Dumitru Diacov
Politiker
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Dumitru Diacov (* 10. Februar 1952 in Kargapolje, Oblast Kurgan, Russische SFSR, Sowjetunion) ist ein moldauischer Politiker der Bewegung für ein demokratisches und wohlhabendes Moldau (PMDP) beziehungsweise der Demokratischen Partei (PDM), der unter anderem zwischen 1997 und 2009 Vorsitzender der PMDP beziehungsweise der PDM sowie von 1998 und 2001 Präsident des Parlaments der Republik Moldau war.

Leben
Dumitru Diacov absolvierte nach dem Schulbesuch ein Journalistik-Studium an der Belarussischen Staatlichen Universität (BSU), das er 1974 beendete und arbeitete anschließend für die Staatliche Rundfunkanstalt Teleradio-Moldova (TRM). Nach 1984 arbeitete er als Korrespondent in Chișinău für die Tageszeitung Komsomolskaja Prawda und anschließend von 1986 bis 1989 für den Kommunistischen Jugendverband und die Kommunistische Partei der Sowjetunion (KPdSU) in Moskau. Er war daraufhin von 1989 bis 1993 für die Informations- und Telegrafenagentur Russlands (TASS) in Bukarest tätig.
Am 27. Februar 1994 wurde Diacov erstmals Mitglied des Parlaments der Republik Moldau (Parlamentul Republicii Moldova) und gehörte diesem bis zum 25. Februar 2001 an.[1][2] Als Nachfolger von Nicolae Andronic[3] war er vom 22. Juli 1995 bis zu seiner Ablösung durch Iurie Roșca[4] am 22. März 1998 zunächst Vizepräsident des Parlaments. Am 8. Februar 1997 gehörte er zu den Gründern der Bewegung für ein demokratisches und wohlhabendes Moldau PMDP (Mișcarea pentru o Moldovă Democratică și Prosperă) und wurde deren Vorsitzender.[5] Bei der Parlamentswahl am 22. März 1998 gewann die PMDP 294.691 Stimmen (18,16 Prozent) und erhielt 24 der 101 Parlamentssitze.[6]
Nach dieser Wahl übernahm Dumitru Diacov am 23. April 1998 von Dumitru Moțpan[7] den Posten des Präsidenten des Parlaments der Republik Moldau und bekleidete dieses Amt bis zum 25. Februar 2001, woraufhin Eugenia Ostapciuc[8] ihn ablöste.[9] Nach der Umbenennung der PMDP in Demokratische Partei PDM (Partidul Democrat din Moldova) am 15. April 2000 wurde er auch Vorsitzender dieser Nachfolgepartei und übte diese Funktion bis zum 19. Juli 2009 aus, woraufhin Marian Lupu[10] neuer Parteivorsitzender wurde. Bei der Parlamentswahl am 25. Februar 2001 erhielt die PDM nur noch 79.757 Stimmen (5,02 Prozent, −13,14 Prozentpunkte) und verlor damit alle 24 Parlamentssitze.[11]
Bei der darauf folgenden Parlamentswahl am 9. März 2005 war er erneut Spitzenkandidat der PDM, die als Teil des Wahlblocks „Demokratisches Moldau“ (Blocul electoral “Moldova Democrată”) unter dem Vorsitz von Serafim Urechean[12] neun von 101 Parlamentssitzen bekam.[13] Daraufhin war Diacov vom 22. März 2005 bis zum 5. April 2009 abermals Parlamentsmitglied, ehe die PDM unter seiner Führung bei der Parlamentswahl am 5. April 2009 45.698 Wählerstimmen (2,97 Prozent) bekam und damit den erneuten Einzug ins Parlament verpasste.[14] Bei der vorgezogenen Parlamentswahl am 29. Juli 2009 gewann die PDM unter dem neuen Vorsitzenden Marian Lupu 198.268 Stimmen (12,54 Prozent, +9,57 Prozentpunkte) 13 der 101 Sitze im Parlament. Diacov, mittlerweile Ehrenpräsident der PDM, war im Anschluss vom 14. August 2009 bis zum 23. Juli 2021 erneut Mitglied des Parlaments und zeitweilig Mitglied des Ausschusses für Kultur, Bildung, Forschung, Jugend, Sport und Medien (Comisia cultură, educaţie, cercetare, tineret, sport şi mass-media). Für ihre Verdienste wurde er mit dem Ehrenorden (Ordinul Onoarei) und am 21. November 2013 mit dem Orden der Republik (Ordinul Republicii) ausgezeichnet. Aus seiner Ehe mit Tatiana Diacov gingen zwei Kinder hervor.
Weblinks
- Parlament der Republik Moldau: Dumitru Diacov ( vom 24. März 2016 im Internet Archive)
- Diacov, Dumitru. In: Rulers.org. Abgerufen am 2. April 2026 (englisch).
- Dumitru Diacov. In: Prabook. Abgerufen am 2. April 2026 (englisch).