Dominik Wollenweber
deutscher Oboist und Englischhornist
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Dominik Wollenweber (* 9. Juni 1967 in Gräfelfing[1][2]) ist ein deutscher Oboist und Englischhornist. Er ist Mitglied der Berliner Philharmoniker und seit dem Jahr 2000 Gastprofessor für Oboe an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.[1]
Leben
Kindheit und Ausbildung
Der in Gräfelfing bei München geborene Dominik Wollenweber kommt aus einer musikalischen Familie. Sein Vater war Englischhornist im Bayerischen Staatsorchester.[3] Wollenweber „spielte zunächst Flöte und wandte sich als 14-Jähriger der Oboe zu, die er bei Hagen Wangenheim an der Hochschule für Musik und Theater München und bei Simon Dent am Richard-Strauss-Konservatorium München studierte“.[2][3] In den Jahren 1991 bis 1993 war er Stipendiat der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker und studierte bei Hansjörg Schellenberger.[1]
Karriere
Bereits während seinem Studium in der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker war Wollenweber als Solo-Oboist des Jugendorchesters der Europäischen Union (EUYO) unter Claudio Abbado tätig.[4] 1992 wurde ihm der Förderpreis des Bayerischen Kultusministeriums verliehen.[1] Im Jahr 1993 erhielt er ein Festengagement bei den Berliner Philharmonikern und ist hier seit dem 1. September 1993 als Solo-Englischhornist tätig.[3]
1996 war er Preisträger des ARD-Musikwettbewerbes für Oboe in München.[1] In den Jahren 1998 bis 2007 war Wollenweber zusätzlich Verantwortlicher der Holzbläser des Gustav Mahler Jugendorchesters in Wien.[1] Im Jahr 2000 hat Wollenweber eine Gastprofessur für Oboe an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin erhalten und unterrichtet hier neben seiner Tätigkeit im Orchester der Berliner Philharmoniker und zahlreichen solistischen und kammermusikalischen Auftritten im In- und Ausland.[2] Außerdem ist er Mitglied des sechsköpfigen Ensemble Berlin-Prag, das sich auf Alte Musik, insbesondere Werke von Johann Sebastian Bach und Jan Dismas Zelenka spezialisiert hat.[4]
Für sein Album The Art of English Horn aus dem Jahr 2022, auf dem Werke von Johann Sebastian Bach, Antonin Dvorák, Jean Françaix, Franz Schubert, Jean Sibelius und Richard Wagner zu hören sind, erhielt er einen Opus Klassik in der Kategorie „Instrumentalist des Jahres“.[4][5]
Auszeichnungen
- 1992: Förderpreis des Bayerischen Kultusministeriums[3]
- 1996: Preisträger des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD[3][6]
- 2022: Opus Klassik für sein Album The Art of English Horn in der Kategorie „Instrumentalist des Jahres“[5]
Diskographie (Auswahl)
- 2021: The Art of English Horn (Supraphon)[7]
- 2021: Josef Schelb – Orchestral Music Volume Two: Three Concertos (Toccata Classics)[7]
Weblinks
- Offizielle Website von Dominik Wollenweber
- Dieser Englischhornist ist der Größte bei welt.de
- Ich war nicht so der Flöten-Typ bei taz.de
- Dominik Wollenweber (Englischhorn der Berliner Philharmoniker) - Wieso muss Kunst weh tun? bei youtube.com
- Dominik Wollenweber/ bei berliner-philharmoniker.de
- Dominik Wollenweber bei hfm-berlin.de
- Dominik Wollenweber bei allmusic.com
- Dominik Wollenweber bei discogs.com
- Dominik Wollenweber bei musicbrainz.org