Doris Bühler-Niederberger

deutsche Soziologin From Wikipedia, the free encyclopedia

Doris Bühler-Niederberger (* 1950) ist eine Schweizer Soziologin und Expertin für die Soziologie der Kindheit.

Leben

Doris Bühler-Niederberger promovierte 1982 an der Universität Zürich zum Dr. phil. und habilitierte sich (nach einem Studienaufenthalt als Visiting Scholar an der University of California in San Francisco) 1991 ebenfalls in Zürich. 1994 wurde sie Professorin für Soziologie der Familie, der Jugend und der Erziehung an der Bergischen Universität Wuppertal. Seit 2019 ist sie dort Seniorprofessorin.[1] Bühler-Niederberger war Sprecherin der Sektion Soziologie der Kindheit der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS). Sie ist außerdem Past President des Research Committee 53 Sociology of Childhood in the International Sociological Association (ISA).

Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen in der soziologischen Erforschung des Aufwachsens und v. a. der dafür relevanten Professionen und Institutionen und sozialen Ungleichheiten.[2] In Kooperation mit Universitäten in Zentralasien forscht sie zu Aufwachsen und Generationenbeziehungen in dieser Region.[3]

Bühler-Niederberger wurde im Juni 2024 für das Liken von X-Posts kritisiert, die laut Jüdischer Allgemeine Antisemitismus im Zusammenhang mit dem Krieg in Israel und Gaza verbreiteten.[4] Anlass gaben ihre gut beachteten X-Posts zum Leiden der palästinensischen Kinder.

Schriften (Auswahl)

Monographien

  • Formenvielfalt in der Fremderziehung. Zwischen Anlehnung und Konstruktion. Enke, Stuttgart 1988, ISBN 3-432-97521-X (mit Josef Martin Niederberger).
  • Legasthenie. Geschichte und Folgen einer Pathologisierung. Leske und Budrich, Opladen 1991, ISBN 3-8100-0897-4.
  • Kindheit und die Ordnung der Verhältnisse. Von der gesellschaftlichen Macht der Unschuld und dem kreativen Individuum. Juventa-Verlag, Weinheim/München 2005, ISBN 978-3-7799-0228-7.
  • Lebensphase Kindheit. Theoretische Ansätze, Akteure und Handlungsräume. (2. überarbeitete Auflage) Juventa-Verlag, Weinheim/Basel 2019, ISBN 978-3-7799-2623-8.

Herausgeberschaften

Einzelnachweise

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