Dominikanerinnenkloster Regensburg

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Das Dominikanerinnenkloster Regensburg ist ein Kloster der Dominikanerinnen in Regensburg in Bayern in der Diözese Regensburg.

Heilig-Kreuz-Kirche

Geschichte

Das dem Heiligen Kreuz geweihte Kloster wurde 1233 gegründet. Bis Mitte des 14. Jahrhunderts erhielt es zahlreiche Legate, doch verarmte das Kloster in den folgenden Jahrzehnten. Einer Klosterreform 1406 verweigerten sich die Nonnen anfänglich, weil sie nicht in strenger Klausur leben wollten. Der Regensburger Rat veranlasste 1476 eine zweite Reform, zu deren Gelingen erst zwei, einige Jahre später noch einmal fünf Nonnen aus dem reformierten Nürnberger Katharinenkloster geholt wurden.[1.1] Während der Reformation, die in Regensburg 1542 erfolgte, blieb das Kloster bestehen.[2] In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts entstanden um den Klosterhof neue Gebäudeflügel, im 18. Jahrhundert wurde die Klosterkirche Heilig-Kreuz im Stil des Rokokos umgestaltet.

Im Zuge der Säkularisation 1803 entging das Kloster der Aufhebung durch die Gründung einer Mädchenschule.[3] Der Fortbestand des Klosters wurde 1827 durch den bayerischen König Ludwig I. unter der Bedingung garantiert, dass die Nonnen weiterhin als Lehrkräfte in der Mädchenschule dienen.[1.2] 1937 verbot das nationalsozialistische Regime den Schulunterricht durch Klosterangehörige. 1946 nahmen die Nonnen den Schuldienst wieder auf.[1.3] Bis heute unterrichtet eine Schwester an der Regensburger Kreuzschule, einer Grundschule, die seit 1969 Jungen und Mädchen besuchen.[4]

Anfang 1945, in den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs, wurde ein Teil der Klostergebäude bei Bombenangriffen zerstört. Wiederaufbau und Sanierung der Klosterkirche wurden 1983 beendet.[1.3]

Heute ist das Kloster Heilig Kreuz Regensburg das älteste noch bestehende Dominikanerinnenkloster Deutschlands.[2]

Filialgründungen

1847 übernahmen die Regensburger Dominikanerinnen während des Priorats von M. Benedicta Bauer die Gebäude des Klosters Niederviehbach als Filiale und errichteten ein Mädchenpensionat.[5]

Eine weitere Filial- und Schulgründung in Mintraching 1853 scheiterte nach wenigen Jahren. Angeregt durch den Besuch eines Abtes aus Pennsylvania wurden in den 1850er Jahren Nonnen aus dem Kloster nach Brooklyn gesandt, um den Kindern deutscher Immigranten Schulunterricht zu erteilen. 1863 erwarb M. Benedicta Bauer in Racine (Wisconsin) ein Gebäude für weitere Schulschwestern, das zu einem neuen Mutterhaus wurde.[6]

Insgesamt gibt es heute 12 amerikanische Kongregationen, deren Ursprung das Dominikanerinnenkloster Heilig Kreuz in Regensburg ist.[4]

1917 wurde in Altenthann ein Schwesternerholungsheim eingerichtet, das zumindest noch 1983 in Betrieb war.[7]

Klosterbibliothek

Ihr ehemaliger Umfang ist unbekannt. Bereits 1516 wurden zahlreiche Werke bei einem Klosterbrand vernichtet. Im Zuge der Säkularisation nach 1803 verbrannten die Nonnen selbst einige Werke, andere wurden nach 1850 von den Nonnen verkauft und kamen in den Antiquariatshandel.[8.1] Einige Handschriften gelangten nach München in die heutige Bayrische Staatsbibliothek.[8.2] Das Kloster selbst besitzt nur noch wenige Werke, überwiegend für den gottesdienstlichen Gebrauch.[8.3]

Siehe auch

Einzelnachweise

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