Drutmar Cremer
deutscher Schriftsteller
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Drutmar Cremer OSB (* 25. Januar 1930 in Koblenz; † 14. März 2021[1] in Glees) war ein deutscher Benediktinermönch und Pater, Schriftsteller, Verleger und Theologe.[2]
Leben
Cremer besuchte das Gymnasium in Andernach und das Aloisiuskolleg, ein Jesuitenlkollge in Bad Godesberg, an dem er das 1952 Abitur ablegte. Im selben Jahr trat er in die Benediktinerabtei Maria Laach über Andernach ein, wo er den Ordensnamen Drutmar erhielt und am 7. September 1953 die Profess ablegte.[3] Nach einem Studium der Philosophie und der katholischen Theologie wurde er am 27. Juli 1958 zum Priester geweiht. Von 1960 bis 1967 war er als Jugendseelsorger in Maria Laach tätig. Ab 1971 leitete er den Kunstverlag Maria Laach sowie die dort ansässigen Kunstwerkstätten. Er betätigte zudem als Schriftsteller und Lyriker und übernahm pastorale Aufgaben. Er wirkte an Radiosendungen mit war Mitarbeiter von Zeitschriften. Von 1991 bis 2002 war Drutmar Cremer Prior der Abtei in Glees, wo er auch starb.
Werke
Weihnachtslegenden
Zu Cremers bekanntesten Werken gehören seine ab den 1960er-Jahren entstandenen Weihnachtslegenden[4] besonders um Malaika, den schwarzen Engel,[5] deren andauernde Popularität sich auch auf Gert Westphals meisterliche Interpretation der Texte für die Sprechplatte bzw. die Wiederveröffentlichung als Hörbuch gründet.
Bei der Figur Malaika handelt es sich um einen neugierigen, kleinen, schwarzen Engel, der bei seinen Erkundungsflügen durch den Himmel interessante, nicht immer bequeme Beobachtungen macht. Als er aber in der Weihnachtsnacht mit dem Himmelschor nach Betlehem reisen darf, ergreift Malaika die Chance, den Menschen ein wenig von Gottes Weisheit mitzuteilen.
Lyrik
Charakteristisch für das lyrische Werk des Dichters Drutmar Cremer[6] ist sein sparsames Vokabular, der Verzicht auf jegliche unnötige Ausschmückung. Teilweise meditativ zu nennen ist der Stil, in dem er Gedichte unter anderem zu Bildern Chagalls schrieb, und immer ist in seiner Lyrikproduktion wie auch in seinen sonstigen literarischen Arbeiten die Kraft und der Einfluss seines Glaubens zu erkennen, ohne dass dieser im Vordergrund stehen muss.
Sonstiges
Des Weiteren gehören Anthologien[7] sowie Veröffentlichungen seiner Predigten, Gebete,[8] christliche Betrachtungen und Meditationen,[9] aber auch Publikationen, die man heute am ehesten dem Bereich Lebenshilfe zuordnen würde, zu Cremers umfangreichem schriftstellerischen Schaffen.[10]
Literatur
- Cremer, Drutmar. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 197.