Dietmar Drabek

österreichischer Fußballschiedsrichter From Wikipedia, the free encyclopedia

Dietmar Drabek (* 30. Juni 1965 in Steyr) ist ein ehemaliger österreichischer Fußballschiedsrichter. Er ist Mitglied des Oberösterreichischen Fußballverbandes und gehört der Schiedsrichtergruppe Steyr an. Drabek war von 1997 bis 2006 international als FIFA-Schiedsrichter eingestuft. Seit 2011 ist er als Referent für Schiedsrichter-Entwicklung und Leiter des Talentekaders im oberösterreichischen Schiedsrichterkollegium tätig.[1][2]

Weitere Informationen Persönliches, Ausbildung ...
Dietmar Drabek
Persönliches
Name Dietmar Drabek
Geburtstag 30. Juni 1965
Geburtsort Steyr
Land Österreich
Größe 185 cm
Gewicht 79 kg
Ausbildung
Beruf Versicherungsangestellter
Einstufung
1982–2010
1994–2010
1994–2010
1995–2010
1997–2006
ÖFB-Schiedsrichter
Erste Liga
ÖFB-Cupspiele
Bundesliga
FIFA-Schiedsrichter

083
020
176
040
Wichtige Einsätze
1997
2004
Endspiel im ÖFB-Cup
Endspiel im ÖFB-Cup
Stand:14. Jänner 2016
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Leben

Dietmar Drabek in Aktion

Dietmar Drabek wurde die Berufung zum Schiedsrichter schon in die Wiege gelegt. Schon sein Vater Paul Drabek war ein bekannter Unparteiischer, dessen Karriere bereits als 17-Jähriger begann und der nach eigenen Angaben rund 3700 Spiele, darunter 84 Spiele der höchsten Spielklasse (Bundesliga bzw. deren Vorgänger Nationalliga) leitete.[3][4]

Im Alter von neun Jahren begann Dietmar Drabek beim Nachwuchs des damaligen Zweitligisten SK Vorwärts Steyr Fußball zu spielen. Dass er Talent besaß, wird durch die Einberufungen in die oberösterreichische Schülerauswahl belegt. Da er dennoch keine Möglichkeit sah, später den Sprung in den Profifußball zu schaffen, entschied Drabek sehr früh, sich der Schiedsrichterei zuzuwenden und legte bereits im Alter von 17 Jahren die Schiedsrichterprüfung ab.

Nachdem sich Dietmar Drabek aufgrund seiner Jugend zuerst in den oberösterreichischen Unterklassen abmühen musste, ging es später sehr schnell die Karriereleiter empor. Ab 1992 durfte er Spiele in der oberösterreichischen Landesliga leiten, die zu dieser Zeit die dritthöchste Leistungsstufe darstellte. Nur zwei Jahre darauf konnte sich der gelernte Einzelhandelskaufmann für die zweithöchste Leistungsstufe, die damals den Namen Nationalliga trug, qualifizieren. Dafür musste er in der Saison 1993/94 nicht weniger als fünf Qualifikationsspiele in der Nationalliga bestreiten – das erste am 21. August 1993 mit der Begegnung zwischen dem DSV Leoben und dem Favoritner AC (0:0)[5] –, um per 1. Juli 1994 in den Kader der Bundesligaschiedsrichter aufgenommen zu werden. Sein erstes „offizielles“ Spiel in der Nationalliga leitete Drabek am 13. August 1994 im Aufeinandertreffen zwischen dem FC Puch und dem SV Stockerau (1:1).[6]

Aufgrund seiner guten Leistungen wurde er nur ein weiteres Jahr später aufgestuft und kam ab dort in der österreichischen Bundesliga zum Einsatz. Seine erste Spielleitung hatte Drabek am 1. April 1995 im Aufeinandertreffen des SK Sturm Graz mit dem FC Admira Wacker Mödling (2:2).

Ein weiterer Karrieresprung gelang Drabek 1997, als er mit dem FIFA-Abzeichen ausgezeichnet und für internationale Spiele herangezogen wurde. Insgesamt durfte Drabek 40 internationale Spiele leiten. Unter Berücksichtigung der Einsätze als Schiedsrichterassistent und als Vierter Offizieller kann Drabek auf 67 Auslandseinsätze in 39 verschiedenen Ländern Europas verweisen. Dabei befand er sich nach eigenen Angaben rund 405 Stunden im Flugzeug und legte 203.700 Flugkilometer auf dem europäischen Kontinent zurück.

Ein negatives Ereignis begleitete Drabeks Schiedsrichterkarriere. Am 5. Mai 2005 musste er das Spiel FK Austria Wien gegen Grazer AK in der 80. Minute abbrechen, nachdem Anhänger von Austria Wien aus Protest gegen die schlechte Leistung ihrer Mannschaft auf das Spielfeld eindrangen. Nachdem die Sicherheitskräfte auch nach einer Wartezeit die Situation nicht unter Kontrolle bringen konnten, war der Abbruch nicht zu vermeiden. Das Spiel wurde am 9. Mai 2005 mit 3:0 für die Grazer strafverifiziert. Bundesligavorstand Georg Pangl lobte in diesem Zusammenhang das umsichtige Verhalten von Drabek.[7]

Commons: Dietmar Drabek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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