Dornröschen (Oper)
Oper von Engelbert Humperdinck
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Dornröschen ist eine spätromantische Oper in drei Akten, die in den frühen 1890er Jahren entstand. Die Musik stammt von Engelbert Humperdinck, das Libretto schrieben Elisabeth Ebeling und Bertha Lehmann-Filhés nach dem Märchen Dornröschen aus den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Die Werkbezeichnung der Autoren lautet „Märchenspiel in drei Bildern“, Humperdinck nannte sein Werk in ironischer Anspielung an Richard Wagners Oper Parsifal ein „Kinderstubenweihfestspiel“.
| Werkdaten | |
|---|---|
| Titel: | Dornröschen |
| Form: | Oper in drei Akten |
| Originalsprache: | Deutsch |
| Musik: | Engelbert Humperdinck Frankfurt am Main, ca. 1891[1] |
| Libretto: | Adelheid Wette |
| Literarische Vorlage: | Brüder Grimm, Dornröschen |
| Uraufführung: | 11. Dezember 1902 |
| Ort der Uraufführung: | Oper Frankfurt |
| Spieldauer: | ca. 2 Stunden |
| Personen | |
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Uraufführung
Dornröschen wurde am 11. Dezember 1902 an der Oper Frankfurt das erste Mal aufgeführt. Die Oper, die eine Spieldauer von etwa zwei Stunden hat, gehört heute zum häufig gespielten Repertoire von Opernhäusern.
| Rolle | Erstbesetzung 1902 |
|---|---|
| Dornröschen | Hedwig Schacko |
| Dämonia | Pelagie Greef-Andriessen |
| Prince Reinhold | Heinrich Hensel |
| Kellermeister | Alfred Hauck |
| Tellermeister | Hermann Schramm |
| Patin | Beatrix Kernic |
Handlung
Erster Akt
Ein Königspaar wünscht sich sehnlichst ein Kind. Als eine Prinzessin geboren wird, werden alle Feen des Reiches zur Taufe eingeladen, bis auf eine, die böse Fee. Diese erscheint ungebeten und verflucht das Kind: An ihrem fünfzehnten Geburtstag soll sich die Prinzessin an einer Spindel stechen und sterben. Eine der guten Feen kann den Fluch in einen hundertjährigen Schlaf mildern. Der König lässt daraufhin alle Spindeln im Königreich verbrennen, um seine Tochter zu schützen.
Zweiter Akt
An ihrem fünfzehnten Geburtstag findet die Prinzessin (in einigen Versionen Aurora genannt) eine alte Frau, die an einer Spindel sitzt und spinnt, da sie von dem königlichen Verbot nichts weiß. Die Prinzessin berührt die Spindel, sticht sich und fällt sofort in einen tiefen Schlaf. Gleichzeitig erstarrt der gesamte Hofstaat in seinen Bewegungen und verfällt ebenfalls in einen hundertjährigen Schlaf. Um das Schloss wächst eine dichte und undurchdringliche Dornenhecke heran.
Dritter Akt
Nach hundert Jahren kommt ein mutiger Prinz zu dem verwunschenen Schloss. Er hat von der Legende gehört, dass eine schlafende Prinzessin darauf wartet, erweckt zu werden. Die Dornenhecke, die für andere unüberwindbar ist, weicht für ihn wundersam zurück. Er betritt das Schloss, findet die schlafende Prinzessin und küsst sie. Durch diesen Kuss der wahren Liebe erwacht sie, und mit ihr der gesamte Hofstaat. Das Märchen endet mit einem glücklichen Ausgang und der Hochzeit von Prinz und Prinzessin.