Dominik Krause

deutscher Kommunalpolitiker (Bündnis 90/Die Grünen) From Wikipedia, the free encyclopedia

Dominik Krause (* 3. August 1990 in München) ist ein deutscher Kommunalpolitiker (Bündnis 90/Die Grünen) und seit dem 26. Oktober 2023 Zweiter Bürgermeister und momentan geschäftsführender Bürgermeister von München.[1][2]

Dominik Krause, 2024

Leben

Krause wuchs im Münchner Stadtteil Obermenzing auf.[3] Nach dem Abitur 2009 am Städtischen Louise-Schroeder-Gymnasium im Münchner Stadtbezirk Allach-Untermenzing leistete er Zivildienst an der inklusiven Montessori-Schule in Großhadern. Anschließend studierte er Physik (Applied and Engineering Physics) an der Technischen Universität München und schloss mit einem Master of Science (M.Sc. Physics) ab.[1]

Pfingsten 2024 verlobte er sich mit seinem langjährigen Partner, dem Arzt Sebastian Müller.[4] Nach eigenen Angaben lernte sich das Paar bereits im Jugendalter bei einem Tanzkurs kennen.[5] Das Paar lebt im Münchner Stadtbezirk Obergiesing-Fasangarten.[6]

Politisches Engagement

Von 2012 bis 2014 war Krause Sprecher der Grünen Jugend in München.[7] 2014 wurde er in den Stadtrat gewählt und war von 2022 bis 2023 Fraktionsvorsitzender. In den Jahren 2019 und 2020 war er zudem Vorsitzender der Grünen in München. Seit Oktober 2023 ist er Zweiter Bürgermeister.[8] Er ist der Nachfolger von Katrin Habenschaden, die ihr Bürgermeisteramt aufgab, um zur Deutschen Bahn AG zu wechseln.[9]

Krause ist seit 2012 Mitglied von München ist bunt! e.V., wo er sich gegen Rassismus einsetzt.[8] Seit 2016 gehört er dem Vorstand des Vereines an.[10]

Krause war Mitglied im Beirat des Eine-Welt-Hauses; er trat Ende 2017 aus Protest gegen die Entscheidung der Mitgliederversammlung aus, Räumlichkeiten für eine Veranstaltung mit Bezug zur anti-israelischen BDS-Kampagne zur Verfügung zu stellen.[11] Krause ist zudem Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und bekannt für seine Verbundenheit mit Israel.[12]

Bereits kurze Zeit nach Amtsantritt erregte er mit der Äußerung, das Münchner Oktoberfest sei die „weltweit größte offene Drogenszene“, auch überregionale Aufmerksamkeit.[13][14] Mit seiner in einem Instagraminterview getätigten Äußerung sprach er sich aber nicht gegen den Bierkonsum auf dem Münchner Oktoberfest aus, sondern plädierte für einen entspannteren Umgang mit der Legalisierung von Cannabis. Er erklärte dazu, dass beides aus seiner Sicht vollkommen okay sei, dass beides aber in einem angemessenen Rahmen passieren solle.[15]

Als Zweiter Bürgermeister ist er Aufsichtsratsvorsitzender mehrerer städtischer Gesellschaften, darunter der Deutschen Theater Betriebs-GmbH, der Gasteig München GmbH, der Internationalen Münchner Filmwochen GmbH, der Münchner Volkstheater GmbH und der Pasinger Fabrik Kultur- und Bürgerzentrum GmbH. Außerdem ist er Aufsichtsratsmitglied der SWM München GmbH und SWM Service GmbH sowie der Bayerngas GmbH.[16]

Im Dezember 2024 wählten die Münchener Grünen Krause auf einem Parteitag mit 99,3 Prozent zum OB-Kandidaten für die im März 2026 anstehende Oberbürgermeisterwahl.[17] Hier erreichte Krause als erster Kandidat von Bündnis 90/Die Grünen die Stichwahl. Er kam auf 29,5 % und tritt in der Stichwahl am 22. März 2026 gegen den Amtsinhaber Dieter Reiter von der SPD an.[18]

Einzelnachweise

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