Drawbridge

Betriebssystem-Konzept (Forschungsprojekt) From Wikipedia, the free encyclopedia

Drawbridge ist ein Forschungsprototyp von Microsoft Research, der eine neue Form der Virtualisierung für Anwendungs-Sandboxing verwendet.

Technik

Drawbridge kombiniert zwei Kerntechnologien, zum einen den Picoprozess, der ein prozessbasierter Isolationscontainer mit einer minimalen Kernel-API-Oberfläche ist, zum anderen ein Bibliotheksbetriebssystem.[1][2]

Geschichte

Der Entwickler Eric Traut hat 2007 einen neuen Kernel mit dem Namen MinWin, der derselbe NT-Kernel war, der seit Windows NT 3.1 existiert hat, aber kleiner und modularer ist, vorgestellt. Der Kernel hatte einen Speicherbedarf von ca. 33 MB und wurde in Windows 7 sowie in Windows Server 2008 eingesetzt[3]. Durch die Modularität von MinWin hatten die Forscher mehrere Möglichkeiten und das Konzept "Library OS" entworfen.[4] Letztendlich wurde das Projekt Drawbridge, das auf dem Konzept von Library OS aufbaut, und das Konzept vorgestellt.[2] Drawbridge ist zum ersten Mal unter Windows 8.1 und Windows Server 2012 RC2 zum Windows-Einsatz gekommen und wurde seitdem erweitert.[5] Auch WSL (Windows Subsystem for Linux) verwendet Teile von Drawbridge.[6] Das Forschungsprojekt diente zur Entwicklung der Containertechnologie für Windows Server 2016.[4] Im Jahr 2016 hat Microsoft mit Hilfe von Drawbridge den Microsoft SQL Server auf Linux portiert. In den ersten 2 Wochen nach der Veröffentlichung wurde der Microsoft SQL Server für Linux laut eigener Aussage bereits 21.000 Mal heruntergeladen.[7][8]

Einzelnachweise

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