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Długobór

Dorf in Polen From Wikipedia, the free encyclopedia

Długobór (deutsch Langwalde) und Długobór Osada sind zwei Orte in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es gehört zur Gmina Płoskinia (Landgemeinde Plaßwich) im Powiat Braniewski (Kreis Braunsberg).

Dorfkirche in Długobór (Langwalde)
Dorfstraße in Długobór
Schnelle Fakten Długobórund, Basisdaten ...
Długobór
und
Długobór (Osada)
?
DługobórundDługobór (Osada) (Polen)
Długobór
und
Długobór (Osada) (Polen)
Długobór
und
Długobór (Osada)
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Braniewo
Gmina: Płoskinia
Geographische Lage: 54° 13′ N, 19° 59′ O
Einwohner: 197 (2021[1])
Postleitzahl: 14-526
Telefonvorwahl: (+48) 55
Kfz-Kennzeichen: NBR
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Pakosze ↔ Łozy–Bardyny–Wilczęta/DW 509
Eisenbahn: kein Bahnanschluss
Nächster int. Flughafen: Danzig
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Geographische Lage

Das Dorf Długobór liegt an der Pakoszanka, einem Zufluss der Wałsza (Walsch), im Nordwesten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 21 Kilometer südöstlich der Kreisstadt Braniewo (Braunsberg). Długobór Osada liegt wenige hundert Meter östlich des Dorfs.

Die Pakoszanka bei Długobór

Długobór

Ortsgeschichte

Das seinerzeitige Langwald erhielt 1314 die Handfeste und gewann als Kirchdorf überregionale Bedeutung.[2] Nach 1820 hieß das Dorf Langwalde.[3]

Die Landgemeinde Langwalde wurde am 18. Juni 1874 Amtsdorf und damit namensgebend für einen Amtsbezirk im ostpreußischen Kreis Braunsberg, Regierungsbezirk Königsberg.,[4] in den anfangs zwölf Orte eingegliedert waren.

647 Einwohner waren im Jahre 1910 in Langwalde registriert.[5] Ihre Zahl veränderte sich bis 1933 auf 598 und bis 1939 auf 590.[6]

Mit dem gesamten südlichen Ostpreußen kam Langwalde 1945 in Kriegsfolge zu Polen. Das Dorf erhielt die polnische Namensform „Długobór“ und ist heute eine Ortschaft im Verbund der Gmina Płoskinia (Landgemeinde Plaßwich) im Powiat Braniewski (Kreis Braunsberg), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Am 6. September 2014 feierte man in Długobór das 700-jährige Bestehen. An diesem Tage weihte man einen Gedenkstein feierlich ein, der die Inschrift trägt: 700 Jahre Długobór 1314–2014.[2]

Amtsbezirk Langwalde (1874–1945)

Zum Amtsbezirk Langwalde gehörten in der Zeit seines Bestehens:[4]

Weitere Informationen Deutscher Name, Polnischer Name ...
Deutscher NamePolnischer NameAnmerkungen
FreihagenBrzostki1928 nach Heistern, Amtsbezirk Woynitt, eingemeindet
GedautenGieduty
Groß KörpenKierpajny Wielkie1928 nach Bornitt, Amtsbezirk Woynitt, eingemeindet
Klein KörpenKierpajny Małe1928 nach Gedauten eingegliedert
KlingenbergŁozy
LangwaldeDługobór
LubenLubieńvor 1909 nach Wölken eingemeindet
PackhausenPakosze
PodlechenPodlechy
ScharfensteinOstry Kamień1928 nach Gedauten eingegliedert
StigehnenStygajny1928 nach Klingenberg eingegliedert
WölkenWołki
ab 1925:
Rawusen
Robuzybis 1925 zum Amtsbezirk Plaßwich zugehörig
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Im Jahre 1945 bildeten nur noch die Orte Gedauten, Klingenberg, Langwalde, Packhausen, Podlechen, Rawusen und Wölken den Amtsbezirk Langwalde.

Długobór Osada

Die Siedlung Długobór ist kein regulärer Ort mehr. Sie gilt als „zniesiona osada wsi Długobór“ (= aufgelöste Siedlung des Dorfs Długobór) wird aber immer noch offiziell genannt. Über die ihre Geschichte gibt es keine Belege, so auch nicht über die Zeit vor 1945 und einen etwaigen deutschen Namen.

Religion

Römisch-katholische Kirche

Der Hochaltar

Die römisch-katholische Kirche in Długobór ist ein Feldsteinbau ohne Chor aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts.[2] Ein Turmanbau erfolgte im 16. Jahrhundert, und die Ostseite wurde im 18. Jahrhundert verändert. Auf der Südseite befindet sich eine Vorhalle, auf der Nordseite die Sakristei. Unter der Kirche ist eine Krypta. Die Kirche wurde 1946/1947 und 1950/1951 repariert und von Grund auf erneuert.

Das Kircheninnere wird von einem bemalten Holzgewölbe von 1746 überdeckt.[2] Die Kanzel stammt von 1660, der Hochaltar aus der Zeit um 1750. Sein Mittelbild zeigte das Martyrium des Hl. Veit.

Die Pfarrei Długobór besteht seit 1318. Sie gehört – seit 2022 – zum Dekanat Orneta (Wormditt) im Erzbistum Ermland. Zugeordnet sind die Kirchspielorte:[7]

Weitere Informationen Polnischer Name, Deutscher Name ...
Polnischer NameDeutscher NamePolnischer NameDeutscher Name
DługobórLangwaldePakoszePackhausen
GiedutyGedautenPodlechyPodlechen
Kierpajny MałeKlein KörpenRobuzyRawusen
ŁozyKlingenbergStygajnyStigehnen
LubieńLubenWołkiWölken
Ostry KamieńScharfensteinNN.[8]Fichtenbruch
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Evangelische Kirche

Langwalde war kein evangelischer Kirchort. Das Dorf war in die evangelische Pfarrkirche Mehlsack (polnisch Pieniężno) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingegliedert.[9] Długobór nun gehört zur Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr

Długobór liegt an einer Nebenstraße, die von Pakosze (Packhausen) über Łozy (Klingenberg) und Bardyny (Baarden) bis zur Woiwodschaftsstraße 509 bei Wilczęta (Deutschendorf) verläuft. Eine Bahnanbindung besteht nicht.

Einzelnachweise

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