Dorothea Geuthner
deutsche Soziologin
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Dorothea Gisela Geuthner (geboren 1946[1]) ist eine deutsche Soziologin. Sie war bis zu ihrem Ruhestand Professorin für Soziale Arbeit und Vizepräsidentin der Evangelischen Fachhochschule Nürnberg.[2]
Leben
Dorothea Geuthner studierte von 1966 bis 1969 an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sowie an der Pacific Lutheran University in Tacoma/Washington das Fach Soziologie. Den Master of Social Work (MSW) erwarb sie nach weiteren zwei Jahren Studium an der Florida State University in Tallahassee/Florida. Seit 1980 war sie außerdem qualifiziert für Gestaltarbeit mit alten, kranken oder sterbenden Menschen und hatte sich an der Europäischen Akademie für psychosoziale Gesundheit in Hückeswagen in Supervision und am Milton-Erickson-Institut Seeham in Salzburg weitergebildet.[3]
Sie arbeitete ab 1. Juli 1971 als Dozentin am Evangelischen Sozialinstitut Nürnberg und erhielt im Oktober desselben Jahres an der damaligen Evangelischen Stiftungsfachhochschule Nürnberg eine Professur für Sozialwesen. Ab 1. Oktober 1998 war sie als Professorin an der Evangelischen Fachhochschule Nürnberg tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte und Lehrveranstaltungen beschäftigten sich mit International Social Work, International Adult Education und Biografischem Arbeiten und Bildungsarbeit mit älteren Menschen. Ein weiterer Studienschwerpunkt bestand in Sozialer Gerontologie.[3]
Im Laufe ihres Lebens engagierte sich Geuthner in zahlreichen sozialen Einrichtungen, wie dem Klinikbesuchsdienst im Klinikum am Europakanal, im Betreuungsdienst e.V. und bereits seit 1998 in der Stadtmission Nürnberg als Mitglied des Verwaltungsausschusses, des ehrenamtlichen Vorstandes und des Verwaltungsrates. Auch in der Evangelischen Kirche in Bayern war Geuthner aktiv, indem sie den Diakonischen Rat des Diakonischen Werkes Bayern und auch die Arbeit der Frauengleichstellungsstelle der Evangelisch-Lutherischen Kirche unterstützte. Ab dem Jahr 2011 arbeitete sie zudem im Vorsitz des Evangelischen Seniorenwerkes im Landesverband Bayern. Aufgrund ihres vielfältigen Engagements wurde ihr am 6. Dezember 2013 in Nürnberg durch Markus Söder das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland überreicht.[4]
Seit einigen Jahren ist Geuthner im Stadtseniorenrat Nürnberg engagiert.[5] Hier ist sie eine der beiden Sprecherinnen des Arbeitskreises Kultur.[6]
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Dorothea Geuthner, Roswitha Sommer-Himmel: Ehemalige deutsche Kriegsgefangene in Lagern in den USA – Prisoners of War. In: Ernst Engelke, Konrad Maier, Erika Steinert, Stefan Borrmann, Christian Spatscheck (Hrsg.): Forschung für die Praxis. Zum gegenwärtigen Stand der Sozialarbeitsforschung. Lambertus-Verlag, Freiburg im Breisgau 2007, ISBN 978-3-7841-1803-1, S. 174–177.
- Dorothea Geuthner: Supervision in der Fachhochschule. In: Organisationsberatung, Supervision, Coaching. Band 3. Springer 1996, S. 199–208.
- Dorothea Geuthner: Anleitung zur Anleitung. Ein Modell-Seminar zur Qualifizierung von Praxisanleiterinnen und Praxisanleitern während des Studiums. In: Roland Proksch (Hrsg.): Entwicklungen in der sozialen Arbeit. Roderer, Regensburg 1995, S. 13–26.
- Ingrid Kellermann-Klein, Dorothea Geuthner, Albrecht Mueller-Schoell: Anregungen aus der Geschichte für die Gegenwart. Gespraech zwischen drei Paedagogen ueber Anton S. Makarenko und Janusz Korczak. In: Sozialpädagogik: Zeitschrift für Mitarbeiter. Band 30, Nr. 4. Comenius-Institut, Münster 1988, S. 174–184.
Weblinks
- Dorothea Geuthner auf evhn.de