Dunja (Schiff)
dänisches Küstenmotorschiff (zuvor britischer Küstendampfer Sea Nymph)
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Die Dunja war ein dänisches Küstenmotorschiff (zuvor britischer Küstendampfer Sea Nymph), das Mitte Februar 1962 während des Orkans, der zur Sturmflut in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar führte, auf dem Großen Knechtsand im Wattenmeer zwischen der Weser- und Elbmündung strandete und dort als Wrack verblieb.[1][2][3] Das Wrack wurde später unter anderem als Rast- und Brutplatz für Seevögel beschrieben.[4][5]
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Geschichte
Das Schiff wurde 1906 in Greenock (Schottland) als Stahldampfer Sea Nymph für die Küstenschifffahrt gebaut.[2] In dänischen Registerangaben wird das Schiff als 1906 gebautes Fahrzeug mit den Abmessungen 119,9 × 22,1 × 8,8 Fuß (≈ 36,6 × 6,7 × 2,7 m) geführt.[1]
1947 wurde das Schiff nach den Registerangaben zum Motorschiff umgebaut und mit einem Vølund-Zweitakt-Zweizylinder-Dieselmotor ausgerüstet. Im selben Jahr erfolgte die Umbenennung in Dunja und die Registrierung in Kopenhagen.[1][2]
Strandung 1962
Anlass und Ablauf
Die Dunja strandete Mitte Februar 1962 auf dem Großen Knechtsand. Sie befand sich auf einer Reise von Rotterdam nach Rudkøbing (Dänemark); als Ladung werden Düngemittel genannt.[1][2] In den herangezogenen Quellen werden unterschiedliche Datumsangaben (15. bzw. 16. Februar 1962) überliefert.[1][2]
Bergung und Aufgabe
Nach einer lokalen Chronikdarstellung wurde eine Bergung geprüft, jedoch als wirtschaftlich nicht sinnvoll bewertet; das Wrack blieb liegen und wurde im Laufe der Zeit teilweise ausgeschlachtet sowie zunehmend vom Schlick umschlossen.[3]
Lage und heutiger Zustand
Technische Daten
Die Angaben variieren je nach Registerstand. In dänischen Registerangaben wird die Dunja unter anderem mit 259 BRT, 123 NRT und etwa 300 DWT geführt; die Reisegeschwindigkeit wird mit rund 8 kn angegeben.[1] Für die Zeit als Sea Nymph werden in einer britischen Zusammenstellung unter anderem 246 GRT und 96 NRT genannt; der Umbau zum Motorschiff wird für 1947/1948 vermerkt.[2]