Doris Naef

* 3.5.1948 Uzwil; Malerin und Kunsttherapeutin. Objektkunst, Kunst am Bau From Wikipedia, the free encyclopedia

Doris Naef (* 3. Mai 1948 in Uzwil; Heimatberechtigt ebenda) ist eine Schweizer Künstlerin und Kunsttherapeutin.

Leben

Herkunft, Bildung

Sie absolvierte einen Bachelor of Arts in Fine Arts an der School of the Museum of Fine Arts in Boston und schliesslich einen Master of Arts in Kunsttherapie am Lesley University in Cambridge.[1]

Werk

Bei einer Ausstellung der Gesellschaft Schweizerischer bildender Künstlerinnen im Kunsthaus Zürich 1998 unter dem Thema Schwarz fiel sie mit der Installation 300 Millionen Jahre auf. Dafür schichtete sie 1,5 Tonnen Steinkohle in Klumpen von etwa drei bis vier Kilogramm zu einer dreieckigen Pyramide zusammen.[2]

Auch als Videokünstlerin war Naef aktiv. Unter anderem nahm sie 1999 an einer Gruppenaustellung der Gruppe videOst im Kunstraum Kreuzlingen teil. Sie zeigte Reiseeindrücke in Indien unter dem Titel Sur les traces d'une femme phare (Auf den Spuren einer herausragenden Frau).[3]

Im Jahr 2000 stellte sie in der kunstPlattform in Bürglen TG, wo sie unter anderem Bodenplatten zeigte, worauf die Farbe von Erde, die Naef auf Reisen gesammelt hatte, verarbeitet wurde.[4]

In ihrem Werk beschäftigte sich Naef stark mit Kunst am Bau. 2005 gestaltete sie eine Licht- und Farbintervention im Gemeindehaus Rümlang.[5][6] An ihrem Wohnort Weinfelden gestaltete sie die Eingangshalle des Berufsbildungszentrum. Die Balustraden wurden aus hochpolierten Chromstahl gestaltet und sollen mit den gezielt eingesetzten Farben und dem Oberlicht den Raum öffnen. Ergänzt wird die Intervention mit einer Meisselwand.[7] In Tägerwilen gestaltete sie eine Kunstintervention für die Altersresidenz Haus Tanzplatz. Fotos von Blättern aus ihrem Garten arrangierte sie zu einer Collage und brachte das in mehreren Durchläufen per Siebdruckverfahren im Treppenhaus an.[8]

Anlässlich des 150-Jahre-Jubiläums des Maschinenproduzenten Bühler Holding aus Uzwil gestaltete Naef Collagen die auf Seidegaze gedruckt und aufgehängt wurden. Das Material wird von Bühler für Mehlsiebe in Maschinen eingesetzt.[9]

Für eine Ausschreibung der Stadt Wil schuf sie das Werk Hängende Gärten. Die neun Stoffbahnen (150 × 440 cm) mit Blumendruck wehten erstmals 2014 auf der Oberen Bahnhofstrasse in Wil. 2016 wurden sie schliesslich auch im Zentrum von Weinfelden gezeigt.[10]

2012 gestaltete sie nach einem Wettbewerb unter dem Titel Entdeckung des Stadtraums, den Gemeindeplatz von Kreuzlingen-Egelshofen künstlerisch neu. In den Kiesplatz wurde eine Sternenkonstellation eingebracht.[11][12]

2020 schuf sie während der COVID-19-Pandemie in der Schweiz zusammen mit Vasco Hebel, dem Gründer und Direktor des Seifenmuseum St. Gallen, unter dem Projekttitel Stop Corona eine Seifenkollektion von vier Seifen, die jeweils für eine Künstlerin stehen und deren Erlös an Not leidende Kunstschaffende verteilt wurde.[13]

Privates

Seit 1990 lebt sie in Weinfelden und arbeitet in Kreuzlingen.[1]

Auszeichnungen

  • Atelierwohnung des Kantons St. Gallen: 2012[14]

Einzelnachweise

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