Doris Weichselbaumer
Wirtschaftswissenschaftlerin (Johannes-Kepler-Universität Linz)
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Doris Weichselbaumer (* 6. Juli 1971 in Linz) ist eine österreichische Ökonomin und Geschlechterforscherin.

Karriere
Weichselbaumer studierte Volkswirtschaftslehre in Linz und absolvierte anschließend ein Studium der Gender Studies an der School of Oriental and African Studies[1] in London. 2002 promovierte sie zum Thema Essays on Labor Market Discrimination und 2008 habilitierte sie sich im Fach Ökonomie an der Johannes Kepler Universität Linz zum Thema Essays on Empirical Labour and Personnel Economics.
Gastprofessuren führten sie unter anderem an die Universität Pompeu Fabra,[2] Barcelona, sowie an die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. Forschungsaufenthalte absolvierte sie unter anderem an der University of California, Berkeley; Harvard University; London School of Economics; School for Oriental and African Studies in London, der University of Massachusetts Amherst; University of the West Indies, Cave Hill in Barbados, sowie an der Universidad Pablo de Olavide, Sevilla.[3]
Seit 2013 ist sie Universitätsprofessorin und Leiterin des überfakultären Instituts für Frauen- und Geschlechterforschung an der Johannes Kepler Universität Linz.[4] Seit 2016 ist sie Mitherausgeberin des Fachjournals Feminist Economics, seit 2021 Diversitätsbeauftragte des Vereins für Socialpolitik.
Weichselbaumer ist Mitbegründerin der Österreichischen Workshops Feministischer Ökonominnen sowie des Netzwerkes femoek.[5] Darüber hinaus ist sie in kunst- und kulturpolitischen Zusammenhängen aktiv, unter anderem im Vorstand des Theater Phönix in Linz.
Forschungschwerpunkte
Weichselbaumer arbeitet in ihrer Forschung mit einem breiten Spektrum an quantitativen und qualitativen Methoden zu Fragen der Diskriminierung insbesondere im Hinblick auf Geschlecht,[6] Ethnizität,[7] sexuelle Orientierung[8] und Religion. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf intersektionaler Diskriminierung.[9]
Ihre Forschung ist in den Bereichen Feminist Economics, Gender Economics,[10] und Gender Studies[11] verortet. Zudem beschäftigt sie sich mit sozialwissenschaftlichen Experimenten und der Experimentalökonomie.
Auszeichnungen (Auswahl)
- Gabriele-Possanner-Staatspreis des BMBWF, 2019
- Käthe-Leichter-Staatspreis für Frauenforschung, Geschlechterforschung und Gleichstellung in der Arbeitswelt, 2014
Publikationen (Auswahl)
- Doris Weichselbaumer, Leonie Kapfer und Sebastian Fitz-Klausner: Scheitern im Paradies. Die filmische Repräsentationsfigur der weiblichen Sextouristin in "Paradies: Liebe" und "Vers le sud", GENDER – Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft, 2, 2023, 86-100.[12]
- Julia Schuster, Doris Weichselbaumer: Just Take It Off, Where’s the Problem? How Online Commenters Draw on Neoliberal Rationality to Justify Labor Market Discrimination Against Women Wearing Headscarves, Ethnic and Racial Studies, 45(11), 2022, 2157-2178.
- Julia Schuster, Doris Weichselbaumer: The Effect of Photos and a Local Sounding Name on Discrimination Against Ethnic Minorities in Austria. A Field Experiment, European Sociological Review, 37(6), 2021, 867-882.[13]
- Doris Weichselbaumer: Multiple Discrimination against Female Immigrants Wearing Headscarves. In: Industrial and Labor Relations Review, 73(3), 2020, 600-627.
- Sascha Becker, Ana Fernandes, Doris Weichselbaumer: Discrimination in Hiring Based on Potential and Realized Fertility: Evidence from a Large-Scale Field Experiment: Labour Economics, 59, 2019, 139-152.
- Doris Weichselbaumer: Sex, Romance and the Carnivalesque between Female Tourists and Caribbean Men: Tourism Management, 33, 2012, 1220-1229.
- Doris Weichselbaumer and Rudolf Winter-Ebmer: A Meta-Analysis on the International Gender Wage Gap, Journal of Economic Surveys, 19(3), 2005, 479-511.
- Doris Weichselbaumer: Sexual Orientation Discrimination in Hiring, Labour Economics, 10(6), 2003, 629-642.[14]