Wikiwand AI

Dürnau (Gemeinde Bad Leonfelden)

Ortschaft im Bezirk Urfahr-Umgebung From Wikipedia, the free encyclopedia

Dürnau ist eine Ortschaft in der Stadtgemeinde Bad Leonfelden im Mühlviertel in Oberösterreich und namensgebend für die Dürnaumoräne.[1] Die Ortschaft hat 3 Einwohner (Stand: 1. Jänner 2026[2]).

Schnelle Fakten Dürnau (Rotte) Ortschaft ...
Dürnau (Rotte)
Ortschaft
Dürnau (Gemeinde Bad Leonfelden) (Österreich)
Dürnau (Gemeinde Bad Leonfelden) (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Urfahr-Umgebung (UU), Oberösterreich
Gerichtsbezirk Freistadt
Pol. Gemeinde Bad Leonfelden  (KG Weigetschlag)
Koordinaten 48° 34′ 31″ N, 14° 16′ 14″ Of1
f3f0
Einwohner der Ortschaft 3 (1. Jän. 2026)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 12089
Zählsprengel/ -bezirk Bad Leonfelden-Umgebung (41603 001)
Bild
Ortsansicht von Dürnau
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; DORIS
Schließen
f0
f0
3

Geographie

Dürnau liegt in einer gut erhaltenen Endmoränenlandschaft[1] im Böhmerwald an der Staatsgrenze zu Tschechien. Die Ortschaft ist Teil der Katastralgemeinde Weigetschlag[3] und des Zählsprengels Bad Leonfelden-Umgebung.[4]

Zur Ortschaft Dürnau gehören 6 Adressen (Stand: 1. April 2020).[5] Sie besteht aus der gleichnamigen Rotte Dürnau und der Einzelsiedlung Marks.[4] Die Rotte befindet sich im Einzugsgebiet des Dürnauer Bachs.[3]

Fauna und Flora

Das Schutzgebiet in der Dürnau zählt zu den bevorzugten Braunkehlchen-Brutgebieten Oberösterreichs. Weiters kommen hier regelmäßig Wiesenpieper und Wachtelkönig vor.[6]

Weite Teile der Ortschaft sind als Ökoflächen ausgewiesen.

Weitere Informationen Bezeichnung, Nummer ...
Ökoflächen in Dürnau
Bezeichnung Nummer Fläche in m²
Großer schöner Feuchtwiesenkomplex in der Dürnau[7] OEKF07406 31860
Magerwiese in der Dürnau[8] OEKF07407 k. A.
Extensivwiesenkomplex in der Dürnau[9] OEKF07409 k. A.
Magerwiese mit Niedermooranteil in der Dürnau[10] OEKF07411 37520
Intensivierte Magerwiese mit Potenzial in der Dürnau[11] OEKF07412 44060
Magerrain in der Dürnau[12] OEKF07413 k. A.
Intensivierte Magerwiesen mit Potenzial in der Dürnau[13] OEKF08224 23069
Feuchtwiese N von Dürnau[14] OEKF08268 k. A.
Komplex Bergmähwiese/Bürstlingsrasen und Nasswiese[15] OEKF09503 17574
Kleine Bürstlingswiese in Weigetschlag[16] OEKF09525 k. A.
Rotschwingelwiese in Weigetschlag[17] OEKF09526 18824
Magere Nasswiesenbrache[18] OEKF09527 k. A.
Großflächiger nasser Bürstlingsrasen mit Übergang Nasswiese in Weigetschlag[19] OEKF09528 60886
Großflächige magere Bergmähwiese in Weigetschlag[20] OEKF09529 78084
Feuchte Bergmähwiese in der Dürnau[21] OEKF09530 19314
Lesesteinzeilen in Dürnau[22] OEKF09778 k. A.
Lesesteinmauer Dürnau[23] OEKF12317 k. A.
Schließen

Geschichte

Der Flurname Dürnau wurde im Waxenberger Urbar in den Jahren 1499 in Form des „Durnauerpach“s und 1615 als „Thürnau“ erstmals urkundlich erwähnt.[24][25] Namensgebend waren dabei die auffälligen Magerwiesen des Talkessels. Die Siedlung Dürnau wurde 1650/1668 von Konrad Balthasar von Starhemberg gegründet.[26]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Dürnau einige Landwirte ansässig.[27]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Müllerkapelle ist die Ortskapelle von Dürnau. Es handelt sich um ein giebelständiges Bauwerk mit Spitzbogenfenstern und rundem Schluss. Das Äußere ist mit der Jahreszahl 1876 und das Innere mit der Jahreszahl 1875 bezeichnet. Ein Kappengewölbe schließt den Innenraum ab. Das neugotische Altarretabel aus dem Jahr 1879 ist ein Werk des Bildhauers Engelbert Westreicher und wurde 1969 aus der Pfarrkirche Bad Leonfelden übertragen, wo es bis dahin als Seitenaltar aufgestellt war. Es inkludiert ein Hochrelief mit einer Darstellung des Heiligen Leonhard und Tier-Reliefs vor einer gemalten Landschaft mit der Szene der Auffindung einer Marienfigur. Hinterglasbilder in der Kapelle stammen aus dem 19. Jahrhundert und zeigen den Gekreuzigten und Maria.[26]

Der Vierkanthof Dürnau Nr. 1 ist im Steinbloßstil gehalten. Er wurde nach einem Brand 1876 renoviert und weist im Inneren Flachtonnen und eine Rauchküche auf. Das kleine Haus Dürnau Nr. 2 ist ebenfalls im Steinbloßstil gestaltet und wurde im 19. Jahrhundert erbaut. Die zeitweise noch in Betrieb genommene Mühle mit der Adresse Dürnau Nr. 3 war ursprünglich ein Streckhof und ist an der Fassade mit der Jahreszahl 1836 markiert. In ihrem Hausstock und im ehemaligen Stall gibt es Platzlgewölbe. Es ist eine Rauchküche vorhanden. Einzelne Türen stammen noch aus dem 19. Jahrhundert. Die Steher des Stadels sind mit Schnitzereien versehen. Die Einrichtung des Mühlentrakts, der mit der Jahreszahl 1860 bezeichnet ist, ist vollständig erhalten. Der kleine barocke Streckhof Dürnau Nr. 4 ist seit seiner Errichtung in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nahezu unverändert geblieben. Eine Riemlingdecke mit einem mit der Jahreszahl 1768 markierten Rüstbaum schließt seine Stube ab. Auch in diesem Hof gibt es eine Rauchküche. Es sind barocke Füllungstüren mit Türstöcken aus der Epoche vorhanden.[26]

Im Ort steht eine Tabernakelsäule, die mit der Jahreszahl 1774 versehen ist.[26]

Literatur

Commons: Dürnau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Timelines

Top Qs

Fact Checks