Dorothea Nerlich
deutsche Keramikerin
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Dorothea Nerlich (* 1950 in Bad Düben) ist eine deutsche Keramikerin.
Leben und Werk
Dorothea Nerlich machte eine Berufsausbildung als Maurer mit Abitur und studierte von 1969 bis 1972 an der Außenstelle Potsdam der Fachschule für Werbung und Gestaltung Berlin (FHWG) mit dem Abschluss als Diplom-Designer. Sie war Assistentin an der FHWG und macht bei Hedwig Bollhagen in den HB-Werkstätten für Keramik in Marwitz ein Volontariat.

Von 1972 bis 1976 studierte sie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Plastik bei Karl-Heinz Schamal und Keramik bei Rudolf Kaiser. Seitdem arbeitet sie als Keramikerin freischaffend in Potsdam und Berlin, von 1978 bis 1980 mit einem Fördervertrag. Sie schuf insbesondere Werke für den öffentlichen Raum und architekturbezogene Werke[1], Gefäßkeramik und in Zusammenarbeit mit dem Gartendenkmalpfleger Peter Herling (* 1936) Keramiken zur künstlerischen Gestaltung von Gärten[2], u. a. für den Karl-Foerster-Garten in Potsdam-Bornim. Dafür wurde sie 2017 auf der Internationalen Gartenausstellung in Berlin mit der Großen Goldmedaille geehrt.[3] Im Wettbewerb Brunnengestaltung errang sie in Finsterwalde den I. Preis.
Sie hatte seit 1977 im In- und Ausland eine große Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen.[4][5]
1997 lehrte sie an der Fachhochschule für Architektur Cottbus Plastisches Gestalten, und ab 2008 war sie Dozentin an der Jugendkunstschule – „Kunstbastion“ Berlin-Spandau.
Seit der deutschen Wiedervereinigung setzt sie sich für den Erhalt und die Erinnerung an Kunstwerke aus der Zeit der DDR ein. U. a. initiierte sie dazu 2021 in Potsdam eine Ausstellung.[6]
Dorothea Nerlich lebt und arbeitet in Potsdam-Bornim und hat auch ein Atelier in der Zitadelle Spandau.[7] Dort bot das Kunstamt Spandau mit ihr Grundschülern kostenlose Kurse an.[8]
Sie war mit dem Maler und Grafiker Werner Nerlich verheiratet.
Mitgliedschaften
- bis 1990 Verband Bildender Künstler der DDR.
- Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler
- GEDOK Brandenburg.
Werkbeispiele
Keramik
Publikation
- Hätte ich nur immer malen können. Werner Nerlich – Ein Potsdamer Künstlerleben. Potsdamer Wissenschaftsverlag WeltTrends, 2023; ISBN 978-3-949887-30-7
Literatur
- Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 656.