Dimethylsulfidboran

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Dimethylsulfidboran ist ein Elektronen-Donor-Akzeptor-Komplex aus Dimethylsulfid und dem in freier Form instabilen Monoboran.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Dimethylsulfidboran
Allgemeines
Name Dimethylsulfidboran
Andere Namen

Borandimethylsulfid

Summenformel C2H9BS
Kurzbeschreibung

farblose bis gelbliche klare Flüssigkeit[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 13292-87-0
EG-Nummer 236-313-6
ECHA-InfoCard 100.032.998
PubChem 12423031
ChemSpider 28533982
Wikidata Q4944295
Eigenschaften
Molare Masse 75,97 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[2]

Dichte

0,801 g·cm−3 (25 °C)[2]

Brechungsindex

1,46 (20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 225260301311318360FD412
P: 210231+232273280301+310305+351+338[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Herstellung

Dimethylsulfidboran kann hergestellt werden, indem gasförmiges Diboran zunächst in einer Kühlfalle mit flüssigem Stickstoff einkondensiert wird. Dieses wird dann langsam wieder verdampft und in flüssiges Dimethylsulfid eingeleitet.[3]

Reaktionen

Dimethylsulfidboran eignet sich als Syntheseäquivalent für Diboran, beispielsweise für Hydroborierungen. Es kann beispielsweise Aldehyde, Ketone und Carbonsäuren zu Alkoholen reduzieren oder unter Bildung von Organoboranen an Alkene addieren.[4] Diboran ist bei Raumtemperatur instabil und liegt als extrem entzündbares Gas vor. Im Gegensatz ist Dimethylsulfidboran eine bei Raumtemperatur stabile Flüssigkeit und deutlich weniger gefährlich.[3][4] Es eignet sich außerdem als Reduktionsmittel für die Herstellung von Alkoholen aus Ozoniden wie bei der Aufarbeitung einer Ozonolyse.[5]

Einzelnachweise

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