Dry Leaf
Film von Alexandre Koberidse (2025)
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Dry Leaf ist ein Filmdrama von Alexandre Koberidse. Das Roadmovie mit seinem Vater David Koberidze in der Hauptrolle ist eine Koproduktion von Deutschland und Georgien und feierte Mitte August 2025 beim Locarno Film Festival seine Premiere. Der Kinostart in Deutschland ist Anfang Juli 2026 geplant.
| Film | |
| Titel | Dry Leaf |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland, Georgien |
| Originalsprache | Georgisch |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Länge | 186 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Alexandre Koberidse |
| Drehbuch | Alexandre Koberidse |
| Produktion | Alexandre Koberidse, Luise Hauschild, Mariam Shatberashvili |
| Musik | Giorgi Koberidze |
| Kamera | Alexandre Koberidse |
| Besetzung | |
| |
Handlung
Nach dem Verschwinden der jungen Fotografin Lisa beschließt ihr Vater sie zu suchen und macht sich mit ihrem besten Freund Levani auf eine Reise durch Georgien, da Lisa zuletzt Fußballplätze im ganzen Land fotografiert hat. Iraklis Weg führt über verschlungene Bergstraßen.[1]
Produktion
Regie führte Alexandre Koberidse, der auch das Drehbuch schrieb und als Kameramann fungierte. Es handelt sich bei Dry Leaf nach Lass den Sommer nie wieder kommen und Was sehen wir, wenn wir zum Himmel schauen? um den dritten Spielfilm des georgischen Regisseurs und Schauspielers, der an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin studierte.[2] Mariam Shatberashvili tritt wie bei seinem letzten Film auch bei Dry Leaf als Produzentin in Erscheinung.
David Koberidze, der Vater des Regisseurs, spielt in der Hauptrolle Irakli.[3] Weiter auf der Besetzungsliste finden sich Irina Chelidze, Vakhtang Panchulidze und Otar Nijaradze.[4] Bei dem in Georgien bekannten Schauspieler Giorgi Bochorishvili, der in Was sehen wir, wenn wir zum Himmel schauen? in einer Hauptrolle zu sehen war, wuchs der Regisseur auf.
Die Filmmusik komponierte Giorgi Koberidze, der Bruder des Regisseurs, mit dem er bereits für Was sehen wir, wenn wir zum Himmel schauen? zusammenarbeitete.[5][3] Er war bei Dry Leaf auch Filmtonmeister.[6]
Mitte Juli 2025 wurde der erste Trailer vorgestellt.[3] Die Premiere des Films fand am 13. August 2025 beim Locarno Film Festival statt.[7][4] Im September 2025 wurde er beim Toronto International Film Festival gezeigt und hiernach beim New York Film Festival.[8] Ende November, Anfang Dezember 2025 wurde er bei Around the World in 14 Films vorgestellt.[9] Die weltweiten Vertriebsrechte sicherte sich Heretic.[3] Der Kinostart in Deutschland ist am 2. Juli 2026 geplant.[10]
Rezeption
Kritiken
Von den bei Rotten Tomatoes aufgeführten Kritiken sind 91 Prozent positiv.[11]
Jochen Werner beschreibt Dry Leaf in seiner Kritik für Filmstarts als ein Roadmovie und einen Naturfilm, gleichzeitig knüpfe dieser an den verspielten magischen Realismus an, den Alexandre Koberidse insbesondere in seinem zweiten Film Was sehen wir, wenn wir zum Himmel schauen? exzessiv zelebrierte. Wo es dort zwei Liebende waren, die sich nicht wiedersehen durften, weil sie am Morgen nach ihrem ersten Aufeinandertreffen jeweils als Andere aufwachten, täusche der Augenschein in Dry Leaf auf andere Weise, da die Welt, durch die wir mit Irakli reisen, von Unsichtbaren bevölkert ist, die man aber laut und deutlich höre.[12]
Auszeichnungen
Dry Leaf landete in der Liste der 50 besten Filmen des Jahres 2025 des vom British Film Institute herausgegebenen Filmmagazins Sight and Sound auf Platz 9.[13]
- Nominierung im Internationalen Wettbewerb für den Goldenen Leoparden
- Lobende Erwähnung für die Beste Performance – Pardo (Alexandre Koberidse)[4][14]
Weblinks
- Dry Leaf bei IMDb
- Dry Leaf bei crew united
- Dry Leaf im Programm des Locarno Film Festivals (englisch)