Dorothy Cornelius
US-amerikanische Krankenschwester
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Dorothy Alice Cornelius (* 9. März 1918 in Johnstown, Pennsylvania; † 1992) war eine US-amerikanische Krankenschwester, Präsidentin der American Nurses Association (ANA)[1] und Präsidentin des International Council of Nurses (ICN).
Dorothy Cornelius erwarb im Jahr 1939 an der „Conemaugh Valley Memorial Hospital School of Nursing“ ihrer Heimatstadt das Krankenpflegediplom. 1942 folgte der Bachelor of Nursing an der „School of Nursing der University of Pittsburgh/Pennsylvania“. Nach dem Bachelordegree arbeitete sie als Public Health Nurse in Pittsburgh und bekleidete das Amt der Pflegedirektorin des Tuberkulose-Hospitals Pittsburgh. Danach arbeitete sie als leitende Schwester im Blutspendeprogramm des US-amerikanischen Roten Kreuzes in Johnstown und Cleveland/Ohio.[2] Im Zweiten Weltkrieg diente sie zudem seit 1942 im „United States Navy Corps of Nurses“.[3] Von 1957 bis 1983 war sie Geschäftsführerin der „Ohio Nurses Association“ und war zudem Herausgeberin des „Ohio Nurses Review“. 1963 kandidierte sie als erste Frau für den Stadtrat in Reynoldsburg, Ohio. 1960 wurde Cornelius in den Ausschuss für wirtschaftliche und allgemeine Wohlfahrt der „American Nurses Association (ANA)“ berufen, 1964 wurde sie erste Vizepräsidentin der ANA und schließlich, 1968, Präsidentin der ANA. Ihre Hauptanliegen waren die Professionalisierung der Pflege sowie die verpflichtende staatliche Zulassung von Pflegekräften durch ein geregeltes Prüfungssystem. 1973 wurde Cornelius Präsidentin des International Council of Nurses. Sie folgte in dieser Position der Dänin Margrethe Kruse. Cornelius wurde auf dem ICN-Kongress 1973 in Mexiko-Stadt zur Präsidentin gewählt. Sie vergab für die Dauer ihrer Amtszeit die Parole „Flexibility (zu Deutsch: Flexibilität).“ Sie verantwortete zudem 1975 eine Tagung der Vorstandsmitglieder der jeweiligen Mitgliedsstaaten des ICN in Singapur.[4] Cornelius wurde von den US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower, John F. Kennedy und Lyndon B. Johnson sowie Richard Nixon in diverse nationale Ausschüsse berufen. 1983 zog Cornelius sich gesundheitsbedingt aus allen öffentlichen Ämtern zurück. Sie verstarb 1992. Ihre Nachfolgerin als Präsidentin des ICN wurde im Jahr 1977 die Australierin Olive Anstey.
Ehrungen
- 1977 Hauptgebäude der Ohio Nurses Organisation nach Cornelius benannt
- 1996 Hall of Fame der ANA
- 1997 Ohio Veterans Hall of Fame
- 2008 Ehrung der Ohio State University als „Local Legend“
Literatur
- ANA Hall of Fame 1996, Dorothy Cornelius.
- Jacqueline Jones Royster: Profiles of Ohio Women 1803–2003. Ohio University Press, Athens, Ohio 2003, S. 83 Dorothy Alice Cornelius
- Ohio Nurse Review: Who was Dorothy Cornelius and what did she mean for nursing? July/August 2015, Vol. 90, Issue 4, pp. 16. Digitalisat