Distrikt Miraflores (Lima)
Distrikt in Lima
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Der Distrikt Miraflores ist einer der 43 Stadtbezirke der Region Lima Metropolitana in Peru. Auf seiner 9,62 km² großen Fläche lebten beim Zensus 2017 99.337 Einwohner. Miraflores gilt zusammen mit San Isidro als einer der reichsten Stadtteile Limas. Der Distrikt ist deckungsgleich mit dem 125 m hoch gelegenen centro poblado Miraflores.[1]
| Distrikt Miraflores | |||
|---|---|---|---|
Lage des Distrikts in der Provinz Lima | |||
| Symbole | |||
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| Basisdaten | |||
| Staat | Peru | ||
| Region | regionsfrei | ||
| Provinz | Lima | ||
| Sitz | Miraflores | ||
| Fläche | 9,6 km² | ||
| Einwohner | 99.337 (2017) | ||
| Dichte | 10.326 Einwohner pro km² | ||
| Gründung | 2. Januar 1857 | ||
| ISO 3166-2 | PE | ||
| Webauftritt | www.miraflores.gob.pe (spanisch) | ||
| Politik | |||
| Alcalde Distrital | Carlos Canales (2023–2026) | ||
| Partei | Renovación Popular | ||
Geographie
Lage

Miraflores umfasst 9,16 km² und liegt auf durchschnittlich 79 Metern Meereshöhe. Miraflores grenzt im Norden an San Isidro, im Nordosten an Surquillo, im Südosten an Santiago de Surco und im Süden an Barranco. Im Westen liegt die Küste zum Pazifik.
Klima
In Miraflores herrscht ein gemäßigtes, maritimes Klima. Die jährliche Durchschnittstemperatur beträgt 18,2 Grad Celsius, die jährliche Niederschlagsmenge bei nur 9 Millimeter. Der August ist der kälteste Monat mit durchschnittlich 15,1 Grad Celsius, der Februar ist der wärmste Monat mit 22,3 Grad Durchschnittstemperatur.

Einwohner
Der Distrikt Miraflores ist ein urbaner Distrikt. Beim Zensus 2017 wurden 99.337 Einwohner gezählt, davon 45.152 Männer und 54.185 Frauen. Zum Zensus 2007 lag die Einwohnerzahl noch bei 85.065.[2]
Geschichte
Am 2. Januar 1857 wurde Miraflores offiziell zu einem Stadtbezirk von Lima.
Am 15. Januar 1881 kam es im Salpeterkrieg zur Schlacht von Miraflores. Peruanische Einheiten versuchten vergeblich, den Vormarsch der chilenischen Armee in Richtung Lima aufzuhalten. Weil sich die Peruaner tapfer verteidigt hatten, nennt man Miraflores in Erinnerung an dieser Schlacht bis heute Ciudad Heroica – „Stadt der Helden“. Am Tag nach der Schlacht von Miraflores eroberten die Chilenen die peruanische Hauptstadt Lima.
Noch 1887 hatte Miraflores nach Berichten von Paz Soldán nicht mehr als etwa 100 Einwohner, eine Zählung aus dieser Zeit beziffert die Bevölkerung auf 636 Menschen. Heute zählt Miraflores dagegen rund 93.000 Einwohner.
Am 16. Juli 1992 verübte die Guerillaorganisation Leuchtender Pfad (Sendero Luminoso) einen Autobombenanschlag in Miraflores, bei dem 25 Menschen starben und mehr als 150 Menschen verletzt wurden.[3]
Politik
Bürgermeister
Die Bürgermeister und Mitglieder des Gemeinderates von Miraflores werden alle vier Jahre in den peruanischen Kommunalwahlen neu gewählt. Bei den Kommunalwahlen 2022 wurde Carlos Canales der Partei Renovación Popular für die Wahlperiode 2023–2026 gewählt.[4]
Gemeinderat
Der Gemeinderat von Miraflores besteht aus zwölf Sitzen, von denen einer von Amts wegen dem Bürgermeister zusteht. Für die Wahlperiode 2023–2026 besetzen die Parteien Renovación Popular, Somos Perú, Acción Popular, Partido Morado und Alianza para el Progreso den Gemeinderat in folgender Verteilung:[4]
Insgesamt 12 Sitze
- Renovación Popular: 8
- Somos Perú: 1
- Acción Popular: 1
- Partido Morado: 1
- Alianza para el Progreso: 1
Wirtschaft und Infrastruktur
Bildung
Durch den Wohlstand des Stadtbezirks befinden sich einige der namhaftesten Schulen in Miraflores, so das Markham College, die Deutsche Schule Alexander von Humboldt, die Pestalozzi-Schule und die Carmelitas-Schule.
Verkehr
Der Distrikt Miraflores ist in das Straßennetz des Ballungsraums Lima–Callao angebunden. Mit der Vía Expresa Luis Fernán Bedoya Reyes und dem Circuito de Playas de la Costa Verde führen zwei bedeutende Schnellstraßen durch den Distrikt. Auf der Vía Expresa wird mit dem Metropolitano ein Bus-Rapid-Transit-System betrieben.[5]
Die Linie 1 der Metro Lima verläuft östlich des Distrikts und tangiert dessen Grenze beim Óvalo Los Cabitos. Mit den Stationen Cabitos und Ayacucho im benachbarten Distrikt Santiago de Surco bestehen Metroanschlüsse in unmittelbarer Nähe.[5] Für die geplante Linie 3 der Metro Lima sind mehrere Stationen in Miraflores vorgesehen.[6]
Kultur
Miraflores ist ein wohlhabender Stadtbezirk und hat daher viele Kulturzentren, Theater, Kinos und Kunstmuseen.
Das einzige prähispanische Gebäude in Miraflores ist die Lehmpyramide Huaca Pucllana, ein Tempel der Lima-Kultur aus der Zeit vor den Inka.
Tourismus
Hotels
In Miraflores haben sich die meisten internationalen Hotels angesiedelt, wie etwa das Hilton oder das Ritz.
Huaca Pucllana

Das einzige prähispanische Gebäude in Miraflores ist der Huaca Pucllana. Die Tempelanlage aus dem 6. Jahrhundert nach Christus umfasst etwa 15 Hektar. Sie wird seit 1983 restauriert.
Parque Kennedy
Der Parque Kennedy ist das alte Zentrum von Miraflores. An seiner Begrenzung befinden sich die alte Kirche Virgen Milagrosa und das Rathaus. In dem Park finden sich viele Straßenkünstler und fliegende Händler.
Centro Comercial Larcomar
Das Centro Comercial Larcomar ist ein großes Einkaufszentrum mit einem Multiplexkino. Es befindet sich an einem der malerischsten Flecken in Miraflores. Direkt hinter dem Einkaufszentrum liegen die berühmten Torres Telmex y Marriott.
Costa Verde

Die Costa Verde ist ein Küstenabschnitt mit mehreren Sand- und Kiesstränden, der zum Teil in Miraflores liegt. Von der Steilküste kann man Paragliding betreiben und das Wasser eignet sich gut zum Surfen. Das Surfen hat eine lange Tradition in Miraflores. In den 1930er Jahren brachte Carlos Dogny von einem Besuch in Hawaii das erste Surfbrett mit und gründete in der Folge den bekannten Surfclub Waikiki am Strand von Miraflores. Entlang dem Strand und der Küstenstraße wurden moderne Fahrradwege angelegt, welche von Deutschland mitfinanziert wurden.[7]
Persönlichkeiten
- Gastón Acurio (Koch)
- José Pardo y Barreda (Peruanischer Präsident 1904-1908 und 1915-1919)
- Alejandro Tudela Chopitea (Peruanischer Justizminister 2005-2006)
Städtepartnerschaften
- Pensacola, Florida, USA


