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Don Jazzy

nigerianischer Musikproduzent, Labelchef und Talentförderer From Wikipedia, the free encyclopedia

Don Jazzy (bürgerlich Michael Collins Ajereh; * 26. November 1982 in Umuahia[1]) ist ein nigerianischer Musikproduzent, Labelchef und Talentförderer, der als wichtiger Vertreter des Afrobeats gilt.[2] Er war zunächst Mitgründer von Mo’ Hits Records und später Gründer von Mavin Records; 2024 kündigte die Universal Music Group den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an Mavin an.[3][4]

Don Jazzy (2018)

Leben

Ajereh wurde in Umuahia geboren und wuchs nach dem Umzug seiner Familie in Ajegunle (Lagos) auf.[5][6] Dort kam er im Umfeld der Cherubim-und-Seraphim-Kirche seiner Familie früh mit Musik in Berührung und entwickelte zunächst seine Fähigkeiten an Schlagwerk und Bass.[6][5] Im Jahr 2000 ging er nach London, nachdem ihn ein Onkel zum Schlagzeugspielen in einer Kirche eingeladen hatte; dort arbeitete er zeitweise als Sicherheitskraft bei McDonald’s.[5] Im Jahr 2021 verkündete er, dass er mit 20 Jahren seine Freundin Michelle geheiratet hatte und die Ehe zwei Jahre später endete, weil er der Musik den Vorrang vor dem Familienleben gegeben habe.[7]

Wirken

Nach seiner Zeit im Vereinigten Königreich kehrte Don Jazzy im Jahr 2004 mit D’Banj nach Nigeria zurück und gründete mit ihm Mo’ Hits Records, das mit Künstlern wie Wande Coal, Dr SID und D’Banj zu einem der einflussreichsten Pop-Labels des Landes wurde.[3][2] Die Arbeit von Mo’ Hits trug dazu bei, Möglichkeiten für eine globale Rezeption von Afrobeats zu verdeutlichen.[3] International erweiterte Don Jazzy sein Profil durch die Zusammenarbeit mit Kanye West; aus dieser Phase gingen seine Anbindung an Very G.O.O.D. Beats und sein Produktionsbeitrag zu Lift Off auf Watch the Throne hervor.[8][3] Nach dem Ende von Mo’ Hits 2012 erwog er zeitweise, Nigeria zu verlassen und die Musik ganz aufzugeben, entschied sich jedoch zum Neuanfang und gründete Mavin Records.[9][3] Mavin entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Independent-Labels des Afrobeats, baute Tiwa Savage, Rema und Ayra Starr auf und setzte auf langfristige Entwicklung über ein internes Ausbildungsmodell.[10][3] Im Jahr 2019 holte das Unternehmen eine Millioneninvestition von Kupanda Holdings, und 2024 kündigte Universal Music Group den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an, wobei Don Jazzy und COO Tega Oghenejobo an der Spitze bleiben sollten.[3][4]

Einzelnachweise

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