Diphenylarsincyanid

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Diphenylarsincyanid, auch CLARK 2 (Cyanid-Arsen-Kampfstoff) genannt, wurde 1918 von G. Sturniolo und G. Bellinzoni[5] entwickelt und bereits kurze Zeit später wie das verwandte Clark 1 (Diphenylarsinchlorid) im Ersten Weltkrieg eingesetzt. Eine weitere verwandte Verbindung ist das Clark 3 (Diphenylaminarsincyanid).

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Allgemeines
Name Diphenylarsincyanid
Andere Namen
  • Diphenylarsancarbonitril
  • Blaukreuz (mehrdeutig)
  • Clark 2
Summenformel C13H10AsN
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 23525-22-6
EG-Nummer 245-716-6
ECHA-InfoCard 100.041.545
PubChem 64506
ChemSpider 58070
Wikidata Q412580
Eigenschaften
Molare Masse 255,14 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,45 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

30–35 °C[1]

Siedepunkt

290–350 °C[1]

Löslichkeit

schwer löslich in Wasser[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[3] ggf. erweitert[4]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 330310300410
EUH: 032
P: ?
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Diphenylarsincyanid kann durch Umsetzung von Diphenylarsinchlorid mit Natriumcyanid gewonnen werden.[2]

Eigenschaften

Der Stoff bildet farblose, knoblauchartig oder nach bitteren Mandeln riechende, schwer flüchtige Kristalle und verursacht Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen. Es greift Augen, Haut und Atemtrakt stark an. Spätfolgen sind zum Beispiel Lungenödeme.[1]

Siehe auch

Literatur

  • Haas, R. et al. (1998): Chemisch-analytische Untersuchung von Arsenkampfstoffen und ihren Metaboliten. UWSF – Z Umweltchem Ökotox; 10, 289–293; PDF (freier Volltextzugriff)

Einzelnachweise

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