Douglas Feldman
US-amerikanischer Mörder
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Douglas Alan Feldman (* 19. Juni 1958 in Dallas, Texas; † 31. Juli 2013 in Huntsville, Texas) war ein US-amerikanischer Mörder, der 1999 wegen der 1998 verübten Morde an zwei LKW-Fahrern zum Tod verurteilt und 2013 mit der Giftspritze hingerichtet wurde. Sein Fall erlangte insbesondere Bekanntheit durch eine Folge der Dokumentarfernsehserie Im Todestrakt des deutschen Regisseurs Werner Herzog im Jahr 2013.
Leben
Feldman kam bereits als Teenager mit Alkohol und Drogen in Kontakt und wurde durch unkontrollierte Zornes- und Gewaltausbrüche auffällig. 1979 wurde er wegen Drogenhandels und eines bewaffneten Raubüberfalls zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt, die ein Jahr später zur Bewährung ausgesetzt wurde. 1985 graduierte Feldman mit der Note Summa cum laude als Master of Business Administration (MBA) an der Southern Methodist University[1] und arbeitete danach als Berater im Krankenhausmanagement. Während eines einjährigen Sabbaticals führte er das Leben eines abenteuerlichen Globetrotters und bereiste unter anderem die Antarktis. 1981 hielt sich Feldman genau zu jener Zeit im bolivianisch-peruanischen Grenzgebiet auf, in der Werner Herzog dort seinen Film Fitzcarraldo drehte.
Am 25. August 1998 erschoss Feldman von seinem Motorrad der Marke Harley-Davidson auf einem Highway im texanischen Plano den 36-jährigen LKW-Fahrer Robert Everett (1961–1998)[2] in einem Drive-by-Shooting durch die Tür dessen Fahrerhauses, weil dieser ihm auf lebensgefährliche Weise die Vorfahrt genommen habe. Nur 30 Minuten später tötete Feldmann auf ähnliche Weise an einer Tankstelle von ExxonMobil in Dallas den 62-jährigen LKW-Fahrer Nicolas Velasquez (1935–1998),[3] der die Tankstelle mit Treibstoff belieferte. Die Tat wurde von Überwachungskameras aufgezeichnet. Feldman wurde etwas mehr als eine Woche später inhaftiert, nachdem er in einem Schnellrestaurant einem weiteren Opfer eine Schussverletzung beigebracht hatte.[4] Eine der in seinem Besitz befindlichen Waffen konnte in einer ballistischen Untersuchung allen drei Taten zugeordnet werden.
Im Gerichtsverfahren wurde Feldman am 22. September 1999 zum Tod verurteilt. Das Urteil wurde am 31. Juli 2013 im Staatsgefängnis von Huntsville vollstreckt,[5] nachdem Feldman rund 14 Jahre im Todestrakt der Allan B. Polunsky Unit eingesessen hatte. Sein Grab befindet sich auf dem Temple Emanu-El Cemetery in Dallas.[6]
Weblinks
- Im Todestrakt – Douglas Feldman auf YouTube
- Douglas Feldman. Strafakte des Texas Department of Criminal Justice (englisch)
- Douglas Feldman bei murderpedia.org (englisch)