung von Antennen zuständig war. Im Herbst 2003 wurde er Stabsleiter der Abteilung 2 (Technische Aufklärung) und später Unterabteilungsleiter Nachrichtengewinnung in der Abteilung 2. Ab Juli 2006 war er, als Nachfolger von Reinhardt Breitfelder, Abteilungsleiter Technische Aufklärung. Ende April/Anfang Mai 2008 musste er als zuständiger Abteilungsleiter die Abteilung wechseln, nachdem bekannt geworden war, dass der BND E-Mails zwischen der Journalistin Susanne Koelbl und dem afghanischen Minister Amin Farhang aufgefasst hatte.[4] Nach seiner Ablösung als Leiter der Abteilung Technische Aufklärung führte Urmann noch verschiedene andere Abteilungen im BND und wurde 2013 nach 42 Dienstjahren in den Ruhestand versetzt.[3]

Am 5. März 2015 und am 26. Mai 2016 sagte Urmann vor dem 1. Untersuchungsausschuss der 18. Wahlperiode des Deutschen Bundestages (NSA-Untersuchungsausschuss) aus.[3][4][5][6]

Urmann hat in einen Fährbetrieb bei Regensburg-Prüfening eingeheiratet[7] und wohnt in Regensburg. Er ist als freier Sachverständiger nach der Binnenschiffsuntersuchungsordnung für Traditionsfahrzeuge, die Untersuchung von Fahrgastbooten, Nautik, Schiffbau und Schiffsmaschinenbau, Landrevision sowie die Prüfung von Elektrischen Anlagen und Geräten durch die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes bestellt.[8] Er war Vorsitzender des Vereins Arbeitskreis Schifffahrtsmuseum in Regensburg[9] und drei Jahre externer Berater für den Landkreis Straubing-Bogen zur Neubeschaffung der Donaufähre Mariaposching–Stephansposching.[10]

Siehe auch

Einzelnachweise

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