Dietrich von Werthern (der Aufklärende)

kursächsischer Geheimer Rat, Bergrat und Obersteuereinnehmer (1613-1658) From Wikipedia, the free encyclopedia

Dietrich von Werthern (familienintern auch Dietrich XIII. von Werthern-Frohndorf), (* 22. April 1613 in Frohndorf; † 17. Oktober 1658 in Dresden) war kursächsischer Geheimer Rat, Bergrat und Obersteuereinnehmer.

Leben

Dietrich von Werthern stammte aus dem Adelsgeschlecht von Werthern. Er war der älteste Sohn des Georg von Werthern (1581–1636), dem Oberlandeshauptmann von Thüringen und Stifter der Beichlingen’schen Hauptlinie des Adelsgeschlechts. Seine Mutter war Eleonore von Hoym-Ermsleben (1582–1622). Gemeinsam mit seinen Brüdern Christoph und Wolfgang (1614–1666)[1] besuchte er die Universitäten Erfurt, Leipzig (1628–1631) und Straßburg, wo er sein Jura-Studium absolvierte. Im Anschluss bereisten sie von 1631 bis 1634 Frankreich, wo sie in Angers abermals studierten. Nach dem Tode seines Bruders Christoph kehrte Werthern über England und die Niederlande 1635 in seine Heimat zurück.

Er trat in den kursächsischen Staatsdienst ein und begann mit kursächsischen Hof- und Regierungsämtern. Am 15. November 1636 wurde er als Appellationsrat vereidigt. Es schlossen sich 1648 das Ämter des Kammerdirektors und Bergrats an, bevor er zum Geheimen Rat ernannt wurde. Ab 1655 war er kursächsischer Obersteuereinnehmer. Nach dem Tod seines Vaters 1636 wurde er Träger des Titels Kaiserlicher Reichs-Erb-Kammerthürhüter. Mit dem durch seine Heirat erlangten Vermögen erwarb er u. a. die Güter Eythra, Nehmitz, Tristewitz und Buchwalde. Diese gelangten nach seinem Tod über seine Tochter an Johann Georg von Rechenberg.

Unter dem Gesellschaftsnamen Der Aufklärende wurde er 1645 als Mitglied in die Fruchtbringende Gesellschaft aufgenommen (Nr. 430).

Familie

Dietrich von Werthern heiratete 1607 Catharine Sophie von Schönberg, die Tochter seiner Stiefmutter Rahel von Schönberg, geborene von Einsiedel (seit 1625 in zweiter Ehe mit Georg von Werthern verheiratet). Der Vater seiner Ehefrau war Hans Dietrich von Schönberg (1557–1622). Aus der Ehe ging die Tochter Rahel (1640–17. Januar 1677) hervor.

Der Grabstein der Catharine Sophie von Werthern befand sich Ende des 19. Jahrhunderts im Kirchenschiff der St. Peter und Paul-Herderkirche in Weimar, im Erdgeschoss des nordwestlichen Treppenhauses.[2] Ihre Leichenpredigt ist von Archidiakon Fr. Lange.[3]

Literatur

  • Herr Dietrich von Werthern, In: Petrus Albinus: Historia Von dem Uralten Geschlechte Derer Hoch- und Wohl-Gebohrnen Des Heiligen Römischen Reichs Grafen und Herren Von Werthern, Römischer Kayserlicher Majestät und des Heiligen Römischen Reichs Erb-Cammer-Thürhüter, Herren auf denen Graf- und Herrschafften Beichlingen, Werthern, Frohndorff, Wiehe, Brücken, Neuenheilingen, Kroppen und Kleinbalnhausen. Manuskriptdruck, Augustus Martini, Leipzig 1716, S. 80 f.
  • 430. Dietrich von Werthern, der Aufklärende, In: Gottlieb Krause (Hrsg.): Ludwig, Fürst zu Anhalt-Cöthen, und sein Land vor und während des dreißigjährigen Krieges. Dritter Theil, 1617–1650. Stiftung und Wirksamkeit der Fruchtbringenden Gesellschaft. Verlag Paul Krause, Neusalz 1879, S. 198.
  • 430. Dietrich von Werthern, In: I. Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen: Der Fruchtbringenden Gesellschaft Nahmen/ Vorhaben/ Gemählde und Wörter. Mit Georg Philipp Harsdörffers Fortpflantzung der Hochlöblichen Fruchtbringenden Geselschaft. Franckfurt am Mayn 1646. II. Carl Gustav von Hille: Der Teutsche Palmbaum. Nürnberg 1647; DNB 456679073 – III. Georg Neumark: Der Neu-Sprossende Teutsche Palmbaum. Nürnberg [1668]. DNB 456679081 (Die Fruchtbringende Gesellschaft. Quellen u. Dokumente in vier [recte 3] Bände. Reprograph. Nachdr. Hrsg. Martin Bircher. München 1970, S. 281.)

Einzelnachweise

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