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Diisopropylzink

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Diisopropylzink ist eine zinkorganische Verbindung, die als Reagenz in der Soai-Reaktion Bedeutung hat und zur Herstellung anderer zinkorganischer Verbindungen dient.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Diisopropylzink
Allgemeines
Name Diisopropylzink
Summenformel C6H14Zn
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 625-81-0
PubChem 5207587
Wikidata Q5276483
Eigenschaften
Molare Masse 151,6 g·mol−1
Löslichkeit

reagiert mit Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]

Lösung in Toluol

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Gefahr

H- und P-Sätze H: 225​‐​250​‐​261​‐​304​‐​314​‐​336​‐​361d​‐​373​‐​412
P: 210​‐​231+232​‐​280​‐​301+330+331​‐​303+361+353​‐​304+340+310​‐​305+351+338​‐​370+378[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).
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Herstellung

Diisopropylzink ist durch Reaktion von Zinkbromid mit Isopropylmagnesiumbromid in Diethylether zugänglich. Letzteres kann wiederum durch Reaktion von 2-Brompropan mit elementarem Magnesium gewonnen werden.[3]

Eigenschaften

Diisopropylzink ist luft- und wasserempfindlich und pyrophor. Im Gegensatz zu Dimethylzink, das unter inerten Bedingungen bei Raumtemperatur stabil ist, zersetzt sich Diisopropylzink ab 0 °C.[4]

Reaktionen

Diisopropylzink wirkt als Nukleophil in der Soai-Reaktion. Dabei wird es an Verbindungen wie Pyridin-3-carbaldehyd oder Pyrimidin-5-carbaldehyd addiert. Die Reaktion ist dahingehend besonders, dass sie sowohl autokatalytisch als auch enantioselektiv abläuft, sodass eine kleine Menge eines Produkt-Enantiomers eine starke Induktion ausübt und ausgehend von einem fast racemischen Edukt einen hohen Enantiomerenüberschuss ergibt.[5]

Durch Reaktion eines Alkyliodids mit Diisopropylzink sind andere Organozinkverbindungen zugänglich. Eine analoge Reaktion ist zwar auch mit Diethylzink möglich, jedoch unter weniger milden Bedingungen.[4]

Einzelnachweise

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