Dörnbach (Rockenhausen)

Ortsteil von Rockenhausen From Wikipedia, the free encyclopedia

Dörnbach ist ein Stadtteil der im rheinland-pfälzischen Donnersbergkreis liegenden Stadt Rockenhausen.

Schnelle Fakten Stadt Rockenhausen ...
Dörnbach
Wappen der ehemaligen Gemeinde Doernbach
Koordinaten: 49° 37′ N,  48′ O
Höhe: 240 m ü. NHN
Fläche: 4,2 km²
Einwohner: 556 (1. März 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 132 Einwohner/km²
Eingemeindung: 10. Juni 1979
Postleitzahl: 67806
Vorwahl: 06361
Dörnbach (Rheinland-Pfalz)
Dörnbach (Rheinland-Pfalz)
Lage von Dörnbach in Rheinland-Pfalz
Blick auf Dörnbach vom Spielplatz oberhalb des Imsweilerwegs
Blick auf Dörnbach vom Spielplatz oberhalb des Imsweilerwegs
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Steinkreuz im Eicheler-Wald

Lage

Dörnbach liegt etwa vier Kilometer südwestlich der Kernstadt Rockenhausen im Nordpfälzer Bergland. Der gleichnamige Bach, ein orographisch linker Nebenfluss der Alsenz, streift den nordöstlichen Siedlungsrand. Mitten durch den Ort fließt der Wetzenbach, der dort in den Dörnbach mündet.

Geschichte

Die älteste erhaltene Erwähnung des Ortes stammt aus dem 12. Jahrhundert.[2] Anfangs lautete der Name des Ortes Duringebach, was übersetzt so viel wie „Bach des Düring“ hieß und möglicherweise auf eine Besiedlung aus Thüringen hinweist.[3][4] Das Kloster Otterberg war im Ort begütert.[5]

Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort zur Herrschaft Reipoltskirchen. Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Dörnbach in den Kanton Rockenhausen eingegliedert. Ab 1816 gehörte der Ort zu Bayern. Von 1818 bis 1862 war Dörnbach Bestandteil des Landkommissariat Kirchheim, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde. Am 1. Dezember 1900 wechselte die Gemeinde in das neu geschaffene Bezirksamt Rockenhausen. 1928 hatte Dörnbach 580 Einwohner, die in 122 Wohngebäuden lebten. Die Katholiken gehörten seinerzeit zur Pfarrei von Imsweiler, die Protestanten zu derjenigen von Rockenhausen.[6] Ab 1938 war der Ort Bestandteil des Landkreises Rockenhausen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Dörnbach innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte der Ort in den neu geschaffenen Donnersbergkreis, drei Jahre später wurde er zudem Bestandteil der ebenfalls neu gebildeten Verbandsgemeinde Rockenhausen. Am 10. Juni 1979 wurde Dörnbach schließlich in die Nachbarstadt Rockenhausen eingemeindet.[7]

Politik

Ortsbezirk

Dörnbach ist als Ortsbezirk ausgewiesen und wird von einem Ortsbeirat und einen Ortsvorsteher politisch vertreten.[8]

Ortsbeirat

Der Ortsbeirat besteht aus neun Mitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsvorsteher als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im gewählten Ortsbeirat:

Weitere Informationen Wahl, SPD ...
WahlSPDCDUGesamt
2024per Mehrheitswahl9 Sitze[9]
2019639 Sitze[10]
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Ortsvorsteher

Georg Nickel (SPD) wurde am 14. August 2019 Ortsvorsteher von Dörnbach.[11] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 85,56 % gewählt worden.[12] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde er als einziger Bewerber mit 76,7 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.[13]

Nickels Vorgänger Uwe Bals (SPD) hatte das Amt im Juni 2005 von Siegfried Müller übernommen und kandidierte nach Wiederwahlen in den Jahren 2009 und 2014 bei der Kommunalwahl 2019 nicht erneut als Ortsvorsteher.[14][11]

Wappen

Wappen von Dörnbach
Wappen von Dörnbach
Blasonierung: „In Rot einen schwarzen Dornenkranz mit einem silbernen Wellenbalken.“
Wappenbegründung: Das Wappen ist ein redendes Wappen: Der Ortsname Dörnbach wird mit einem Dornenkranz und einem Wellenbalken als Bach dargestellt. Das Wappen ist erstmals im 18. Jahrhundert als Gerichtssiegel in Gebrauch gewesen.

Das Wappen wurde am 27. Oktober 1952 vom Ministerium des Innern in Mainz genehmigt.

Infrastruktur

Durch den Ort verläuft die Kreisstraße 7, die ihn mit der südöstlich des Siedlungsgebietes verlaufenden Bundesstraße 48 verbindet. Mit drei Hofanlagen – zwei davon in der Hauptstraße und einer in der Hügelstraße – sowie einem Wegekreuz befinden sich vor Ort insgesamt vier Objekte, die unter Denkmalschutz stehen.[15]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kulturdenkmäler

Ein Steinkreuz, welches auch als „Mordstein“ bezeichnet wird, steht im Eicheler-Wald am Feldweg zwischen Hügelstraße und Dörrmoschel. Das Kreuz stammt der Inschrift „17 ZZ“ in alter Schreibweise zufolge aus dem Jahre 1522 und ist somit das älteste Steinkreuz der Pfalz.[16] Bei dem Steinkreuz handelt es sich vermutlich um einen Sühnestein, der als Erinnerungsmal für einen Mord errichtet wurde.[17]

Straußjugend

Die Straußjugend organisiert verschiedene gesellschaftliche Veranstaltungen in Dörnbach, wie z. B. die jährlich stattfindende Kerwe mit kulturellen Höhepunkten, wie dem Kerweumzug und der Kerweredd.

In Dörnbach geboren

Literatur

  • Egon Busch, Werner Thiel: Dörnbach: Chronik eines Nordpfälzer Dorfes. Herausgegeben von der Stadt Rockenhausen, Rockenhausen 1998, ISBN 3-926306-20-3
Commons: Dörnbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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