Dima Hamdan
palästinensisch-jordanisch-britische Filmemacherin und Journalistin
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Dima Hamdan (arabisch ديما حمدان; * 1975 in Kuwait) ist eine palästinensisch-jordanisch-britische Filmemacherin und Journalistin. Ihr Kurzfilm Blood Like Water gewann den Iris-Preis 2024.
Leben und Werk
Hamdan ist die Tochter palästinensischer Eltern. Ihr Großvater floh 1948 während der Nakba mit seiner Familie aus Umm Khaled, dem heutigen Netanya, nach Tulkarem. Dort wurde ihre Mutter 1967 während des Sechstagekriegs aus ihrem Haus nach Jordanien vertrieben. Hamdan wurde in Kuwait geboren und erhielt 2009 einen britischen Pass. Dadurch konnte sie zum ersten Mal nach Palästina reisen und die Heimatstadt ihres Großvaters besuchen. Hamdan wuchs in Kuwait auf und zog während des Golfkriegs 1990/1991 mit ihrer Familie nach Jordanien. Sie studierte Jura, arbeitete aber nie als Juristin.[1]
Journalistin und Filmemacherin
Sie begann 1997 als Korrespondentin der Jordan Times und wechselte dann zur BBC nach London. Zwölf Jahre lang arbeitete sie für den BBC World Service und berichtete aus dem Irak, dem Libanon und Palästina. Die Geschichten, über die sie in dieser Zeit berichtete, inspirierten viele ihrer Kurzfilme. Als Autodidaktin drehte sie mehrere Kurzfilme in Großbritannien, Jordanien, Deutschland und Palästina. Ihr Film Gaza-London gewann den Preis für den besten arabischen Kurzfilm beim Jordan Film Festival 2009, den Publikumspreis bei Cultureunplugged.com und wurde auf mehreren Festivals in den USA und Großbritannien gezeigt, darunter auch beim Cambridge Film Festival 2009.[2][3][4][5]
Ihr Kurzfilm Blood Like Water wurde auf über 50 Festivals weltweit gezeigt und gewann den Iris Filmpreis, sowie Auszeichnungen in den Kategorien Bester Kurzfilm beim Brooklyn Film Festival, dem Oslo/Fusion Film Festival und dem Through Women’s Eyes Film Festival in Florida.[6][7]
Als Drehbuchautorin wurde sie mit mehreren Stipendien ausgezeichnet, darunter dem Shasha Screenwriting Grant der Abu Dhabi Film Commission, dem Göteborg Development Fund und dem Royal Film Commission Development Fund.[8]
Sie lebt seit 2016 in Berlin und leitet seit 2015 das Marie Colvin Journalists' Network.[9][10]
Auszeichnungen und Nominierungen (Auswahl)
- 2009: Gewinner des Preises für den besten arabischen Kurzfilm, Gaza-London, Jordan Film Festival
- 2010: zusammen mit Kasem Kharsa: Shasha Grant, Abu Dhabi Film Commission (ADFC)[11]
- 2019: Ayodhya Film Festival, 2019 Gewinner, Jurypreis, Beste Regisseurin, The Bomb[12]
- 2019: Zweiter Platz beim Menschenrechts-Kurzfilmpreis für The Bomb, Naples Human Rights Film Festival
- 2024: Gewinner beim Brooklyn Film Festival, Bester Kurzfilm: Blood Like Water
- 2024: Nominiert für City of Melbourne Award, Bester Kurzfilm: Blood Like Water, Melbourne International Film Festival
- 2024: Gewinner des Iris Prize Festivals 2024, Blood Like Water
- 2024: LGBTQ+-Kurzfilmpreis[13]
Filmografie
Veröffentlichungen
- Victor Segalen et Henri Michaux. Deux visages de l'exotisme dans la poésie du XXe siècle. University Press, Paris 2004, ISBN 88-8229-332-7.