Eat Pray Bark – Therapie auf vier Pfoten

Film von Marco Petry (2026) From Wikipedia, the free encyclopedia

Eat Pray Bark – Therapie auf vier Pfoten ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2026 mit Alexandra Maria Lara, Anna Herrmann, Devid Striesow, Doğa Gürer, Rúrik Gíslason und Kerim Waller. Regie führte bei der Filmkomödie Marco Petry, der das Drehbuch gemeinsam mit Jane Ainscough und Hortense Ullrich schrieb.[2]

TitelEat Pray Bark – Therapie auf vier Pfoten
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2026
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Eat Pray Bark – Therapie auf vier Pfoten
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2026
Altersempfehlung ab 6 (DE)
ab 7 (AT)[1]
Produktions­unternehmen
Stab
Regie Marco Petry
Drehbuch
Produktion
Kamera Marc Achenbach
Schnitt Knut Hake
Besetzung
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Handlung

Fünf Hundebesitzer suchen Hilfe im Umgang mit ihren Tieren bei dem Hundetrainer Nodon, der Kurse in den Tiroler Bergen anbietet und angibt, eine Zeit mit einem Wolfsrudel gelebt zu haben. Seinen Namen hat er in Anlehnung an den altkeltischen Gott der Hunde, Nodons, gewählt, in Wirklichkeit heißt er Simon Reisinger. Ein Tiroler Hundetrainer sei nichts Besonderes, seit er den Kelten Nodon erfunden hat, kommen die Leute; sogar Bill Kaulitz hat sich angemeldet.

Die Gruppe besteht aus der Politikerin Ursula „U(r)schi“ Brandmeier, bayerische Ministerin für Umwelt- und Verbraucherschutz und Spitzenkandidatin für die Europawahl, die eigentlich keine Hunde mag, aber die Hündin Brenda adoptiert hat, um ihr Image zu verbessern. In einer Fernsehsendung hatte sie abwertend über Hunde und deren Besitzer gesprochen, ohne zu wissen, dass sie live auf Sendung war. Daher wird sie in der Öffentlichkeit als „Hundehasserin“ gebrandmarkt, und es gibt viele Stimmen, die ihren Rücktritt fordern.

Zur Gruppe gehören außerdem Babs mit ihrem Hund Torsten, das Ehepaar Ziggy und Helmut mit ihrer Hündin Gaga sowie Hakan mit der Belgischen Schäferhündin Roxy. Am Bahnhof werden sie von Gustl mit einer Kutsche in Empfang genommen, der sie zur Wirtin Birgit bringt, in deren Hütte sie einquartiert werden. Nachdem Nodon die Hunde zur Begrüßung beschnuppert, müssen die Teilnehmer ihre Mobiltelefone abgeben und unternehmen eine Wanderung in die Berge. An den folgenden beiden Tagen coacht Hundetrainer Nodon die überforderten Zweibeiner, denn in Wirklichkeit sind sie es, die Hilfe brauchen. Außerdem hält er keltische Rituale mit den Teilnehmern ab.

Simon findet bei einer Internetrecherche heraus, dass es sich bei Uschi um die Ministerin handelt. Babs befürchtet, dass ihr Torsten vom Veterinäramt weggenommen wird, weil sie ihn nicht unter Kontrolle hat, und weint sich bei Uschi aus. Babs war einige Zeit wegen psychischer Probleme in einer Klinik, als Therapie wurde ihr die Anschaffung eines Hundes empfohlen. Sie befürchtet, nicht geliebt zu werden, und vermeidet daher klare Kommandos. Ihr wird geraten, ihrem Hund klare Ansagen zu machen. Der Polizist Hakan hat Probleme damit, seiner ausgemusterten Polizeihündin den Maulkorb abzunehmen, er gibt ihr die Schuld am Tod seines kleinen Bruders. Weil Ziggy und Helmut sich immer wieder streiten, schlägt Hakan vor, dass sie sich trennen.

Über einen Zeitungsbericht finden die Seminarteilnehmer heraus, dass Nodon in Wirklichkeit Simon Reisinger heißt und den Kelten erfunden hat, um sein Hotel vor der drohenden Pleite zu retten. Telefonisch erfährt Ursula, dass sich ihre Partei nach ihrem Skandalauftritt für einen anderen Spitzenkandidaten entschieden hat. Ihre Hündin versucht sie daraufhin zu trösten. Ziggy gesteht Helmut, dass er sich neben ihm als erfolgreichem Literaturprofessor klein und unbedeutend vorkommt. Helmut erwidert darauf, wie sehr er ihn für seine menschlichen Qualitäten schätzt.

Babs glaubt der Gruppe nicht, dass Nodon ein Betrüger ist, und geht bei einem aufziehenden Gewitter zu dessen Hütte, wo sie ihn aber nicht antrifft. Weil die Hütte baufällig und verlassen ist, akzeptiert jetzt auch Babs die Wahrheit. Die restliche Gruppe eilt ihr nach, ebenso Simon. Uschi rutscht mit einer Schlammlawine ab, die anderen können sie mit Hilfe von Spürhund Roxy orten und befreien. Wieder zurück im Hotel kommt es zu einer Aussprache der Gruppe. Simon fordert Hakan auf, Roxy endlich zu vergeben. Hakans Bruder Emre war Wachmann und wurde bei einem Einbruch tödlich zusammengeschlagen, während sich Roxy verkrochen hatte. Roxy erinnert ihn daher ständig an seinen toten Bruder. Hakan nimmt ihr schließlich den Maulkorb ab, weil die Gruppe meint, dass Roxy Emre vermutlich genauso vermisst wie er.

Zwei Monate nach dem Seminar trifft sich die Gruppe in München mit ihren Hunden im Park, um Babs bei der Prüfung beizustehen. Babs absolviert ihre Prüfung mit Torsten erfolgreich, sodass sie ihn behalten darf. In Tirol nimmt Bill Kaulitz an einem Seminar bei Nodon teil.

Produktion und Hintergrund

Die Dreharbeiten fanden vom 21. August bis zum 9. Oktober 2024 in Tirol in Österreich statt.[3] Der Film wurde von der Olga Film produziert, als Produzenten fungierten Viola Jäger und Marina Schiller.[2] Die Serviceproduktion in Österreich übernahm die Lemonpie Film.[3]

Die Kamera führte Marc Achenbach, die Montage verantwortete Knut Hake und das Casting Iris Baumüller. Das Szenenbild gestaltete Tommy Stark, das Kostümbild Nici Zinell, den Ton Herbert Verdino und die Maske Christina Baier und Dolores Sanchez. Tiertrainerin war Renate Hiltl.[2][3] Marco Petry hatte zuvor für Netflix die Komödie Spieleabend (2024) inszeniert.[4] Bill Kaulitz hat in dem Film einen Gastauftritt.[5]

Auf Netflix wurde der Film am 1. April 2026 veröffentlicht.[2][6]

Musik

Rezeption

Kritiken

Hannah Madlener befand auf glamour.de, dass Rúrik Gíslason wirklich lustig sei und das Herz dieser Netflix-Komödie. Es lohne sich, bis zum Schluss dranzubleiben, denn die letzten paar Minuten holten noch mal alles raus.[8]

Jonas Kretzer kritisierte auf tvmovie.de die mangelnde Präsenz der Tiere. Diese seien auf verschiedenste Art und Weise eine Last für ihre Besitzer. Wenn sich alle kontinuierlich nur über Hunde beschweren, dann habe man nicht verstanden, warum sich Menschen Hundefilme anschauen.[9]

Eric Leimann urteilte auf hoerzu.de, dass die Produktion eine eher harmlose Netflix-Komödie mit überschaubaren Humor-Highlights und vielen Erzähl-Klischees sei.[10]

Janick Nolting schrieb auf digitalfernsehen.de, dass von dieser klischeehaften deutschen Komödie weder inhaltliche Überraschungen noch interessante Bilder zu erwarten seien. Auch die ganze Konfliktlösung werde mit wenigen groben Strichen dahingepinselt. Und doch sei dieser Film nicht ohne Charme und schon gar nicht ohne Selbstironie.[11]

Christina Böck meinte auf kurier.at, dass der Film manch netten Gag zu bieten habe, die Hunde süß seien und das Alpenpanorama schön und vertretbare Unterhaltung für den Sonntagnachmittag sei.[12]

Oliver Armknecht vergab auf film-rezensionen.de vier von zehn Punkten. Das Setting mache eine Menge her, die Besetzung sei gut. Und doch sei das Ergebnis überwiegend langweilig. So werde aus dem Szenario wenig gemacht, die Witze seien schwach und die Figuren uninteressant.[13]

Kalman Gergely kritisierte die Produktion auf krone.at als oberflächlich und unlustig. Anstatt sich mit unbequemen Wahrheiten zu befassen und in die Tiefe zu gehen, streife der Film lediglich oberflächliche Emotionen.[14]

Abrufe

Der Film stieg auf Platz eins der deutschen Netflix-Film-Charts ein. Davor gelang das im August 2025 mit Fall for Me einem deutschen Spielfilm.[15][16]

Zwischen dem 1. und 5. April 2026 wurden rund sieben Millionen Aufrufe verzeichnet. In 49 Ländern gelangte über die Osterfeiertage in die Top Ten der Filme, in fünf Ländern war der Film in der Startwoche der meistgesehen Film bei Netflix.[17]

Einzelnachweise

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