Dornröschen (Oper)

Oper von Engelbert Humperdinck From Wikipedia, the free encyclopedia

Dornröschen ist eine spätromantische Oper in drei Akten, die in den frühen 1890er Jahren entstand. Die Musik stammt von Engelbert Humperdinck, das Libretto schrieben Elisabeth Ebeling und Bertha Lehmann-Filhés nach dem Märchen Dornröschen aus den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Die Werkbezeichnung der Autoren lautet „Märchenspiel in drei Bildern“, Humperdinck nannte sein Werk in ironischer Anspielung an Richard Wagners Oper Parsifal ein „Kinderstubenweihfestspiel“.

Schnelle Fakten Werkdaten, Personen ...
Werkdaten
Titel: Dornröschen
Form: Oper in drei Akten
Originalsprache: Deutsch
Musik: Engelbert Humperdinck Frankfurt am Main, ca. 1891[1]
Libretto: Adelheid Wette
Literarische Vorlage: Brüder Grimm, Dornröschen
Uraufführung: 11. Dezember 1902
Ort der Uraufführung: Oper Frankfurt
Spieldauer: ca. 2 Stunden
Personen
  • Dornröschen (Sopran)
  • Dämonia (Mezzosopran, Sopran oder Tenor)
  • Prinz Reinhold (Bariton)
  • Kellermeister (Sopran oder Knabensopran)
  • Tellermeister (Sopran oder Knabensopran)
  • Patin (Sopran oder Knabensopran)
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Uraufführung

Dornröschen wurde am 11. Dezember 1902 an der Oper Frankfurt das erste Mal aufgeführt. Die Oper, die eine Spieldauer von etwa zwei Stunden hat, gehört heute zum häufig gespielten Repertoire von Opernhäusern.

Weitere Informationen Rolle, Erstbesetzung 1902 ...
Rolle Erstbesetzung 1902
Dornröschen Hedwig Schacko
Dämonia Pelagie Greef-Andriessen
Prince Reinhold Heinrich Hensel
Kellermeister Alfred Hauck
Tellermeister Hermann Schramm
Patin Beatrix Kernic
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Handlung

Erster Akt

Ein Königspaar wünscht sich sehnlichst ein Kind. Als eine Prinzessin geboren wird, werden alle Feen des Reiches zur Taufe eingeladen, bis auf eine, die böse Fee. Diese erscheint ungebeten und verflucht das Kind: An ihrem fünfzehnten Geburtstag soll sich die Prinzessin an einer Spindel stechen und sterben. Eine der guten Feen kann den Fluch in einen hundertjährigen Schlaf mildern. Der König lässt daraufhin alle Spindeln im Königreich verbrennen, um seine Tochter zu schützen.

Zweiter Akt

An ihrem fünfzehnten Geburtstag findet die Prinzessin (in einigen Versionen Aurora genannt) eine alte Frau, die an einer Spindel sitzt und spinnt, da sie von dem königlichen Verbot nichts weiß. Die Prinzessin berührt die Spindel, sticht sich und fällt sofort in einen tiefen Schlaf. Gleichzeitig erstarrt der gesamte Hofstaat in seinen Bewegungen und verfällt ebenfalls in einen hundertjährigen Schlaf. Um das Schloss wächst eine dichte und undurchdringliche Dornenhecke heran.

Dritter Akt

Nach hundert Jahren kommt ein mutiger Prinz zu dem verwunschenen Schloss. Er hat von der Legende gehört, dass eine schlafende Prinzessin darauf wartet, erweckt zu werden. Die Dornenhecke, die für andere unüberwindbar ist, weicht für ihn wundersam zurück. Er betritt das Schloss, findet die schlafende Prinzessin und küsst sie. Durch diesen Kuss der wahren Liebe erwacht sie, und mit ihr der gesamte Hofstaat. Das Märchen endet mit einem glücklichen Ausgang und der Hochzeit von Prinz und Prinzessin.

Einzelnachweise

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