Dreifaltigkeitskirche (Wiesbaden)
Kirchengebäude in Wiesbaden, Hessen
From Wikipedia, the free encyclopedia
Die römisch-katholische Dreifaltigkeitskirche in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden ist eine von 1910 bis 1912 von Ludwig Becker errichtete neoromanische Kirche. Zusammen mit den anderen großen Innenstadtkirchen bildet sie ein einzigartiges Zeugnis historistischer Architektur. Durch ihre Lage auf einer Anhöhe sind ihre 38 m hohen West- und 65 m hohen Chorflankentürme weithin sichtbar.

Geschichte
Die Pfarrkirche wurde am 29. September 1912 eingeweiht. Für die Kirche hatte die Glockengießerei Otto aus Hemelingen/Bremen vier Bronzeglocken mit den Schlagtönen c′ – es′ – f′ – g′ gegossen. Von diesen Glocken ist heute keine mehr existent.[1][2] Zum Zeitpunkt der Kirchweihe fehlte aber noch ein Großteil der Ausstattung, welche erst später ergänzt wurde. Die Ausmalung wurde 1925 verwirklicht. Während des Zweiten Weltkrieges, am 3. Februar 1945, wurde das Bauwerk stark beschädigt, in den Jahren 1950 bis 1952 vereinfacht wiederhergestellt. Seitdem am 1. Januar 2012 alle katholischen Gemeinden der Wiesbadener Innenstadt fusioniert wurden, ist die Dreifaltigkeitskirche eine Filialkirche von St. Bonifatius.
Die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum der Dreifaltigkeitskirche begannen am 3. Juni 2012 und fanden ihren Abschluss am 30. September 2012 mit dem Kirchweihfest.[3]
Orgeln
Hauptorgel

Die Hauptorgel auf der Empore wurde 1976 von Hugo Mayer Orgelbau mit mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur gebaut. Sie verfügt über 23 klingende Register und zwei Transmissionen auf zwei Manualen und Pedal. Ihre Windladen sind als Schleifladen ausgeführt. Die Disposition lautet:[4]
|
|
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Truhenorgel
Die Truhenorgel in der Unterkirche wurde ebenfalls von Hugo Mayber Orgelbau gebaut. Alle Trakturen sind mechanisch. Sie verfügt über drei Register auf einem Manual ohne selbstständiges Pedal. Ihre Windladen sind als Schleifladen ausgeführt. Die Disposition lautet:[5]
| ||||||||||||
Literatur
- Baedeker Wiesbaden Rheingau. Karl Baedeker, Ostfildern-Kemnat 2001, ISBN 3-87954-076-4.
- Gottfried Kiesow: Das verkannte Jahrhundert. Der Historismus am Beispiel Wiesbaden. Deutsche Stiftung Denkmalschutz, 2005, ISBN 3-936942-53-6.
- Gottfried Kiesow: Architekturführer Wiesbaden – Durch die Stadt des Historismus. 2006, ISBN 3-936942-71-4.