DiskSat

Plattform für Kleinsatelliten From Wikipedia, the free encyclopedia

DiskSat (von engl. disk – Scheibe) ist ein von der NASA und der United States Space Force in Auftrag gegebener Bus für Kleinsatelliten mit scheibenförmiger Geometrie. Das Projekt dient zur Erprobung dieser Bauform als Alternative zu etablierten quaderförmigen Satelliten, insbesondere für Einsätze in niedrigen und sehr niedrigen Erdumlaufbahnen.[1]

Konzept

DiskSat ist als flacher, runder Satellit konzipiert. Die Satelliten haben einen Durchmesser von etwa einem Meter und eine Höhe von nur zweieinhalb Zentimetern. Diese Bauweise unterscheidet sich deutlich von der CubeSat-Standardgeometrie und soll Vorteile im Hinblick auf Flächennutzung, Energieversorgung und Manövrierfähigkeit bringen.[1]

Die Form der Satelliten ermöglicht eine großflächige Anordnung von Subsystemen wie Solarzellen, Antennen und Sensoren. Für zentrale Funktionen wie Energieversorgung, Lageregelung, Steuerung und Kommunikation kommen weitgehend standardisierte Kleinsatelliten-Subsysteme zum Einsatz.[2] Die Satelliten bieten sehr wenig Luftwiderstand und können daher auch in sehr niedrigen Erdumlaufbahnen eingesetzt werden, was erste Anwendungen als Aufklärungssatelliten wahrscheinlich macht.[3]

Die Entwicklung des DiskSat-Busses erfolgt im Rahmen des NASA-Programms „Small Spacecraft & Distributed Systems“ (SSDS) zur Förderung von Kleinsatelliten-Technologien.[4] Entwickelt wurden sie von The Aerospace Corporation in El Segundo, Kalifornien.[2]

Demonstrationsmission

Die erste DiskSat-Mission ist als Technologie-Demonstration ausgelegt und umfasst vier Satelliten, die gemeinsam gestartet und in 550 Kilometer Höhe nach einander ausgesetzt wurden. Der Start erfolgte am 18. Dezember 2025 im Rahmen des militärischen Space Test Program mit einer Electron-Trägerrakete vom Startkomplex der Wallops Flight Facility in Virginia, USA.[5] Die Startdienstleistungen wurden von Rocket Lab bereitgestellt.[5]

Untersucht werden in der Mission unter anderem das strukturelle Verhalten der Plattform, die Energieversorgung, die Kommunikationsfähigkeit sowie der Manövrierfähigkeit in niedrigen Umlaufbahnen.[1]

Einzelnachweise

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