dracut (initramfs)
Software um ein temporäres Dateisystem für Linux-Systeme zu erstellen
From Wikipedia, the free encyclopedia
dracut ist eine Software, die für Linux-Systeme ein initramfs – ein temporäres Dateisystem – erstellt. Dieses wird vom Linux-Kernel während des Bootvorgangs verwendet, bis das finale root-Dateisystem eingehängt wird.
| dracut | |
|---|---|
initramfs Generator und Framework | |
| Basisdaten | |
| Entwickler | Harald Hoyer u. v. a |
| Erscheinungsjahr | 2009 |
| Aktuelle Version | 110[1] (8. Februar 2026) |
| Betriebssystem | GNU/Linux |
| Programmiersprache | Shellskript[2] |
| Kategorie | Initramfs |
| Lizenz | GPL v2+ und LGPL v2+ |
| deutschsprachig | nein |
| https://github.com/dracut-ng/dracut-ng/ | |
Ziel von dracut ist es, eine universelle Schnittstelle zum Erzeugen eines initramfs anzubieten, die von allen Distributionen genutzt werden kann. Zuvor nutzten viele Distributionen einen selbst entwickelten Ablauf zum Generieren dieser initramfs, was Benutzbarkeit und Interoperabilität senkte und die Fehleranfälligkeit erhöhte.[3]
Technische Eigenschaften
dracut ist modular aufgebaut und bietet definierte Schnittstellen, um die Funktionalität relativ einfach erweitern zu können.
Alle Module müssen in der Skriptsprache der Debian Almquist Shell (/bin/dash), einer kompakten Betriebssystem-Shell, programmiert sein.
dracut bietet spezielle Dash-Funktionen an, um
- Dateien einfach beim Erstellen des initramfs einzubetten.
- benötigte Programme um initramfs zu installieren (z. B. awk)
- Abhängigkeiten unter den dracut-Modulen zu überprüfen.
- Hooks zu definieren.
Hooks
Als Hooks werden Dash-Skripte bezeichnet, die bei bestimmten Ereignissen ausgeführt werden. Diese sind:
- cmdline – das Auswerten der boot-Parameter.
- pre-udev – bevor die Hardware-Erkennung startet.
- pre-mount – unmittelbar vor dem Ausführen des mount-Befehls.
- mount – wenn die Verzeichnisse eingehängt werden.
- pre-pivot – bevor das initramfs verlassen wird und in das finale root-Verzeichnis gewechselt wird.