Dietrich Pirson

deutscher Kirchenrechtler und Hochschullehrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Dietrich Pirson (* 11. März 1929 in Erlangen; † 2. November 2021[1]) war ein deutscher Rechtswissenschaftler sowie Hochschullehrer. Seine Schwerpunkte lagen im Öffentlichen und Kirchenrecht.

Leben

Pirson studierte Evangelische Theologie und Rechtswissenschaft an der Universität Erlangen. 1951 wurde er im Corps Rhenania Erlangen recipiert.[2] Er wurde 1953 zum Dr. theol. und 1960 zum Dr. iur. promoviert.[3] 1963 habilitierte er sich.[4] Als Privatdozent folgte er dem Ruf der Universität Marburg. 1968/69 war er ihr letzter Rektor. Im Zuge der 68er-Bewegung folgte ihm ein Direktorium.[5] Als Lehrstuhlinhaber wechselte er an die Universität Köln und schließlich an die Universität München, an der er Politik und Öffentliches Recht lehrte.[6]

Ordination und Visitation sind für ihn die Grundfunktionen der Kirchenleitung.[7]

„Die der Kirche wesensmäßige Äußerung der stetigen Verkündigung in Wort und Sakrament setzt voraus, dass eine überörtliche Vorsorge für die Wahrnehmung des aktuellen kirchlichen Handels stattfindet.“

Dietrich Pirson

Sein Sohn ist Felix Pirson, Erster Direktor der Abteilung Istanbul des Deutschen Archäologischen Instituts.

Schriften (Auswahl)

  • Universalität und Partikularität der Kirche. Claudius Verlag 1965. Google Books
  • Entscheidungen in Kirchensachen seit 1946. ISBN 3-11-008454-6. Walter de Gruyter, Berlin 1980. Google Books
  • Gesammelte Beiträge zum Kirchenrecht und Staatskirchenrecht, Teil 1. Google Books
  • Von der Kirchenleitung, in: Vernünftiger Gottesdienst. Kirche nach der Barmer Theologischen Erklärung. Festschrift zum 60. Geburtstag von Hans-Gernot Jung, hg. v. Frithard Scholz und Horst Dickel. Göttingen 1990, S. 256–270
  • mit Joseph Listl: Handbuch des Staatskirchenrechts der Bundesrepublik Deutschland, 2 Bde. Duncker & Humblot 1995. Bd. 1, Google Books

Einzelnachweise

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