Dreiblatt-Windröschen
Art der Gattung Anemonoides
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Das Dreiblatt-Windröschen (Anemone trifolia) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Windröschen (Anemone) innerhalb der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae).
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Dreiblatt-Windröschen aus Kärnten | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Anemone trifolia | ||||||||||||
| L. |
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Das Dreiblatt-Windröschen ist eine mehrjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 30 Zentimetern. Dieser Geophyt bildet ein weißliches Rhizom. Im Gegensatz zum weiter verbreiteten Busch-Windröschen sind die Abschnitte der Stängelblätter beim Dreiblatt-Windröschen nicht zerteilt, dafür regelmäßig gesägt. Die dreiteiligen Stängelblätter stehen quirlständig zusammen (wie bei allen Windröschen (Anemone), denn dies ist ein gemeinsames Gattungsmerkmal). Die übrigen Laubblätter sind grundständig. An jedem Stängel werden meistens nur eine Blüte gebildet.
Generative Merkmale
Die Blütezeit reicht von April bis Juni. Jede Blüte hat meist sechs Perigonblätter. Jede Blüte enthält viele Staubblätter, die Staubbeutel sind (bläulich)weiß.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 32.[1]

Vorkommen
Das Dreiblatt-Windröschen hat seine Hauptverbreitung in den Südalpen und Südwesteuropa. Es gibt Fundortangaben für Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Ungarn, Slowenien, Kroatien und Finnland.[2] In Österreich kommt es in Nieder- und Oberösterreich, Kärnten, Salzburg und Osttirol vor. In der Steiermark, wo es als ausgestorben galt, wurde es in der Obersteiermark wiederentdeckt. In Deutschland ist es nicht heimisch.
Das Dreiblatt-Windröschen wächst in Edellaubwäldern, auch in Gebüschen. Es ist kalkliebend und wächst in der collinen bis montanen Höhenstufe in einer Höhenlage von bis zu 1800 Metern.
Systematik
Die Erstveröffentlichung von Anemone trifolia erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, Seite 540–541.[2] Das Artepitheton „trifolia“, das „dreiblättrig“ bedeutet, hatte Linné von Johann Bauhin (1541–1613) übernommen.
1989 gab es etwa drei Unterarten:[3]
- Anemone trifolia subsp. trifolia: Sie kommt in Österreich, Ungarn, Italien, Kroatien, Slowenien und in Finnland vor.[3]
- Anemone trifolia subsp. albida (Mariz) Ulbr.: Sie kommt in Portugal, Spanien und in Italien vor.[3]
- Anemone trifolia subsp. lancifolia (Pursh) Hiitonen wird meist als eigenständige Art angesehen: Anemone lancifolia Pursh. Sie kommt in Nordamerika vor.[3]
Literatur
- Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5.
- Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv (CD-Rom), Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2001/2002, ISBN 3-494-01327-6.