Dirk Poldauf
Schachspieler aus Deutschland
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Dirk Poldauf (* 16. September 1965 in Wolgast) ist ein deutscher Schachspieler und Schachpublizist.
| Dirk Poldauf 1998 in Dortmund. | |
| Name | Dirk Poldauf |
| Verband | |
| Geboren | 16. September 1965 Wolgast |
| Titel | Internationaler Meister (1993) |
| Aktuelle Elo‑Zahl | 2384 (Januar 2026) |
| Beste Elo‑Zahl | 2470 (Juli 1996) |
| Karteikarte bei der FIDE (englisch) | |
Biografie
Poldauf wurde 1965 in Wolgast geboren und wuchs in Stralsund auf.[1] Er ist der Bruder von Susanna Poldauf, die sich als Kulturwissenschaftlerin mit dem Schachspieler und Komponisten François-André Danican Philidor befasste.[2] Er erlernte das Schachspiel bei der Schachabteilung der BSG Motor Stralsund[1] und gewann in den Jahren 1979, 1980 und 1982 in der jeweiligen Altersklasse die Jugendmeisterschaft der DDR. Mit der BSG Empor HO Berlin belegte er darüber hinaus bei der DDR-Mannschaftsmeisterschaft im Schach 1989 den zweiten und bei der DDR-Mannschaftsmeisterschaft im Schach 1990 den ersten Platz.[3][4]
Für deren Nachfolgeverein, den SV Empor Berlin, spielte er von 1991 bis 1998 in der Schachbundesliga. Im Jahr 1993 erlangte er den Titel eines Internationalen Meisters.[5] Nachdem Empor Berlin 1998 nach dem Ausstieg seiner Geldgeber abgestiegen war, wechselte Poldauf zum SF Neukölln[1] und spielte dort von 1999 bis 2005 in der Schachbundesliga sowie von 2005 bis 2013 für deren Nachfolgeverein, die Schachfreunde Berlin. In der österreichischen Schachstaatsliga A trat er von 1997 bis 2002 für den SK Fürstenfeld an.
Poldauf war langjährig publizistisch und seit 1991 als Reporter, Chefredakteur[6] und Autor für die Zeitschrift Schach tätig. Nachdem die Zeitschrift ab 1999 im eigenen Exzelsior-Verlag erschien, war Poldauf neben Sybille Heyme Mitarbeiter und als Reporter und Redakteur zuständig für die Berichterstattung von den großen Schachturnieren in der Welt, die er entsprechend für seine Vor-Ort-Reportagen besuchte.[1][6] Zu seinen bekanntesten Beiträgen zählten Interviews mit Boris Spasski für die Schach[6] und Viktor Kortschnoi für Die Welt.[6][7] Darüber hinaus veröffentlichte er zwischen 2004 und 2022 Jahresrückblicke in dem seit 1983 von Fernschach-Großmeister Arno Nickel herausgegebenen Schach-Kalender.[8] Er fungierte zudem als Übersetzer beziehungsweise deutschsprachiger Bearbeiter des siebenbändigen Werkes Meine großen Vorkämpfer von Garri Kasparow sowie mehrerer weiterer Bände der Reihe Praxis Schach des Verlages Edition Olms, darunter Theorie und Praxis der Schachpartie von Mark Dworezki[9] und Kämpfen und Siegen mit Magnus Carlsen von Adrian Mihalčišin.[10]
Weblinks
- André Schulz: 60 Jahre Dirk Poldauf In: chessbase.com, vom 16. September 2025
- Michael Busse: Dirk Poldauf zum 60. In: Chess Tigers Blog vom 16. September 2025
- Nachspielbare Schachpartien von Dirk Poldauf auf 365Chess.com (englisch)